Samstag, 28. Mai 2022

"Es wurde ein Corona-Test verschwiegen" - Waldhof Präsident Bernd Beetz äußert sich zur Freistellung von Jochen Kientz

erstellt am Mittwoch, 03 November 2021
Archivbild: SV Waldhof - Präsident Bernd Beetz . Er beantwortete bei der Talkrunde viele Fragen der Waldhof-Fans. Archivbild: SV Waldhof - Präsident Bernd Beetz . Er beantwortete bei der Talkrunde viele Fragen der Waldhof-Fans. Bild: AS Sportfoto

sport-kurier. In den letzten 1, 2 Wochen war hinter den Kulissen des SV Waldhof Mannheim viel Unruhe.

Zunächst mussten 17 Spieler in eine Corona Quarantäne, was dazu führte, dass das Spiel bei 1860 München abgesagt werden musste. Kaum waren fast alle wieder an Bord, wurde der Sportliche Leiter Jochen Kientz freigestellt.

Über den genauen Grund der Trennung wurde Stillschweigen vereinbart, was zu weiterer Unruhe führte. Seit Dienstag herrscht jetzt nun Klarheit. Bei einer Fragerunde im Fanshop Waldhof Welt, bei der Fans Fragen an Präsident Bernd Beetz und seinen Sohn Christian, der als Aufsichtsratsvorsitzender arbeitet, stellen konnten.

Auf die Frage weshalb Kientz entlassen wurde, antwortete Bernd Beetz: "Es wurde ein Coronatest verschwiegen. Mitarbeiter wurden angewiesen die Geschäftsleitung nicht zu informieren. Es war ein klarer Verstoß. Da konnte der Aufsichtsrat nicht anders handeln." Und Christian Beetz ergänzte: "Der Geschäftsführer hat dann den Aufsichtsrat informiert und wir haben daraufhin sofort den DFB und das Gesundheitsamt eingeschaltet, weil ein drohender Punktabzug eben keine Option war."

Spannend bleibt, wer Kientz beerben wird, schließlich muss der Kader für die neue Saison geplant werden und auch im Winter sind Verstärkungen angedacht. "Wir werden momentan mit Bewerbungen überflutet. Ich bin wirklich positiv überrascht, wer alles Sportlicher Leiter beim SV Waldhof werden will."

Jochen Kientz stolperte über den Corona-Vorfall.                      Bild: AS Sportfoto

Offenbar blickt man demnach in eine rosige Zukunft. Was man auch daran sehen würde, dass man auf einem guten Weg ist, seine Leistungsträger zu halten. Laut Bernd Beetz werden hier die "Chancen immer größer. Wir sind ein sehr attraktiver Verein und wieder eine Hausnummer im Fußball. Hinzu kommt unsere super Fanszene."

Ein Problem ist und bleibe das Carl-Benz-Stadion. Zumindest dann, wenn man den Aufstieg in die Zweite Liga schaffen sollte. Dann wäre es laut Beetz Senior nicht mehr tauglich. "Wir lieben das Carl-Benz-Stadion alle, aber die Zweite Liga ist dort nicht darstellbar. Ich sage es mal banal, wir kriegen nicht genug Strom ins Stadion. Die Frage ist da: Rasen-Heizung oder warmes Bier? Wir bekommen kaum Fernseh-Übertragungen hin."

Sorgen, dass Beetz dem SV Waldhof den Rücken kehren könnte, falls man - wie angedacht - in den nächsten beiden Jahren nicht aufsteigen sollte, sind laut dem Gönner unbegründet: "Wenn man bei uns beiden die Adern aufschneidet, kommt blau-schwarzes Blut heraus. Wir sind immer dabei." Allerdings stellt sich diese Frage für ihn gar nicht. Bernd Beetz stellt klar: "Wir werden aufsteigen."

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 03 November 2021

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