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"Nach Phönix wird es keinen Trainer Viktor Olscha mehr geben" - Der Ex-Waldhöfer über sein Engagement in der Kreisliga

erstellt am Donnerstag, 26 Oktober 2017
Victor Olscha / Archvbild Victor Olscha / Archvbild AS Sportfotos

sport-kurier. Der Name Viktor Olscha ist weit über den Fußball Kreis Mannheim hinaus bekannt.

Vor allem seine Zeit beim SV Waldhof Mannheim ist in bleibender Erinnerung geblieben. Für den Klub vom Alsenweg war der mittlerweile 59-Jährige als Spieler und als Trainer aktiv.

Weitere Trainerstationen waren unter anderem die SG Heidelberg-Kirchheim, der SV Laudenbach und Amicitia Viernheim. Seinen letzten Trainerjob hatte er in der Saison 2009/2010 inne, damals coachte er die U17 des SV Waldhof. Umso überraschender kam die Meldung, dass er ab sofort bei Phönix Mannheim als Trainer in der Kreisliga fungieren wird.

Der sport-kurier sprach mit dem ehemaligen Waldhöfer.

Hallo Herr Olscha, Ihr Comeback kommt recht überraschend. Was hat sie dazu bewegt, nach so vielen Jahren ausgerechnet wieder in der Mannheimer Kreisliga zu starten. Sie hatten doch sicher auch Angebote höherklassiger Vereine, oder?

Sicher hatte ich die. In den letzten Jahren hat sich da einiges angehäuft. Da waren interessante Sachen dabei. Aber um eines vorneweg zu nehmen: Dieses Engagement bei Phönix Mannheim hat nur etwas mit meiner engen Freundschaft zu Kosta Cafaltzis, dem Mannschaftsarzt des SV Waldhof, zu tun. Er engagiert sich sehr bei Phönix. Wir kennen uns schon sehr lange und ich will ihm und Phönix helfen, dass sie ihre Ziele erreichen. Und noch etwas ist ganz klar: Den Trainer Viktor Olscha wird es nach dieser Zeit bei Phönix nicht mehr geben.

Demnach läuft ihr Vertrag nur für diese Saison?

Ja, so ist es vereinbart. Falls ich aber merken sollte, dass ich die Mannschaft nicht erreiche, muss man das nochmals überdenken. Oder falls vielleicht nur sechs Mann zum Training erscheinen sollten. Dafür würde man dann nämlich keinen Trainer brauchen.

Warum haben Sie denn mit dem Trainergeschäft abgeschlossen?

Wissen Sie, ich war 35 Jahre im Fußballgeschäft. Ich habe auch viel im Bereich Scouting und Spielanalyse gearbeitet. Ich war ständig auf Fußballplätzen. Damals war ich viel für Eugen Hach, der als Trainer in Fürth und Aachen gearbeitet hat, unterwegs. Das war eine interessante Zeit, aber irgendwann sagt man einfach zu sich selbst: ‚Stopp, jetzt reicht es einfach mal'. Man muss auch nicht sein ganzes Leben auf dem Fußballplatz verbringen.

Den Fußball haben Sie aber schon weiter verfolgt?

Ja, das schon. Ich arbeite ja beispielsweise auch noch für Hans-Jürgen Boysen in der 1. Fußballschule Rhein-Neckar, das macht mir viel Spaß.

Haben Sie denn schon eine Trainingseinheit bei Phönix geleitet?

Ja, und das hat mir gut gefallen. Ich war wirklich positiv überrascht. Leider bin ich momentan aber stark erkältet und werde am heutigen Donnerstag kein Training leiten können. Am Wochenende zum Punktspiel beim MFC Lindenhof werde ich aber wohl wieder fit sein.

Verfolgen Sie eigentlich noch das Geschehen rings um den SV Waldhof?

Aus der Ferne natürlich. Mittlerweile habe ich aber nicht mehr diese Internas von früher. Es hat mir unendlich leidgetan, dass es in der Relegation zweimal nicht gereicht hat. Ich drücke aber die Daumen, dass es bald klappt. Der Start mit dem neuen Trainer war sehr gut. Ich hoffe, es geht so weiter.

Letzte Änderung am Donnerstag, 26 Oktober 2017

Kreisliga Mannheim