Mittwoch, 05. August 2020

"Große Wehmut" ++ Letztes Spiel für Bernhard Trares auf der Waldhof-Bank

erstellt am Freitag, 03 Juli 2020
Für Trainer Bernhard Trares (rechts) und Co-Trainer Benjamin Sachs (links) ist es das letzte Spiel in Diensten des SV Waldhof. Für Trainer Bernhard Trares (rechts) und Co-Trainer Benjamin Sachs (links) ist es das letzte Spiel in Diensten des SV Waldhof. AS Sportfoto

sport-kurier. "Ich verspüre schon große Wehmut bei diesem Spiel.

Ich werde immer positiv an diese Zeit zurückdenken", heißt es für Waldhof-Coach Bernhard Trares am Samstag mit dem Spiel gegen den FSV Zwickau die Trainerbank zu räumen.

Der 54-jährige, der ein neues Vertragsangebot ablehnte, ist mit sich im reinen. Sportlich hat er das Optimum herausgeholt, da wird der Nachfolger ein schweres Erbe antreten. Unter Trares verlor der SVW über zwei Jahre lang kein einziges Auswärtsspiel. In Zahlen heißt das: 32 Partien in Folge ungeschlagen.

Trares erwähnte in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich die Bedeutung der Fans. "Schade, dass am Samstag kein Publikum da sein kann. Die Fans haben einen Riesenanteil an unserer Auswärtsserie. Insgesamt war es eine sehr turbulente und intensive Zeit, wenn man bedenkt, was in den zweieinhalb Jahren alles passiert ist", blickt er zurück und denkt dabei u. a. auch an das Relegationsspiel gegen KFC Uerdingen, welches zum Abbruch kam. Am Ende wurde doch noch alles gut und Trares übergibt seinem Nachfolger einen Drittligisten, der die Klasse anders als der kommende Gegner schon frühzeitig gesichert hat und sogar Aufstiegschancen hatte.

"Gegen Zwickau wollen wir die Serie mit einem Sieg abschließen. Ich erwarte aber ein brutal schweres Spiel, Zwickau agiert viel mit hohen Bällen und spekuliert auf zweite Bälle. Wir müssen am Samstag nochmal alles raushauen, um die Punkte in Mannheim zu behalten", sagt Trares über seinen letzten Gegner als Waldhof-Trainer.

Ob Markus Scholz, der aufgrund der Verletzung von Timo Königsmann in Braunschweig das Tor hütete, wieder spielen wird, ließ Trares offen. Königsmann wäre, so war herauszuhören, wieder einsatzfähig. Während Waldhof mit einem Sieg in der Tabelle noch etwas nach oben rutschen kann, geht es für die Gäste aus Westsachsen um wesentlich mehr. Nach zwei Siegen gegen Braunschweig und Chemnitz steht der FSV jetzt auf dem rettenden 16. Platz.

Somit kann Zwickau aus eigener Kraft den Klassenverbleib schaffen und wird alles, was möglich ist, in die Waagschale werfen. Im Hinspiel holten die Waldhöfer mit einem knappen 1:0 die drei Punkte. Jetzt will das Team auch das Rückspiel gewinnen, um Trares einen würdigen Abschied zu bereiten.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 03 Juli 2020

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