Donnerstag, 26. Mai 2022

Eine Antwort muss her - Der SV Waldhof will in Würzburg zurück in die Erfolgsspur

erstellt am Freitag, 21 Januar 2022
Der schmerzlich vermisste Marco Höger ist in Würzburg wieder mit dabei. Der schmerzlich vermisste Marco Höger ist in Würzburg wieder mit dabei. AS Sportfoto

sport-kurier. Die Vorbereitung auf die 2. Saisonhälfte hätte professioneller kaum sein können - und auch deshalb hatte man sich die Rückkehr in den Alltag der 3. Liga beim SV Waldhof sicher anders vorgestellt.

Nachdem die Mannschaft von Trainer Patrick Glöckner im Trainingslager in der Türkei an der Form gefeilt hatte, wollte man mit einem Sieg in die restliche Rückrunde starten. Das Ergebnis ist bekannt: Der SVW musste sich zuhause der Reserve von Borussia Dortmund mit 1:3 geschlagen geben.

Dass die Niederlage in der Art und Weise wie sie zustande kam, sehr unglücklich war und zudem noch wichtige Spieler fehlten, steht außer Frage. Trotzdem muss man so ein Spiel einfach gewinnen, wenn man in die 2.Liga aufsteigen möchte. Grund in Panik zu verfallen, besteht trotzdem nicht. Dazu ist in der Tabelle alles noch zu dicht beisammen. Klammert man den souveränen Spitzenreiter aus Magdeburg mal aus, ist das Gedränge dahinter groß. Zwischen dem Tabellenzweiten Kaiserslautern (36 Punkte) und dem Zehnten aus Wiesbaden liegen gerade einmal 6 Punkte.

Der SV Waldhof hat als Fünfter 34 Zähler auf der Habenseite. Am Samstag sollen 3 weitere dazu kommen. Von der Papierform her sind die auch Pflicht, doch das täuscht: Ab 14 Uhr sind die Blauschwarzen bei den Kickers aus Würzburg gefordert. Ein Gegner, der in der Vorsaison noch in der 2.Liga spielte, in der Hinrunde im Carl-Benz-Stadion ein 1:1 holte, in der Tabelle aber ganz tief im Schlamassel feststeckt. Als Vorletzter hat man gerade einmal 17 Punkte gesammelt und droht erneut abzusteigen. Besonders bitter: In 21 Spielen schoss man nur 14 Tore.

Ein Mannheimer Spaziergang ist aber nicht zu erwarten, denn Würzburg spielt nicht wie ein Absteiger, beweist auch immer wieder, dass es da unten eigentlich nicht hingehört. Zuversichtlich stimmt aus Sicht des SV Waldhof, dass ganz wichtige Spieler wieder zur Verfügung stehen. Gemeint sind vor allem Marco Höger und Adrien Lebeau. Beide fehlten gegen Dortmund wegen einer Gelbsperre. Höger ist im Mittelfeld der Dreh- und Angelpunkt, Lebeau kann in der Offensive immer wieder für Überraschungsmomente sorgen. Nicht wenige bezeichnen Höger als den wichtigsten Mann im Waldhof Kader, fehlt er, ist es ein ganz anders Spiel.

Entscheidend wird es aber erneut sein, dass der SVW vor dem gegnerischen Tor einen Gang höher schaltet. Denn klar ist: Hätte man gegen Dortmund konsequenter zugeschlagen, wäre die Partie schon vor der Pause entschieden gewesen. Dominik Martinovic hat in dieser Saison schon häufig bewiesen, dass er es kann, aber eben auch, dass er nach wie vor zu viele Chancen braucht, bis es mal klingelt. Er wird in Würzburg besonders motiviert sein. Genau wie Neuzugang Pascal Sohm. Der 30-Jährige, der in der Winterpause vom Zweitligisten Dynamo Dresden in die Kurpfalz kam, fügte sich gegen Dortmund gut ein. Aber man merkte auch, dass ihm noch die Bindung zum Team fehlt - was nach der kurzen gemeinsamen Zeit allerdings auch absolut nachvollziehbar war.

Bei Glöckner ist die Pleite gegen Dortmund abgehakt, was aber schon ein wenig gedauert hat: "Die Chancenverwertung war in diesem Spiel einfach schlecht, darüber muss man natürlich dann auch sprechen." Und weiter: "Doch solche Spiele gibt es in jeder Saison. Es ist jetzt wichtig, dass wir das aus den Köpfen bekommen."

Die Chance zur Wiedergutmachung ist in Würzburg da und bereits 2 Tage später könnte schon nachgelegt werden: Dienstag gastiert Viktoria Köln in Mannheim.

 

Letzte Änderung am Freitag, 21 Januar 2022

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