Donnerstag, 26. Mai 2022

Glück gehabt - Der SV Waldhof gewinnt durch ein Last-Minute-Tor 2:1 in Würzburg

erstellt am Sonntag, 23 Januar 2022
Waldhofs Fridolin Wagner (Blauschwarz) erzielte den 2:1 Siegtreffer bei den Würzburger Kickers. Waldhofs Fridolin Wagner (Blauschwarz) erzielte den 2:1 Siegtreffer bei den Würzburger Kickers. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Das ist gerade noch einmal gut gegangen.

Drittligist SV Waldhof Mannheim hat sich beim Zweitliga-Absteiger Würzburger Kickers einen durchaus glücklichen 2:1 (1:0)-Sieg erkämpft. Den goldenen Treffer für die Blauschwarzen erzielte Fridolin Wagner in der 90. Spielminute.

Pascal Sohm, der im Winter zu den Mannheimern wechselte, brachte es nach der Partie ganz gut auf den Punkt: "Es war eine wirklich zerfahrene Partie", sagte der Stürmer, "und ein Spiel, das in beide Richtungen hätte ausgehen können. Am Ende hatten wir auch das nötige Quäntchen Glück."

Sohm war es, der den SV Waldhof bereits in der 2. Minute in Führung gebracht hatte. Nach einem Zuspiel von Dominik Martinovic musste er den Ball nur noch über die Linie drücken. Doch zur Überraschung aller zählte der Treffer nicht. Die Unparteiischen entschieden auf Abseits. Nach einem genauen Studium der TV-Bilder wurde klar, dass das eine Fehlentscheidung war. Da es in der 3.Liga keinen Videobeweis gibt, nahmen die Schiedsrichter ihre Entscheidung nicht zurück.

Der Waldhof begann stark, doch Würzburg fand immer besser ins Spiel und hatte vor der Pause mehr von der Partie, konnte sich aber nicht belohnen. Ganz anders der SVW. Nach einer Flanke von Marcel Costly, der sich über die rechte Seite bis an die Grundlinie durchspielte, nickte Sohm den Ball per Kopf ein (40. Minute). Der Jubel war groß. Mit der Führung im Rücken ging es in die Pause.

Kaum zurückgekommen, hatte Dominik Martinovic die Vorentscheidung auf dem Fuß. Klasse durch Fridolin Wagner in Szene gesetzt, ließ er im Strafraum die Gegenspieler stehen und zögerte dann einen Tick zu lange - sein Schuss wurde noch von Kickers Torhüter Hendrik Bonmann abgeblockt. Und wer sich im Fußball nur ein bisschen auskennt, der weiß ganz genau, was passieren kann, wenn man seine Chancen nicht nutzt. Der Waldhof war fortan zu passiv, statt die Entscheidung herbeizuführen, beschränkte man sich aufs Verteidigen.

Das klappte nicht. Der SVW schwamm nun mehrfach. Würzburg vergab beste Möglichkeiten. Eigentlich war der Ausgleich längst überfällig, ehe es in der 69. Minute dann wirklich soweit war: Robert Hermann staubte zum 1:1 kurzer Distanz ab. Waldhof-Torwart Timo Königsmann war chancenlos und nach dem Schlusspfiff selbstkritisch: "Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen. Wenn man sieht, wie wir uns in der Hinrunde präsentiert haben, dann ist das nicht unser Anspruch. Trotzdem haben wir am Ende noch gewonnen, weil wir uns wieder reingekämpft haben."

Dass es noch zu einem Dreier reichte, lag einmal mehr an den Freistoßqualitäten von Marc Schnatterer. Der Ex-Heidenheimer bediente mustergültig Marcel Costly, der den Ball per Kopf in den Fünfmeterraum verlängerte, erneut per Kopfball knallte Alexander Rossipal die Kugel an die Querlatte, wenig später landete sie vor den Füßen von Wagner, der den Ball letztlich über die Linie stocherte.
Reagieren konnte Würzburg nicht mehr. Danach waren sich die Waldhöfer einig und sprachen davon, dass sie dieses Mal das Glück hatten, das ihnen beim 1:3 gegen Dortmund II noch gefehlt hatte.

Würzburg: Bonmann - Schneider, Strohdiek (68. Waidner), Kraulich, Kurzweg - Hägele (90.+1 Hoffmann), Meisel (46. Stefaniak) - Kopacz (83. Heinrich), Pepic (68. Sane), Herrmann - Maximilian Breunig. - Trainer: Schwarz
Mannheim: Königsmann - Costly, Verlaat, Seegert, Donkor - Höger (76. Rossipal), Fridolin Wagner - Boyamba (76. Sommer), Martinovic (90.+2 Gohlke), Schnatterer - Sohm (67. Lebeau). - Trainer: Glöckner

Schiedsrichter: Patrick Schwengers (Travemünde)
Tore: 0:1 Sohm (40.), 1:1 Herrmann (69.), 1:2 Fridolin Wagner (90.)
Zuschauer: keine

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 23 Januar 2022

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