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"Sonst hätte ich schon Konsequenzen gezogen" - Frank Eissler und seine Spvgg. 06 Ketsch hängen im Tabellenkeller fest

erstellt am Mittwoch, 09 Oktober 2019
Spielszene SV 98 Schwetzingen vs. Spvgg. 06 Ketsch. Spielszene SV 98 Schwetzingen vs. Spvgg. 06 Ketsch. Bild: Lothar Fischer

sport-kurier. Als Sympathisant der Spvgg. 06 Ketsch fällt es derzeit schwer, sich die Tabelle der Landesliga Rhein-Neckar anzuschauen.

Denn die Ketscher stehen nicht dort, wo sie gerne stehen würden. Das Gegenteil ist der Fall, aktuell grüßt die Spvgg. vom vorletzten Tabellenplatz und hat bislang nur 7 Punkte gesammelt. Eine alarmierende Situation, für die es aber Gründe gibt. Welche das sind, erklärt Trainer Frank Eissler im Interview.

Hallo Herr Eissler, worauf führen Sie denn die bisherigen Leistungen zurück?

Das hat mehrere Ursachen. Zum einen muss man einfach sagen, dass wir unsere Abgänge nicht kompensieren konnten. Wir haben gerade in der Innenverteidigung Schlüsselspieler verloren. Hinzu kommen immer wieder verletzte Spieler, die uns zurückwerfen. Sie fallen dann 4 bis 6 Wochen aus. Was auch damit zusammenhängt, dass in der Vorbereitung einige Spieler urlaubsbedingt gefehlt haben und wenn die dann zurückkommen, sind sie natürlich auch verletzungsanfällig. Insgesamt kommt dieser Saisonstart für mich deshalb nicht unbedingt überraschend.

Chancenlos war man in den bisherigen Partien aber eigentlich so gut wie nie.

Das sehe ich auch so. Wir waren so gut wie in jedem Spiel eine gewisse Zeit lang ebenbürtig. Ich weiß, dass sich das ein wenig seltsam anhört, aber so war es eben. Wir gehen ja auch mehrfach in Führung, aber sobald wir dann wieder ein Tor kassieren, beginnt das Kopfkino. Die Jungs haben dann plötzlich kein Selbstvertrauen mehr und wir verlieren am Ende.

 

Ketschs Trainer Frank Eissler will das rettende Ufer nicht aus den Augen verlieren. Bild: lofi

 

Wie sieht es denn bezüglich der verletzten Spieler aus, ist das Besserung in Sicht?

Es kommen immer wieder Spieler dazu, aber gleichzeitig fallen wieder andere weg. Ich denke, dass uns diese Situation noch bis Weihnachten begleiten wird. Und dann müssen wir eben schauen, ob wir personell noch etwas nachbessern können.

Wo drückt denn der Schuh besonders?

In der Innenverteidigung und im Sturm. Ansonsten sind wir gut aufgestellt. Es geht darum, dass wir uns insgesamt breiter aufstellen. Qualität haben wir in der Mannschaft. In der letzten Saison war es so, dass wir eher zu viele Spieler im Kader hatten. Da gab es ein wenig Unruhe, in diesem Jahr haben wir uns nun bewusst etwas verkleinert und sehen jetzt, welche Auswirkungen das hat. Da wir 3 Mannschaften haben, die am Spielbetrieb teilnehmen, ist es recht kompliziert.Unsere 3. Mannschaft ist schon zu 2 Spielen nicht angetreten. Die dürfen sich gar nichts mehr erlauben.

Aber aufgegeben hat man sich in Ketsch noch nicht oder?

Auf keinen Fall. Es ist ja noch immer alles drin. Und ich weiß genau, wie schnell es im Fußball gehen kann. Da gewinnst du zwei Mal und startest plötzlich einen Lauf in die andere Richtung. Da ist alles möglich. Ich persönlich verschwende keinen Gedanken ans aufgeben, andernfalls hätte ich schon meine Konsequenzen gezogen.

Am Samstag wartet nun das Spiel in Bammental beim Spitzenreiter ...

Ja, das ist ein Spiel, in dem du eigentlich nur gewinnen kannst, denn dort erwartet doch jetzt eigentlich jeder, dass wir deutlich abgeschossen werden.

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 09 Oktober 2019

Landesliga Rhein-Neckar