Donnerstag, 06. Mai 2021

"Die Luft wird immer dünner" ++ Der SV Waldhof geht als krasser Außenseiter in das Spiel beim FC Ingolstadt

erstellt am Donnerstag, 18 März 2021
Szene aus dem Hinspiel in Mannheim. Szene aus dem Hinspiel in Mannheim. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Kommt für den SV Waldhof nach sechs sieglosen Spielen im "verflixten" siebten Spiel die Wende zum Guten?

Zu verlieren hat man definitiv nichts, am Wochenende ist der SVW krasser Außenseiter in einer Liga, in der allerdings auch jeder jeden schlagen kann.

Auf dem Papier jedenfalls "Nicht ohne" ist für den SV Waldhof das kommende Meisterschaftsspiel am Samstag um 14 Uhr beim FC Ingolstadt. Zum einen trifft der SVW auf ein absolutes Spitzenteam, welches sehr heimstark ist und den Aufstieg in die 2. Bundesliga anstrebt. Zum anderen sind SVW-Coach Patrick Glöckner und sein Ingolstadter Kollege Tomas Oral schon lange gute Kumpels. Doch einen Freundschaftsdienst kann Glöckner am Samstag nicht erwarten, denn der FCI, der im letzten Jahr in der Relegation am 1.FC Nürnberg gescheitert ist, braucht auch einen Sieg, um vom derzeitigen Relegationsplatz 3 wegzukommen und den Aufstieg auf direktem Wege zu schaffen.

Mit sieben Siegen und nur einer Niederlage aus den letzten neun Partien haben sich die "Schanzer" zuletzt sehr erfolgreich präsentiert. Die einzige Punkteteilung in diesem Zeitraum gab es am vergangenen Mittwoch beim SC Verl. Da aber hat man den Sieg leichtfertig verschenkt, stand ab der 2. Spielminute in Überzahl auf dem Platz und musste nach der Führung doch noch den Ausgleich hinnehmen.

Die letzten Gegner des FCI sahen regelrecht "rot". Am letzten Wochenende flogen gleich zwei Spieler vom SV Wehen Wiesbaden vom Feld und beim Nachholspiel in Verl am Mittwoch erwischte es wie erwähnt auch einen Spieler. Keiner der drei Feldverweise war zwingend notwendig. Beim SVW wird also cleveres Zweikampfverhalten gefragt sein. Die Defensivabteilung wird Glöckner durch das Fehlen von Max Christiansen (5.gelbe Karte) allerdings etwas umbauen müssen. Eine Rückkehr von Marcel Seegert, der nach seiner Gehirnerschütterung bis zum Donnerstag im Training noch in kein Kopfballduell ging, ist möglich, entscheidet sich aber kurzfristig.

Unter besonderer Beobachtung aber steht natürlich der Trainer selbst. "Nach solchen Ergebnissen neigt man natürlich dazu, alles schlecht zu sehen. In den letzten sechs Spielen waren wir einmal die schlechtere Mannschaft und zwar gegen Kaiserslautern. Gegen Bayern 2 und Wehen Wiesbaden müssen wir gewinnen, weil wir die klareren Chancen hatten und in den anderen drei Spielen waren wir gleichwertig", rechnet der Coach vor und bekommt mit jeder Kritik ein noch breiteres Kreuz, wie er sagt.

Große Respekt hat der Coach vor Ingolstadt. "Das ist eine ambitionierte Mannschaft mit Zweitligapersonal. Wir kennen ihre Stärken aber auch ihre Schwächen." Sehr wahrscheinlich wird Glöckner seiner Elf auch noch einmal ein paar Sequenzen aus dem Hinspiel zeigen, welches die Blauschwarzen mit dem nötigen Spielglück klar gewannen.

"Ingolstadt wird eine der schwersten Aufgabe der Liga, aber jede Serie kann reißen. Dafür muss sich jeder zerfetzen und nach zuletzt Sand im Getriebe wieder das Spielglück erzwingen. Am Ende wird abgerechnet", hofft Glöckner auf das dringend benötigte Erfolgserlebnis. Wird es aber eine klare Niederlage, dann wird für den Coach die Luft noch dünner, denn zum ersten Abstiegsplatz beträgt der Vorsprung vor dem Anpfiff nur noch sieben Punkte und mit Magdeburg und Kaiserslautern treffen der Siebzehnte und Achtzehnte der Tabelle direkt aufeinander.

 

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