Freitag, 26. Februar 2021

Die 3. Niederlage in Serie - Der SV Waldhof verliert auch in Rostock mit 0:1

erstellt am Sonntag, 21 Februar 2021
Drei Niederlagen in Folge, ohne eigenen Treffer, lassen auch SVW-Coach Patrick Glöckner (Bildmitte) etwas ratlos erscheinen. Drei Niederlagen in Folge, ohne eigenen Treffer, lassen auch SVW-Coach Patrick Glöckner (Bildmitte) etwas ratlos erscheinen. Bild: Alfio Marino

sport-kurier. Das hatte man sich im Lager des SV Waldhof Mannheim ganz anders vorgestellt.

Von der weitesten Auswärtsfahrt in dieser Saison der 3. Liga wollte man unbedingt etwas Zählbares mitbringen. Unter dem Strich blieb für die Mannheimer aber nichts hängen, denn bei Hansa Rostock kam man nicht über eine 0:1 (0:1) Niederlage hinaus. Es war zugleich die 3. Pleite im 3. Spiel nacheinander. "Wir haben ein Spiel mit viel Engagement gesehen, aber ohne zwingende Torchancen", betonte Waldhofs Trainer Patrick Glöckner nach der Partie, "die ersten 20,25 Minuten sah es bei uns im Ballbesitz ordentlich aus, aber das ist nicht das, um das es geht."

Die Geschichte des Spiels ist eigentlich sehr schnell erzählt. Wie bei der letzten 0:1 Niederlage zuhause gegen Wiesbaden stand die Defensive des SV Waldhof sicher, ließ sich aber dennoch ein Mal überrumpeln. In der 22. Minute führte - das Wiesbaden Spiel lässt grüßen - wieder ein Einwurf zum Tor des Tages. Auf Höhe der Strafraumkante wurde der Ball in der Mannheimer Strafraum geworfen. Nach einer Kopfball-Verlängerung und Hakenablage der Rostocker kam Nico Neidhart frei zum Schuss und versenkte den Ball sehenswert im Waldhof-Tor. Torhüter Timo Königsmann konnte man da keinen Vorwurf machen. Seinen Vorderleuten dagegen schon.

So lief man erneut einem Tor hinterher und da tut man sich schwer. Kampf und Leidenschaft waren da, aber die Präzision fehlte komplett. Schließlich suchte man Torchancen der Waldhöfer über 90 Minuten vergeblich. Immer, wenn es hätte brenzlig werden können, kam der letzte Pass nicht an oder man verstolperte im letzten Moment. Mit viel Wohlwollen könnte man den Schuss von Dominik Martinovic in der 35. Minute als Chance durchgehen lassen. Doch das Tor verfehlte er dann doch recht deutlich.

In den letzten Spielen musste sich Glöckner häufig den Vorwurf gefallen lassen, dass er zu spät wechseln würde. Dieses Mal war das anders. In der 46. Minute gab es einen Doppelwechsel: Mohamed Gouadia kam für Hamza Saghiri und Martinovic machte Platz für Anthony Roczen.

Durch Roczen, der ein Gardemaß von 1,93 Meter mitbringt, erhoffte man sich mehr Durchschlagskraft im Luftkampf. Doch die Rechnung ging nicht auf. Waldhof war bemüht, lief an, fand aber über 90 Minuten keine Lücken. Das musste selbst Glöckner anerkennen. "Wir haben uns heute keine Chance herausgespielt, an die ich mich erinnern könnte", erklärte er.

Als "magisches" Ziel fallen im Umfeld des SVW immer wieder die 47 Punkte, denn die müssten definitiv reichen, um in der 3. Liga am Ende die Klasse halten zu können. Die Blauschwarzen stehen derzeit nach wie vor bei 33. Genug Spiele, um die Differenz von 14 Punkten noch auszugleichen, bleiben allemal noch übrig. Doch wenn man die jüngsten Leistungen als Maßstab nimmt, dann dürfte jedem schnell klar werden, dass das kein Selbstläufer für die Mannschaft von Trainer Glöckner wird.

Doch ob man am Ende wirklich 47 Punkte brauchen wird, erscheint fraglich zu sein. Denn so bitter die Ausbeute der Quadratestädter in den letzten 3 Begegnungen auch war, es gibt Teams, die sind noch deutlich schlechter. Sie kommen im Keller nicht vom Fleck. Doch das Tabellenbild ist irgendwo auch trügerisch: Einige Mannschaften haben durch Spielausfälle noch ein paar Partien in der Hinterhand.

Rostock: Kolke - Neidhart, Riedel, Löhmannsröben (60. Roßbach), Scherff - Rother (89. Daedlow), Rhein, Omladic (71. Farrona-Pulido), Bahn, Türpitz (60. Schwede) - Breier (71. Lauberbach)
SV Waldhof: Königsmann - Gohlke, Verlaat (79. Marx), Seegert, Donkor (55. Osei Kwadwo) - Christiansen, Schuster, Costly, Saghiri (46. Gouaida), Jastrzembski - Martinovic (46. Roczen)

Tore: 1:0 Neidhart (22). Schiedsrichter: Martin Thomsen (Kleve)

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 21 Februar 2021

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