Freitag, 07. Mai 2021

"Es hat nicht gepasst" ++ Thorsten Kniehl verlässt den Landesligisten ASC Neuenheim

erstellt am Dienstag, 04 Mai 2021
Archivbild: Thorsten Kniehl (blau) am Ball. Hier noch im Trikot des FV Fortuna Hededsheim - Aufstiegsspiel vs. VfR Gommersdorf. Archivbild: Thorsten Kniehl (blau) am Ball. Hier noch im Trikot des FV Fortuna Hededsheim - Aufstiegsspiel vs. VfR Gommersdorf. Bild: Marino

sport-kurier. Nach nur einer Spielzeit verlässt Torjäger Thorsten Kniehl den Landesligisten ASC Neuenheim wieder.

"Es gab ein offenes Gespräch mit Trainer Uli Brecht. Wir gehen da im Guten auseinander", sagt der 29-jährige, der derzeit auf Vereinssuche ist.

Besonders erfolgreich verlief die Saison für Kniehl und die Neuenheimer nicht, nur zwei Siegen standen fünf Niederlagen gegenüber. Die Anatomen lagen bei Saisonabbruch somit auf einem Abstiegsplatz. Es gab mehrere Gründe für Kniehl, die Zelte in Neuenheim abzubrechen.

"Es hat nicht gepasst. Ich habe mich da nicht wohlgefühlt. Es gab viele Probleme intern. Zum einen innerhalb der Mannschaft mit einer gewissen Grüppchenbildung. Man hat sich gegenseitig nichts gegönnt und somit fehlte der Teamspirit. Mir war auch zu wenig Zug im Training. Zum zweiten gab es auch Probleme innerhalb des Trainerteams. Bei Uli Brecht stand eine Entlassung im Raum, der Co-Trainer Hofbauer wollte aufhören und war dann doch wieder zurückgekommen", schaut Kniehl auf turbulente Tage beim ASC zurück.

Kniehl, der in Leimen bei der Polizeibehörde arbeitet, störte auch die lange Anfahrtszeit, weil er unterwegs auch noch einen Mitspieler aufsammelte. In den zehn Partien, die er für Neuenheim bestritt, gelangen ihm schlussendlich drei Treffer. Doch seine Referenzen sind alles andere als schlecht. Mit Fortuna Heddesheim und SV Sandhausen 2 trug er mit seinen Treffern maßgeblich zum Aufstieg bei und auch die TSG Weinheim und der VfB Leimen profitierten in der Vergangenheit von Toren der Marke Kniehl.

Und was bringt die Zukunft? Kniehl verspürt keinen Zeitdruck oder Stress. "Ich habe schon das ein oder andere Gespräch geführt und es gibt auch noch weitere Anfragen. Natürlich wollen die Vereine irgendwann auch mal planen", kann sich der Torjäger vorstellen, dass eine Entscheidung auch sehr zeitnah fallen kann. "Ich habe oft um den Aufstieg gespielt. Es war immer mein Anspruch, bei einem ambitionierten Club zu spielen, der eine Perspektive aufzeigt", ist sein eigener Anspruch.

Ein Problem muss Kniehl mit seinem künftigen Verein aber lösen. "Wenn ich Spätdienst habe, kann ich abends nicht trainieren", bedauert er. An fehlender Fitness aber wird es nicht scheitern, denn er macht nicht nur viele Laufeinheiten, sondern trainiert auch noch zweimal in der Woche mit seinem Fitnesstrainer. Beim Saisonstart, wann immer er auch sein mag, kann sich Kniehls künftiger Verein demnach auf einen topfitten Spieler freuen.

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 04 Mai 2021

Landesliga Rhein-Neckar