Dienstag, 22. Juni 2021

SV Waldhof mit wichtigem 2:0 Auswärtssieg in Unterhaching

erstellt am Donnerstag, 06 Mai 2021
Waldhofs Garcia (blau) mit einem Treffer aus dem Hinspiel gegen Unterhaching. Auch gestern traf er erneut und das gleich zweifach. Waldhofs Garcia (blau) mit einem Treffer aus dem Hinspiel gegen Unterhaching. Auch gestern traf er erneut und das gleich zweifach. AS Sportfoto

sport-kurier. Der SV Waldhof hat den Kopf aus der Schlinge gezogen.

Dank eines überzeugenden 2:0-Sieges bei der jetzt als Absteiger feststehenden SpVgg Unterhaching kann man am Alsenweg für eine weitere Drittligasaison planen. Auch wenn mit acht Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz bei noch drei Spieltagen noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, wie auch Jesper Verlaat betonte: "Es ist noch nicht durch." Aber es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn da noch etwas anbrennt.

Bei den Hachingern hat der SVW die sogenannten "big points" gemacht und Rafael Garcia durfte sich als Matchwinner fühlen, denn beide Treffer gingen auf sein Konto (24., 60.). Sagen wir es mal so: Er war der Einzige, der seine Chancen im Spiel einigermaßen konsequent verwertete, denn die alte Waldhof-Laier gab es auch in Unterhaching wieder. Statt schon in der ersten Halbzeit den Deckel draufzumachen, musste man bis weit in die zweite Halbzeit Schwerstarbeit verrichten, um den Sieg nicht zu gefährden.

Nur mit einer 1:0-Führung dank Garcias Treffer (24.), zuvor hatte Max Christiansen die Latte getroffen, ging es trotz klarer Überlegenheit in die Pause. "Eine knappe 1:0-Führung ist immer gefährlich", bemühte Kapitän Marcel Seegert eine alte Weisheit im Fußball, doch mit Verlaat und dem Rest des Teams verteidigte er verbissen das eigene Tor und hielt bis zum Ende die Null, auch weil Keeper Timo Königsmann bei den wenigen Prüfungen auf dem Posten war (53., 57.).

Mehr Beschäftigung hatte sein Gegenüber Jo Coppens. "Dass wir nur 0:2 verloren haben zeigt, dass wir auch einen Torwart hatten", wusste Hachings Coach Arie van Lent jedenfalls ganz genau, wen er aus seinem Team hervorheben konnte. Einzig bei Garcias zweitem Tor nach einer Stunde Spielzeit musste er noch einmal hinter sich greifen, Schuld traf ihn keine. Ansonsten hielt er alles, was beispielsweise von Dominik Martinovic (51.), Anton Donkor (56.) und Dennis Jastrzembski (68.) aufs Tor kam. Gegen Arianit Ferati half ihm die Latte (55.). Und es gab noch weitere gute Waldhofmöglichkeiten, bei denen Coppens nicht eingreifen musste.

Aber auch die nur zwei erzielten Tore reichten diesmal zum Sieg, denn hinten blieb der Laden dicht. Im Verteidigen des Vorsprungs präsentierte sich das SVW-Team dabei als geschlossene Einheit, auch die Ausfälle von Marco Schuster und Mohamed Gouaida, die angeschlagen aus der Trainingswoche herauskamen, stellte sich nicht als Schwächung heraus. Zumindest nicht gegen Hachinger in dieser Verfassung. Die SpVgg ist vermutlich das tragischste Corona-Opfer. Bis zum Beginn der Pandemie war das Team noch auf Zweitligakurs, jetzt nur 14 Monate später, geht es runter in die Bayernliga.

Für den SV Waldhof dagegen ging es in der Tabelle nach zuletzt zwei Niederlagen wieder zwei Ränge nach oben (12.). Um noch besser abzuschneiden, braucht es noch Punkte. Den Anfang können die Mannheimer am kommenden Montag machen, dann kommt der Hallesche FC ins Carl-Benz-Stadion.

SpVgg Unterhaching: Coppens - Schwabl, Müller, Greger, Turtschan (46. Dombrowka) - Stierlin, Fuchs (46. Grauschopf) - Mashigo (46. Ehlich), Heinrich, Anspach (79. Seidel) - Hain (69. Stroh-Engel)
SV Waldhof: Königsmann - Costly, Verlaat, Seegert, Donkor - Jastrzembski (71. Boyamba), Christiansen, Russo, Garcia - Ferati, Martinovic (88. Gohlke)


SpVgg Unterhaching - SV Waldhof 0:2 (0:1)

Tore: 0:1 Garcia (24.), 0:2 Garcia (60.)
Schiedsrichter: Fritsch (Mainz)
Gelbe Karte: Turtschan / Jastrzembski

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 06 Mai 2021

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