Sonntag, 19. September 2021

4 Rote Karten ++ Überzahlvorteil nicht genutzt ++ 0:0 zwischen dem 1. FCK und dem SV Waldhof

erstellt am Samstag, 11 September 2021
Wegen einer Notbremse von Marvin Senger (1. FC Kaiserslautern, Nr 3) an Adrien Lebeau (SV Waldhof Mannheim, #20) der alleine auf’s Tor zurannte, bekam der Spieler des 1. FC Kaiserslautern die rote Karte. Wegen einer Notbremse von Marvin Senger (1. FC Kaiserslautern, Nr 3) an Adrien Lebeau (SV Waldhof Mannheim, #20) der alleine auf’s Tor zurannte, bekam der Spieler des 1. FC Kaiserslautern die rote Karte. Foto: Alfio Marino

sport-kurier. Ein 0:0 am Betzenberg - damit kann man eigentlich in der Regel gut leben.

Dieses Mal aber nicht. Denn wenn man über 50 Minuten zwei Mann mehr auf dem Platz hat, muss man einfach als Sieger vom Platz gehen. Genau dies schaffte der SV Waldhof Mannheim am Samstag beim 1. FC Kaiserslautern nicht. "Für uns ist dieses Ergebnis natürlich bitter", betonte Waldhofs Mittelfeldmann Marco Höger bei Magentasport, "wir haben vielleicht noch nicht diese Abgezockheit das zu Ende zu spielen."

Es war eine erste Halbzeit, die man so schnell nicht vergessen wird und das nicht etwa, weil so viele Tore oder Chancen herausgespielt wurden. Nein weil es satte vier rote Karten gab. Zwei für Spieler des FCK, eine für Jochen Kientz, den Sportlichen Leiter des Blauschwarzen, und eine für Florian Dick, den Teammanager der "Roten Teufel".

Joseph Boyamba (SV Waldhof Mannheim, #9) im Zweikampf gegen Boris Tomiak (1. FC Kaiserslautern, Nr. 2).     Foto: Alfio Marino

Doch der Reihe nach: Der SVW begann konzentriert und hielt voll dagegen. Auf keinen Fall wollte man sich ähnlich präsentieren wie beim letzten Aufeinandertreffen, als der FCK in Mannheim auf sehr wenig Gegenwehr stieß und mit 0:2 verlor.

So entwickelte sich ein hart geführtes Derby, das in der 23. Minute erstmals völlig aus dem Ruder geriet. Nachdem Lauterns Redondo Saghiri von hinten vorsätzlich und ohne Möglichkeit den Ball zu spielen, von den Beinen holte, kassierte er die rote Karte. Die bekam auch Kientz unter die Nase gehalten, weil er auf den Platz stürmte und erst von Ordnern unter Kontrolle gebracht werden konnte. Zur Einordnung: Redondos Foul war hart, eine gelbe Karte hätte es aber auch getan.

Was war hier nur los? Spätestens nun war es nur noch Kampf, ständig lagen Spieler auf dem Boden. Es hagelte gelbe Karten und eine weitere rote: Waldhofs Franzose Lebeau wird an der Strafraumkante nach einem Konter von Senger abgeräumt - ein Platzverweis, der diesmal berechtigt war. Denn Lebeau wäre durch gewesen, hätte eine freie Schussbahn gehabt.

Es brennt im Strafraum der Lauterer. Trotz 50- minutiger zweifacher Überzahl gelang dem SVW nicht der entscheidende Treffer.    Bild: Alfio Marino

Und der letzte Platzverweis folgte kurz vor der Pause. Nach einer Rettungsaktion von Waldhofs Innenverteidiger Jesper Verlaat beschwerten sich die Hausherren über ein angebliches Handspiel des Blondschopfs. Dem war aber nicht so, was die TV-Bilder belegten. Dick hatte die nicht, meinte aber dennoch alles gesehen zu haben, rannte über 40 Meter die Linie in Richtung Eckfahne zum Linienrichter hinunter. Die logische Folge: glatt rot!

Besonders auffällig: Vor allem FCK-Kapitän Zimmer verdiente sich Bestnoten in Sachen Theatralik. Ständig wälzte er sich auf dem Boden, provozierte und leistete sich eine peinliche Aktion nach der anderen.

Dominik Martinovic (SV Waldhof Mannheim, #11) kann aus circa 10 Metern Distanz den Ball nicht im Tor des 1. FCK unterbringen. Bild: Alfio Marino

Nach der Pause zog der SVW das Spiel komplett auf seine Seite. Er ließ den Gegner kaum noch an den Ball kommen, schaffte es zunächst aber nicht, sich zwingende Chancen zu erspielen. Das änderte sich mit fortlaufender Spieldauer. In der 74. Minute scheiterte Martinovic im Fünfmeterraum aus der Drehung an FCK-Keeper Raab. Keine Minute später zog Schnatterer ab, kam aber auch nicht an Raab vorbei. Das waren 2 dicke Chancen. Die größte hatte aber der eingewechselte Costly. Er scheiterte aus 3 Metern, als er den Ball ans Außennetz schoss und nicht ins Tor.

Unter dem Strich muss festgehalten werden, dass der SVW heute eine riesige Chance verpasst hat, sich endlich mal wieder einen Sieg auf dem Betzenberg zu holen.

Kaiserslautern: Raab - Tomiak, Senger, Kraus, Hercher (86. Hanslik), Zuck - Klingenburg, Zimmer (78. Niehues), Wunderlich (78. Schad), Ritter - Redondo.
Waldhof: Königsmann - Sommer (46. Costly), Verlaat, Seegert, Rossipal (78. Donkor), Saghiri, Höger (67. Gouaida), Boyamba (67. Ekincier), Lebeau, Schnatterer - Martinovic.

Besondere Vorkommnisse: Rote Karten für Redondo (24.) und Senger (41.).

 

 

Letzte Änderung am Samstag, 11 September 2021

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