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SC Olympia Neulußheim und der Umbruch - Neu-Trainer Marco Flick muss elf Neuzugänge integrieren

erstellt am Donnerstag, 06 Juli 2017
Archivbild Archivbild Bild: lofi

sport-kurier. In Fußball-Kreisen ist Marco Flick kein Unbekannter.

Viele erinnern sich noch an den Spieler Flick, der unter anderem für den SV Waldhof in der Regionalliga am Ball war oder auch für den SV Sandhausen und die TSG Weinheim gespielt hat.

Mittlerweile ist der Inhaber der B-Trainerlizenz als Trainer tätig. Einen Namen hat sich der 45-Jährige hier insbesondere im hessischen Odenwald gemacht. Dort hat er schon bei einigen Vereinen als Trainer und Spielertrainer erfolgreich gearbeitet.

Eine tolle Zeit, doch die hat er nun ganz bewusst beendet. "Ich wollte zurück in den Raum Mannheim", berichtete Flick, der als Polizist in Weinheim arbeitet und im Odenwald lebt. Da kam das Angebot des Kreisligisten gerade recht. Und das trotz der großen Entfernung. Rund 70 sind Kilometer sind es einfach von seinem Wohnsitz bis nach Neulußheim. Flick: "Eigentlich rechne ich aber immer ab Weinheim, dort breche ich ja nach der Arbeit auf."

Der sport-kurier sprach mit dem neuen Mann der Neulußheimer über seinen Trainerjob.
 
Hallo Herr Flick, wie kam der Kontakt zu Neulußheim denn eigentlich zustande?

Ich wurde von dem Verein kontaktiert. Das lief über Manuel Schromm, der dort als Torwart-Trainer arbeitet. Die Anfrage kam Mitte März, als klar war, dass der damals aktuelle Trainer nicht mehr weiter machen würde. Es war auch bekannt, dass ich auf der Suche nach einem Trainerjob im Raum Mannheim bin. Empfohlen hat mich dann auch Simon Landa, den ich über den SV Waldhof kenne. Wir waren uns dann schnell einig. Es gab zwar auch Angebote aus dem Odenwald, aber ich wollte mal etwas anderes.
 
Mit welchen Zielen treten Sie denn in Neulußheim an?

Das ist schwer zu sagen. Normalerweise gebe ich immer ein Ziel aus, allerdings ist das diesmal nicht so leicht. Wir haben einen Umbruch vor uns. Elf Spieler haben uns verlassen oder legen eine einjährige Pause ein. Wir haben zwar auch elf neue Spieler für uns gewinnen können. Aber es bleibt abzuwarten, wie die sich in der Kreisliga schlagen, da die meisten aus einer Liga tiefer kommen. Andere haben im letzten Jahr noch A-Jugend gespielt. Wir müssen deshalb schauen, wie sich das entwickelt. Aber ein Umbruch muss nicht schlecht sein, er bietet immer auch eine neue Chance. Trotzdem sind wir nicht ziellos. Jetzt aber sofort die Top fünf anzupeilen, wäre vermessen.
 
Wie schätzen Sie denn die Kreisliga Mannheim ein?

Ich schätze den Raum Mannheim an sich stark ein. Im Gegensatz zum Odenwald ist hier alles sehr geballt und damit steigt auch die Qualität. Ich denke, dass eine Mannschaft wie wir sie sind, deshalb Sonntag für Sonntag an die 100 Prozent Marke kommen muss, um punkten zu können.
 
Haben Sie Favoriten ausgemacht?

Nein. Das interessiert mich ehrlich gesagt auch nicht so. Ich schaue auf meine Truppe und damit habe ich sicher genug zu tun in der Anfangszeit.
 
Wird Neulußheim unter Ihnen eine feste Spielphilosophie verfolgen? Oder richtet sich die immer auch nach den Stärken des Gegners?

Nein, ich richte sie nicht nach den Stärken des Gegners aus. Davon bin ich abgekommen. Wir werden in der Vorbereitung verschiedene Spielsysteme einstudieren. Offensivere und defensivere. Das Ziel ist es, während eines Spiels zwischen diesen Systemen dann hin und her wechseln zu können. Wir müssen schauen, ob die Vorbereitungszeit dazu reicht.
 
Wann starten Sie denn in die Vorbereitung mit Ihrer Mannschaft?

Wir beginnen am 16. Juli sofort mit zwei Einheiten. In der Regel werden wir dann drei Trainingseinheiten pro Woche haben und dazu noch ein Testspiel. Es können aber auch mal fünf Einheiten pro Woche sein. Testspiele haben wir unter anderem gegen Horrenberg, den FC Weiher, den FC Forst und Brühl II ausgemacht. Danach wissen wir so langsam, wo wir stehen. Es wird eine schwierige aber auch interessante Aufgabe. Ich freue mich jetzt schon darauf, wenn es endlich los geht. Allerdings waren die letzten Wochen bis zum 30. Juni schon stressig. Die Kaderplanung war nämlich nicht einfach.

Und das sind die Neuzugänge beim SC Olympia Neulußheim:  
 
Marcel Jehle (FV Brühl), Benjamin Marx (FV Hockenheim), Lokaj Agron (FV Hockenheim II), Dennis Brandenburger (Altlußheim), Mario Schwab (Altlußheim), Gara Labinot (reaktiviert), Caliskan Tolunay (FC Bruchsal II), Kutun Emrullah (Altlußheim II), Jannik Schneider (Reilingen III), Kevin Gund (SV Rohrhof), Patrice Gruber (FV Hockenheim).

Letzte Änderung am Donnerstag, 06 Juli 2017

Kreisliga Mannheim