Dienstag, 30. November 2021

Das Hoffen auf das nächste Wunder - Der SV Waldhof empfängt Union Berlin im DFB Pokal

erstellt am Montag, 25 Oktober 2021
Die Waldhöfer-Anhänger könnten sich als 12. Mann im DFB Pokal gegen den Bundesligisten aus Berlin erweisen. Die Waldhöfer-Anhänger könnten sich als 12. Mann im DFB Pokal gegen den Bundesligisten aus Berlin erweisen. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Eigentlich kann der SV Waldhof sich glücklich schätzen.

Nachdem man sich über den Sieg im kleinen Badischen Fußball Pokal die Eintrittskarte in den DFB Pokal gesichert hatte, zog man das große Los: Die Blauschwarzen trafen auf den Bundesligisten Eintracht Frankfurt, den man danach sensationell mit 2:0 aus dem Wettbewerb warf. Und weil es so schön war, geht es eigentlich genau so weiter, denn in der 2. Runde, die am Mittwoch ab 18.30 Uhr im Mannheimer Carl Benz Stadion angepfiffen wird, bekommt man es erneut mit einem Bundesligisten zu tun. Dieses Mal geht es gegen Union Berlin. Ein Los, das den Mannheimern unter Coronabedingungen ein nahezu ausverkauftes Haus bescheren wird. Rund 14000 Fans werden wohl im Stadion sein.

Und auch diese Aufgabe scheint machbar zu sein, wobei das eben täuscht, denn Union ist nicht mit der Eintracht vom Saisonstart zu vergleichen. Damals befanden sich die Frankfurter in einem großen Umbruch, wussten noch nicht wo sie stehen. Union weiß das ganz genau. Die Hauptstädter sind sogar im Europa Pokal dabei und haben eine funktionierende Mannschaft, die in der Defensive sehr gut aufgestellt ist und vorne drin unter anderem einen Ausnahmekönner wie Max Kruse aufbieten kann. Er ist ein Spieler, der es aufgrund seiner Leistungen der letzten Jahre eigentlich auch mal wieder verdient hätte in der deutschen Nationalmannschaft aufzulaufen. 14 Spiele hat er für die A-Auswahl bisher auf dem Buckel. Ihn zu stoppen, grenzt an Schwerstarbeit.

Vor allem für den schwer von Corona gebeutelten SVW. Die Personaldecke ist dünn und die Innenverteidigung eine Art Experimentierfeld. Kapitän Marcel Seegert wird spielen können, Jesper Verlaat nicht. Er gehört zu den Spielern, die beim 1:1 gegen Zwickau noch nicht einmal im Kader standen. Dass er nun für den Pokal zurückkommt und man eine schwere Verletzung riskiert, gilt als unwahrscheinlich.

Waldhofs Marcel Seegert (Nr. 5) beim Kopfball. Spiel SV Waldhof gegen den FSV Zwickau. Foto: Alfio Marino

In Fankreisen wird ohnehin viel spekuliert, der ein oder andere tippt sogar darauf, dass Trainer Patrick Glöckner die Kräfte schonen konnte, um 3 Tage später im Ligaderby gegen Saarbrücken seine derzeit beste Elf aufbieten zu können. Gegen die Saarländer wäre ein Sieg nämlich besonders wichtig, wenn man oben an der Tabellenspitze dran bleiben will.

Andererseits deutet vieles darauf hin, dass Glöckner an seiner Zwickau Formation festhält, in der die besten derzeit verfügbaren Spieler standen. Und das aus einem simplen Grund: Die Spieler, die auf der Bank saßen, darunter beispielsweise ein Joseph Boyamba hatten bis Samstag aufgrund der Quarantäne nur eine Trainingseinheit in den Knochen und dementsprechend kaum Luft "für mehr als 10 oder 15 Minuten", sagte Glöckner.

Und ausgerechnet jetzt befindet man sich mitten in einer englischen Woche. Marcel Seegert ist dennoch zuversichtlich: "Wir haben in der Vergangenheit gezeigt, dass wir in englischen Wochen eigentlich ganz gut zurechtkommen. Im Januar hatten wir mal 7 Spiele in 20 Tagen." Und weiter: "Wir sollten am Mittwoch deshalb alles raushauen. Wir können nur gewinnen. Bei Flutlichtspielen ist beim Waldhof schon viel passiert. Vielleicht können wir noch ein Wunder schaffen."

 

 

Letzte Änderung am Montag, 25 Oktober 2021

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