Sonntag, 29. Mai 2022

Die Rollen sind klar verteilt - Der SV Waldhof erwartet im Pokal Eintracht Frankfurt

erstellt am Freitag, 06 August 2021
Archivbild: In der Saison 19/20 standen sich beide Teams im DFB-Pokal schon einmal gegenüber. Archivbild: In der Saison 19/20 standen sich beide Teams im DFB-Pokal schon einmal gegenüber. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Wenn der SV Waldhof Mannheim die Frankfurter Eintracht am Sonntag (Spielbeginn 15.30 Uhr) in der 1. Runde des DFB Pokals im Carl-Benz-Stadion empfängt, sind die Rollen klar verteilt.

Auf der einen Seite stehen die Starspieler des Bundesligisten, die gegen die Drittligaelf der Blauschwarzen als klarer Favorit in die Begegnung gehen.

Chancen rechnet sich die Mannschaft von Trainer Patrick Glöckner trotzdem aus. Schließlich hat der Pokal ja bekanntlich immer seine eigenen Gesetze. Und wie schnell es gehen kann, dass man mal in Gefahr geraten kann, hat die Eintracht vor 2 Jahren in Mannheim erlebt. Damals führte der SVW zwischenzeitlich mit 2:0 und 3:2, um am Ende dann doch noch mit 3:5 den Kürzeren zu ziehen. Zufrieden waren danach dennoch alle, denn auch für die Waldhof Anhänger war es ein unvergessliches Erlebnis.

Glöckner stand damals noch nicht vor der Mannheimer Trainerbank, anschauen wird er sich das Spiel dennoch noch einmal und nicht nur das, Glöckner will es seiner Mannschaft vor Sonntag in Auszügen noch einmal vorspielen. "Wir werden ihnen die Tore zeigen, sie sollen sehen, welche Euphorie sie hier im Stadion entfachen können, wenn sie Tore gegen solch eine Mannschaft schießen", betont der Coach.

Ganz so viele Zuschauer wie damals werden dieses Mal nicht dabei sein, was natürlich mit den Coronavorgaben zusammenhängt. Offiziell dürfen nur etwas über 12.000 Zuschauer dabei sein. Bis Freitagmittag waren bereits 10.000 Karten abgesetzt, was beachtlich ist, schließlich konnte der Kartenverkauf erst am Mittwoch gestartet werden, weil zwischenzeitlich die Gefahr bestanden hatte, dass nur 500 Fans ins Carl-Benz-Stadion dürfen.

Glöckner freut sich auf die Fans und das Spiel: "Den Pokal zeichnet aus, dass man sich mit den Besten messen kann. Du kannst etwas schaffen, das eigentlich fast unmöglich ist", betont er. Denn in einem Ko.-Spiel, ohne Rückspiel, kannst du an einem guten Tag Dinge erreichen, die ansonsten wohl nicht drin sind."

Man hört es schon raus, der Respekt vor den Hessen ist groß. "Frankfurt hat einen Umbruch hinter sich. Sie haben sich aber schnell gefunden und spielen einen guten Ball. Auf den Positionen sind sie sehr schnell besetzt", ergänzt Glöckner.

Die eigene Taktik sieht vor, dass man geduldig und abwartend an die Sache herangeht, um bloß nicht ins offene Messer zu laufen. Wen Glöckner in der Startformation aufbieten wird, steht im Detail noch nicht fest. Fraglich ist vor allem der Kapitän. Marcel Seegert, der sich im Testspiel gegen Gießen am Alsenweg an der Schulter verletzt hatte, trainiert zwar wieder mit, ist aber wohl noch nicht ganz bei 100 Prozent. Außerdem wäre es quasi der Supergau, wenn der Abwehrchef sich gegen Frankfurt noch schwerer an der Schulter verletzen würde und dann für weitere Ligaspiele ausfallen würde. Schließlich steht die Liga über allem beim SVW.

Andererseits hat Glöckner auch im Pokal viel vor - und das aus zweierlei Gründen. Einerseits würde es einen warmen Geldregen geben und andererseits könnte eine gute Leistung gegen Frankfurt auch Flügel im Hinblick auf die Drittligasaison verleihen.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 06 August 2021

Regionalliga