Donnerstag, 06. Mai 2021

Angespannte Lage beim SV Waldhof Mannheim 07 ++ Wackelt Trainer Patrick Glöckner?

erstellt am Dienstag, 16 März 2021
Einen schweren Stand hat aktuell Waldhofs Trainer Patrick Glöckner. Einen schweren Stand hat aktuell Waldhofs Trainer Patrick Glöckner. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Die Winterpause hat gut getan, denn was war das für ein Jahresauftakt beim SV Waldhof.

Trotz drei englischer Wochen in Folge holten die Blauschwarzen im Januar 15 Punkte in sieben Spielen und avancierten so zur Mannschaft der Stunde in der 3. Liga. Vergessen waren die teils hohen Niederlagen im Dezember.

Dann kam im Februar der 1.FC Kaiserslautern und gewann mit 2:0 in Mannheim. Seither scheint der Faden wie gerissen. Gegen Wehen Wiesbaden kassierte der SVW kurz vor dem Ende ein unverdientes Gegentor und unterlag. Eine Woche später ging dem Siegtreffer von Hansa Rostock in einem typischen 0:0-Spiel ein falscher Einwurf voraus. In Magdeburg holte das Glöckner-Team wenigstens noch ein Unentschieden, aber gegen Meppen war es ein trostloser Auftritt, die in eine weitere Niederlage mündete. Wieder einmal nutzte der Gegner eine der wenigen Unaufmerksamkeiten des SVW brutal aus.

Einzig das Heimspiel gegen Bayern München 2 brachte mehr Licht als Schatten. Nur zwei Punkte aus den letzten sechs Partien lautet somit die Bilanz und der Trainer bestätigt eine "Ergebniskrise". Nun hat der SVW wohl wieder eine Pause dringend nötig und die kommt auch. Denn das letzte März-Wochenende ist für die 3. Liga Länderspielpause. Dass danach aber noch Glöckner am Ostersamstag gegen Zwickau auf der Bank des SVW sitzt, scheint längst nicht mehr sicher.

Die Kritik am Übungsleiter nimmt mit jedem weiteren sieglosen Spiel zu, sowohl extern als auch intern. Die Fans nehmen bekanntlich kein Blatt vor den Mund und kritisieren in den entsprechenden Foren Mannschaft und Trainer. Auch intern ist man, so wird gemunkelt, mit der Arbeit des Coaches nicht mehr so ganz einverstanden. Das früher gute Verhältnis von Geschäftsführer Markus Kompp und dem Sportlichen Leiter Jochen Kientz, der bislang zum Trainer hielt, sei angespannt, heißt es. Vom begeisternden Offensivfußball, den das Team in der Vorrunde zeigte, wo man aber auch viele Tore kassierte, ist man ja auch weit entfernt. Glöckner spricht von der richtigen Balance zwischen Offensive und Defensive, die man finden müsse.

An ein paar Schrauben hat Glöckner erfolgreich drehen können. Mit 41 Gegentoren, genau so viele wie der Tabellenletzte VfB Lübeck, ist der SVW zwar immer noch eine der schwächeren Defensiven in der Liga, aber die Abwehr ist stabiler geworden. Es geht jedoch zu Lasten der Offensive. Nur drei Treffer gelangen in den letzten sechs Partien. Für die Harmlosigkeit im Angriff gibt es derzeit keine plausible Erklärung, denn die ein oder andere klare Chance hat der SVW in den letzten Wochen definitiv liegengelassen. Das Formtief bei Leistungsträgern der Vorrunde ist derzeit unübersehbar.

Zu erklären ist es einerseits so, dass denjenigen, die oft gespielt haben, die geistige Frische zu fehlen scheint. Zum zweiten mussten Spieler, die aus längeren Verletzungspausen kamen, ohne vorherigen Einsatz bei Vorbereitungs- oder Testspielen gleich von null auf hundert gehen. Nun stecken einige in einem zumindest mittelgroßen Loch.

Die Nerven sollten alle noch im Griff haben, denn derzeit herrscht noch keine akute Abstiegsgefahr. Das Abrutschen in der Tabelle geschieht jedoch schleichend Woche für Woche und der Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz beträgt in einer aufgrund der ausstehenden Nachholspiele nur bedingt aussagekräftigen Tabelle nur noch neun Punkte.

Und nun steht die hohe Hürde FC Ingolstadt bevor. Personell ist die Lage des SVW gegen den heimstarken Aufstiegsfavoriten noch angespannt. Schon gegen Meppen fehlten nicht nur die Langzeitverletzten Dorian Diring und Onur Ünlücifci, sondern auch Marcel Seegert, Gerrit Gohlke, Marcel Hofrath, Gillian Jurcher, Jan Just, Manfred Osei Kwadwo, Benedict dos Santos und Mohamed Gouaida. Letzterer ist gegen Ingolstadt wieder dabei, dafür fehlen dann die gelbgesperrten Marcel Gottschling und Max Christiansen.

Eine weitere Niederlage ist unter solchen Voraussetzungen wahrscheinlicher als ein Auswärtssieg. Die nachfolgende Punktspielpause kommt vermutlich gerade recht.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 16 März 2021

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