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Mit dem Rücken zur Wand ++ Der FCA Walldorf hängt in der Regionalliga Südwest unten fest

erstellt am Montag, 24 Dezember 2018
Mit dem Rücken zur Wand ++ Der FCA Walldorf hängt in der Regionalliga Südwest unten fest Bild: AS Sportfotos

Die Stadien des SV Sandhausen und des FC Astoria Walldorf liegen nur einen Katzensprung voneinander entfernt.

Und auch ansonsten verbindet die beiden Vereine in dieser Saison viel. Ihnen droht das gleiche Schicksal - und zwar der Abstieg. Während die Sandhäuser in der 2. Liga ums Überleben kämpfen, steht Walldorf in der Regionalliga Süd-West mit dem Rücken zur Wand. Dabei hatten sich beide eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt.

In Walldorf ging man mit der Zielsetzung in die Saison, sie besser zu beenden als die Vorsaison. Sprich, da man die Spielzeit 2017/2018 als Tabellen-Elfter abschloss, sollte es ein Platz unter den ersten zehn Mannschaften sein. Hinzu kam, dass Cheftrainer Matthias Born ganz offen davon sprach, den Badischen Pokal gewinnen zu wollen. Dort ist man bereits ausgeschieden und auch in der Meisterschaft ist man meilenweit vom eigentlichen Ziel entfernt.

Denn um sich noch unter die Top 10 schieben zu können, bedarf es schon eines Fußballwunders: Die Born-Elf überwintert als Vorletzter, hat 4 Siege, 5 Unentschieden und 11 Niederlagen auf dem Konto. Das ergibt 17 Punkte. Das vorrangige Ziel wird es zunächst deshalb erst einmal sein, sich auf einen Nichtabstiegsplatz zu schieben, dass das 5. Jahr in der Regionalliga nicht vorerst das letzte wird. Doch das hört sich leichter an als es ist: Der erste sichere Nichtabstiegsplatz ist der 13. Und den hat mit der Wormatia aus Worms eine Mannschaft inne, die sich sicher auch weiter oben sieht. Worms hat momentan 19 Zähler gesammelt.

Und ab dem 12. Rang geht es dann steil aufwärts: Der FSV Frankfurt hat bereits 23 Punkte angehäuft. Die Gründe für den Walldorfer Absturz sind vielfältig, hängen aber sicher auch mit dem ein oder anderen Abgang zusammen. Schwer wiegt beispielsweise der Verlust von Marcel Carl, der vor der Saison nach Saarbrücken wechselte und davor in Walldorf ein Torgarant war: 15 Treffer hatte er für die Kurpfälzer erzielt und somit einen wesentlichen Anteil an den mitunter sehr starken Leistungen der Vorsaison.

Und ein weiterer Leistungsträger verabschiedete sich zum SV Waldhof Mannheim. Die Rede ist von Timo Kern, der beim SVW sofort eine bedeutende Rolle einnehmen konnte und das vollste Vertrauen von Waldhof-Trainer Bernhard Trares genießt. Dass Walldorf trotzdem noch zu Topleistungen fähig ist, hat man im bisherigen Saisonverlauf dennoch unter Beweis gestellt. In Erinnerung geblieben ist da vor allem das 3:3 Unentschieden im Mannheimer Carl-Benz-Stadion gegen Spitzenreiter Waldhof. Und auch bei der 0:2 Pleite im Badischen Pokal gegen den Drittligisten Karlsruher SC verkaufte man sich phasenweise gut.

Kaufen kann man sich für solche Leistungen aber nichts. Es stellt sich vielmehr die Frage, warum man seine PS gegen die kleineren Mannschaften nicht auch entsprechend auf den Rasen bringt. Born wird die Winterpause nun nutzen, um eine ordentliche Vorbereitung hinzulegen. Helfen würde sicherlich auch der ein oder andere Neuzugang. Andernfalls könnte das 5. Jahr in der vierthöchsten Spielklasse in Deutschland wirklich mit dem Gang in die Oberliga enden. Problematisch wäre das zudem auch noch aus einem anderen Grund, denn wenn die Erste runter geht, kann die Zweite, die in der Verbandsliga durchaus Chancen auf die direkte Rückkehr in die Oberliga hat, nicht hoch. Zwei Mannschaften in einer Liga wären nämlich eine zu viel.

 

Erschienen auch in unserer sport-kurier Printausgabe vom 20.12.18

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 24 Dezember 2018

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