Samstag, 26. September 2020

Tondo: "Lassen uns keine Krise einreden" - Standardschwäche kostet Spvgg. 06 Ketsch Punkte

erstellt am Dienstag, 15 September 2020
Giuliano Tondo bleibt trotz der letzten beiden Niederlagen gelassen. Es gilt am Verhalten bei Standards zu arbeiten. Giuliano Tondo bleibt trotz der letzten beiden Niederlagen gelassen. Es gilt am Verhalten bei Standards zu arbeiten. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Ein 1:1 gegen den ASC Neuenheim, einen der Topfavoriten auf den Landesligatitel, und ein 2:0 Auswärtssieg in Kürnbach - für die Spvgg Ketsch war der Start in die Saison ein sehr guter.

Mittlerweile sind nun 4 Spieltage gespielt und die Tendenz ist eine andere: Zuletzt setzte es ein 2:6 gegen den VfL Kurpfalz Neckarau und ein 3:6 beim FV Brühl.

12 Gegentore in 2 Spielen - das kann Giuliano Tondo, dem Trainer der Ketscher, nicht gefallen. Und das tut es auch nicht: "Das sind natürlich nicht die Ergebnisse, die wir uns vorstellen, allerdings täuschen sie auch ein wenig über die wirklichen Spielverläufe hinweg", erklärt der Coach.

8 der 12 Gegentore kassierte Ketsch über Standardsituationen. Vor allem bei Eckbällen und Freistößen ist man sehr anfällig, das hatte sich auch schon in der Vorbereitung gezeigt. "Dieses Problem ist uns bewusst und wir werden es auch nochmals ansprechen und analysieren", betont Tondo, der seiner Mannschaft insgesamt keinen Vorwurf machen will und kann. Denn aus dem Spiel heraus macht man eigentlich alles richtig. "Wir stehen wirklich sehr gut, lassen kaum etwas zu. Aber es gibt trotzdem nichts schön zu reden. Diese Gegentore nach Standards müssen wir einfach abstellen."

Gründe gibt es laut ihm mehrere. Einer ist sicherlich der, dass man gerade gegen Neckarau, als man 3 Treffer nach Eckbällen und einen nach einem Freistoß kassierte, körperlich unterlegen war. "Das war so, aber kann als Entschuldigung nicht herhalten, denn selbst, wenn man kleiner ist, kann man diese Situationen besser lösen."

Verrückt machen lässt man sich in Ketsch aber noch lange nicht. Man hält nach wie vor an seinem Ziel fest, und das lautet so schnell wie möglich die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu holen. "Bislang haben wir 4 Punkte gesammelt, das ist okay, aber wir wissen, dass in dieser Liga jedes Spiel schwer ist, wir aber auch jeden schlagen können, wenn wir an unser Limit gehen."

Vorne drin läuft es bereits gut. Man trifft in jedem Spiel und findet immer wieder Lösungsansätze. Am kommenden Wochenende ist man nun erst einmal spielfrei, dennoch wird in dieser Woche dreimal trainiert und dann natürlich auch an der Standardschwäche gearbeitet. Denn die Konkurrenz schläft nicht.

Tondo: "Sie wissen ganz genau, wo sie derzeit bei uns ansetzen müssen. Sie werden versuchen zu möglichst vielen Standardsituationen zu kommen." Und weiter: "Trotzdem lassen wir uns jetzt sicher keine Krise einreden. Davon sind wir weit entfernt. Es gibt genug positive Dinge, auf die wir aufbauen können."

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 15 September 2020

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