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"Alle sind glücklich" ++ Serif Gürsoy über den Höhenflug von Türkspor Mannheim

erstellt am Dienstag, 22 September 2020
Fast immer einen Schritt schneller als ihre Gegner sind derzeit die Spieler von Türkspor Mannheim, wie hier Njaga Manneh (rot) auf unserem Archivbild Fast immer einen Schritt schneller als ihre Gegner sind derzeit die Spieler von Türkspor Mannheim, wie hier Njaga Manneh (rot) auf unserem Archivbild Bild: Berno Nix

sport-kurier. Vor der Saison tippten viele Experten, dass einer der Heidelberger Vereine in diesem Jahr in der Landesliga Rhein-Neckar die Nase vorne haben wird.

Doch auch Mannheimer Teams finden sich nach fünf Spieltagen in der Spitzengruppe wieder. Neben dem VfL Kurpfalz Neckarau ist der FC Türkspor Mannheim zu nennen. Mit zehn Punkten aus vier Spielen rangiert der FC Türkspor momentan auf dem dritten Tabellenplatz.

"Wir hatten jetzt noch nicht die ganz schweren Gegner, aber momentan sind alle zufrieden und glücklich", sagt Trainer Serif Gürsoy. Gemeinsam mit Caner Dönmez leitet er die Trainingseinheiten bei den Halbmondkickern. "Ich habe Caner dazugeholt. Wir kennen uns schon seit 20 Jahren und sind auch familiär verbunden. Das Training gestalten wir beide zusammen und gleichberechtigt", liegt bei Türkspor die Verantwortung auf zwei Schultern.

"Wir hatten uns schon vorgenommen, unter den ersten sechs Mannschaften mitzuspielen", war das Saisonziel des Trainergespanns von Anfang an ambitioniert. Dass es so gut läuft, hat für Gürsoy vor allem zwei Gründe: "Unsere türkischstämmigen Spieler haben wir alle topfit gekriegt. Wegen Corona gab es keine langen urlaubsbedingten Abwesenheiten", verweist er auf die hohe Trainingsbeteiligung seit Beginn der Vorbereitung.

Und auch in der Mannschaft passt es. Neuzugang Dominik Wallerus ("Ich kann es kaum glauben, aber Dominik hat jetzt 10 Kilogramm abgenommen", sagt Güsoy) schlug gleich ein und harmoniert mit Cem Kuloglu optimal. Neben Kuloglu, der schon auf fünf Saisontreffer kommt, hält Gürsoy auch von Kadir Seker große Stücke. Der Mittelfeldspieler traf auch schon zweimal ins Schwarze. Und auch von der Ersatzbank konnte Türkspor in den bisherigen Spielen gut nachlegen.

Mittlerweile hat sich der Kader aber schon verändert. Grigoris Giannopoulos kam im Sommer neu dazu und ist schon wieder zurück bei Enosis. Murat Efe hat ganz aufgehört aufgrund seiner Verletzung und Sencer Koc wechselte zu Hochstätt Türkspor. "Vielleicht müssen wir personell noch etwas machen. Auf der Acht und in der Innenverteidigung bestünde noch Bedarf", will Gürsoy weitere Neuzugänge nicht ausschließen.

Das nächste Spiel hat für Gürsoy schon etwas richtungsweisenden Charakter. "Gegen St. Ilgen am Wochenende wird es schwer. Da wird sich zeigen, ob wir oben mitspielen können", geht sein Blick nach vorne. Letztlich aber gibt es sowieso keine leichten Spiele für ihn. "Ich habe mir das Duell von Eppelheim gegen Horrenberg angeschaut. Da hat Eppelheim fast das ganze Spiel dominiert, die Tore hat allerdings Horrenberg geschossen", nennt er ein aktuelles Beispiel.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 22 September 2020