Montag, 04. Juli 2022

Stimmungsvoller Trainingsauftakt - Der SV Waldhof ist vor 500 Fans gestartet

erstellt am Freitag, 17 Juni 2022
Am Donnerstag war Trainingsauftakt beim SV Waldhof Mannheim. Am Donnerstag war Trainingsauftakt beim SV Waldhof Mannheim. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Die Vorfreude auf die neue Saison des SV Waldhof ist groß.

Gemerkt hat man das spätestens am Donnerstag, als rund 500 Fans im Stadion am Alsenweg vorbeischauten, um das erste Training der "Buwe" zu verfolgen. Die Stimmung war sehr gut.

Was auch mit den jüngsten Transferaktivitäten der Mannheimer zusammenhing. Mit Offensivspieler Berkan Taz (Borussia Dortmund 2), Bentley Baxter Bahn (Hansa Rostock), Julian Riedel (Hansa Rostock) und Adrian Malachowski (1.FC Magdeburg) hat man sich gut verstärkt. Geschäftsführer Sport Tim Schork, der bei vielen Fans aufgrund der späten Transfers stark in der Kritik stand, hat ganze Arbeit geleistet. Trotzdem müssen sich die Neuen natürlich erst einmal beweisen. Was sie draufhaben, haben sie in der Vergangenheit aber schon bewiesen.

Bahn und Riedel kommen vom Zweitligisten Rostock, mit dem sie im vergangenen Sommer den Aufstieg ins Unterhaus gemeistert haben. Sie wissen also, wie es geht und wollen nun auch den SVW eine Etage höher hieven. Bahn ist im Mittelfeld zuhause, kann dort auf so ziemlich jeder Position spielen. Das besondere an ihm: Er arbeitet nicht nur verbissen gegen den Ball und erobert ihn, er strahlt auch eine enorme Torgefahr aus. Vor Verantwortung scheut er sich auch nicht. So hat er bei seinen früheren Stationen häufig auch die Elfmeter geschossen. Und gerade hier kann der SVW einen Spieler gebrauchen, der die Ruhe behält und trifft. Einen seiner wohl wichtigsten Elfer hat Bahn im Sommer 2021 verwandelt. Rostock musste in seinem letzten Punktspiel gegen den VfB Lübeck unbedingt mindestens einen Punkt holen, um aufzusteigen, lag dann aber plötzlich mit 0:1 hinten, ehe Bahn zum Elfmeterpunkt schritt und das erlösende 1:1 besorgte.

Riedel hat das damals aus nächster Nähe verfolgt. Auf dem Feld ist er weiter hinten zuhause. Seine Paraderolle ist die in der Innenverteidigung, wobei er auch hinten auf den Außen auflaufen kann. In der 3.Liga zählte der 30-Jährige zu den uneingeschränkten Stammspielern im Abwehrzentrum, in der 2.Liga spielte er hingegen nicht mehr so häufig. Insgesamt hat er 190 Partien in der 3.Liga bestritten.

Christian Neidhart, der neue Trainer des SV Waldhof Mannheim beim Trainingsauftakt. Bild: Alfio Marino.

Als Schlitzohr geht Taz durch. Der 23-Jährige ist eine Art offensive Allzweckwaffe. In der letzten Saison in der 3. Liga hat er es auf 10 Tore und 8 Vorlagen gebracht. Seine große Stärke ist die Unberechenbarkeit. Besonders wohl fühlt er sich auf der Zehnerposition, aber auch auf der offensiven linken Flanke kann er glänzen. In Dortmund hat er häufig mit den Bundesligaprofis mit trainiert. Er könnte der große X-Faktor in der neuen Saison beim SVW werden.

Malachowski wird den Konkurrenzkampf im Waldhof Mittelfeld beleben. In der Jugend war er für Legia Warschau im Einsatz, wo er seine Mannschaft in der UEFA Youth League aufs Feld geführt. Das ist die Champions League für Nachwuchsteams. Er besitzt einen polnischen Pass, spricht aber gut Deutsch.

Der Kader des SV Waldhof umfasst nun 19 Spieler. Es werden demnach noch weitere dazu kommen. In der Offensive besteht eher kein Bedarf mehr. Falls man aber noch einen guten Stürmer bekommen könnte, der schon bewiesen hat, dass er Tore wie am Fließband schießen kann, würde man sicher zu schlagen. Wichtiger ist jedoch die Defensive. Als Linksverteidiger hat man bislang nur Alexander Rossipal im Kader, gleiches gilt für Niklas Sommer auf der anderen Seite. Auch ein weiterer Innenverteidiger wäre nicht verkehrt. Definitiv etwas passieren wird im Tor. Der SVW wird nicht nur mit Lucien Hawryluk und Jan-Christoph Bartels in die neue Saison gehen. Das hat Schork bereits betont.

Beim Trainingsauftakt waren 2 Testspieler dabei. Beide würden unter die U23 Regel fallen: Vom Regionalligisten FV Illertissen spielte der 20-jährige Innenverteidiger Nicolas Keckeisen vor, Dennis Waidner (22 Jahre) stand bei den Würzburger Kickers unter Vertrag. Er wäre einer für die Position des Rechtsverteidigers. Ob beide eine Option sein können, muss sich zeigen. Das letzte Wort wird hier Christian Neidhart, der neue Trainer der Mannheimer haben. Gut möglich ist es, dass beide auch noch am kommenden Mittwoch zum Kader gehören werden, wenn der SV Waldhof beim ambitionierten Verbandsligisten FV Fortuna Heddesheim antreten wird.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 17 Juni 2022

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