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Peter Brandenburger: "Ich war teilweise selbst ratlos." +++ Rot-Weiß Rheinau hat nicht wirklich überzeugt

erstellt am Montag, 12 Dezember 2016
SC RW Rheinau - SpVgg Ketsch, Kreisliga, v.l. Ketschs Leonce Eklou gegen Rheinaus Philipp Barancek-Fischer. SC RW Rheinau - SpVgg Ketsch, Kreisliga, v.l. Ketschs Leonce Eklou gegen Rheinaus Philipp Barancek-Fischer. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Begab man sich vor der Saison der diesjährigen Kreisliga Mannheim auf die Suche nach den Topfavoriten, fiel häufig der Name Türkspor Mannheim.

Und das zurecht. Die Halbmondkicker marschieren in der höchsten Mannheimer Klasse in Siebenmeilenstiefeln vorne weg. Doch auch Rot-Weiß Rheinau wurde hoch gehandelt, was mit der bärenstarken Rückrunde der Vorsaison zusammenhing. Bislang konnte die Mannschaft von Trainer Peter Brandenburger aber nicht an diese Leistungen anknüpfen. Mit 25 Punkten überwintern die Rot-Weißen auf dem siebten Platz. Die TSG Weinheim II, die auf dem Relegationsplatz liegt, hat momentan sechs Punkte Vorsprung.  

Bleibt man hinter den Erwartungen zurück, führen es viele Trainer auf die Verletzten zurück. Brandenburger ist da anders: "Natürlich hatten wir auch verletzte Spieler zu beklagen, das haben die anderen aber auch und zählt deshalb für mich nicht als Grund oder Ausrede", sagt Brandenburger im Gespräch mit dem sport-kurier.

Aber was war es denn dann? Worauf ist es zurückzuführen, dass man punktetechnisch nicht an die Vorsaison anknüpfen konnte? Laut Brandenburger sind es vor allem die schwankenden Leistungen. "Teilweise war es unerklärlich. Wir spielen ein Super-Spiel, treten in der nächsten Woche wieder mit der gleichen Aufstellung an und plötzlich läuft gar nichts mehr. Ich habe einige meiner Spieler da nicht mehr wieder erkannt. Und weiter: "Ich wusste teilweise selbst nicht mehr weiter, stand an der Außenlinie und war wirklich plan- und ratlos."

Mittlerweile ist Brandenburger (Foto unten) schlauer. Er erinnerte sich zurück, an die Zeit, als er selbst noch auf dem Rasen und nicht daneben stand. Da lief nämlich auch nicht immer alles optimal. "Ich habe gute Leistungen gebracht und manchmal weniger gute. So ist das eben mitunter im Sport, aber als Trainer will man das irgendwie nicht wahr haben", erklärt der Rheinauer Trainer.

Die Laune ist bei ihm derzeit aber gut. Denn das, was man sich vorgenommen hatte, hat unmittelbar vor der Pause geklappt. Aus den letzten drei Partien wurden die anvisierten sieben Punkte geholt. "Es war zwar spielerisch noch nicht alles optimal, aber wir haben unser Ziel erreicht", betont Brandenburger.

Nun gilt es in der Winterpause wieder Kraft zu tanken. Am 22. Januar startet die Vorbereitung, allerdings wird auch schon vorher trainiert. Brandenburger: "Wir treten bei unserem Turnier zum MorgenMasters an. Das sehe ich aber eher unter dem Spaßfaktor. Ich kenne das noch von mir früher, über die Halle kann man sich Selbstvertrauen holen." Um dann nochmals weiter oben anzugreifen? "Natürlich wollen wir uns steigern", sagt Brandenburger, "aber das wollen andere auch. Gelingt ein guter Start, kannst du vielleicht eine Serie starten, verlierst du, kann es aber auch in die andere Richtung gehen."

Wie sieht es eigentlich in Sachen Transfers aus? Bleibt alles beim Alten bei den Rot-Weißen? Nein. Es wird zwei Abgänge geben: Kevin Medina Lopez hat den Verein schon verlassen. Genau wie Bruno Guimaraes. "Er kam bei uns nur selten zum Einsatz und will häufiger spielen", berichtet Brandenburger. Ob man selbst nochmals personell nachlegt, bleibt laut Brandenburger abzuwarten. Man hält die Augen offen, schlägt aber nur zu, wenn es sportlich und auch menschlich passt.

Die Meisterschaft ist für Brandenburger bereits entschieden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass Türkspor nochmals einbricht. Sie sind auf jeder Position doppelt besetzt."

Letzte Änderung am Montag, 12 Dezember 2016

Kreisliga Mannheim