Donnerstag, 11. August 2022

Der sport-kurier im Gespräch mit Ed.- Neckarhausen- Coach Marco Rocca +++ "Wir wollen jetzt erstmal da unten raus"

erstellt am Mittwoch, 09 November 2016
Saison 2015/2016 - DJK Fortuna Edingen-Neckarhausen - FC Germania Friedrichsfeld, Kreisliga, v.l. Edingens Steffen Ruf gegen Germanias Lividon Gashi. Saison 2015/2016 - DJK Fortuna Edingen-Neckarhausen - FC Germania Friedrichsfeld, Kreisliga, v.l. Edingens Steffen Ruf gegen Germanias Lividon Gashi. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Hinter dem Mannheimer Kreisligisten DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen liegt eine turbulente letzte Zeit.

Zunächst war da die einvernehmliche Trennung von Trainer Christian Emig. Ende Oktober ging dann schon der nächste Coach: Ralf Schmitt trat mit sofortiger Wirkung zurück.

Beerbt wurde er von Marco Rocca (Foto rechts), der schon seit der letzten Saison im Verein ist und seitdem als spielender Co-Trainer aktiv ist. Der sport-kurier sprach mit dem Mittelfeldmann des Tabellen-Dreizehnten.

Hallo Herr Rocca, wie lief denn die Zusammenarbeit mit Ralf Schmitt? Kam sein Abschied sehr überraschend?

Ich muss sagen, dass wir gut miteinander ausgekommen sind. Das war unter seinem Vorgänger Christian Emig auch schon so. Ralf und ich hatten die gleichen Vorstellungen von der Art und Weise wie wir Fußball spielen lassen wollten. Als er dann seinen Rücktritt bekanntgegeben hat, war das schon überraschend für mich. Es waren private Gründe, die dazu geführt haben.
 
Wie kam es denn dann dazu, dass Sie die erste Mannschaft übernehmen? Ist der Verein auf Sie zugekommen?

Das ist er schon vor zwei Jahren. Da wurde ich mit Christian Emig ins Boot genommen und man hat mir schon damals gesagt, dass man langfristig mit mir plant. Parallel dazu wollte ich mich weiterbilden und meine Trainerscheine machen. Aktuell bin ich ja gerade am B-Trainerschein. Als es dann zur Trennung mit Christian Emig kam, war klar, dass ein neuer Cheftrainer gesucht wird, weil ich weiter spielen wollte. Und als spielender Cheftrainer ist es nicht ganz so leicht. Als nun auch Ralf Schmitt ging, hat der Verein mich dann doch gefragt, ob ich nicht übernehmen will. Wir haben dann die Erwartungen abgestimmt und uns erst einmal auf eine Zusammenarbeit bis zum Saisonende geeinigt. Im Januar oder Februar wollen wir dann wieder sprechen, der Plan ist aber ganz klar langfristig angelegt.

Gleichzeitig sind Sie aber weiterhin auch als Spieler aktiv, oder? Das ist doch sicher nicht so einfach...

Ja, ich spiele weiter, weil wir auch momentan personelle Probleme haben. Bis zum Winter werde ich deshalb weiter auflaufen, danach muss man sehen. Aber es geht derzeit schon. Ich habe einen Co-Trainer, der draußen steht und meine Philosophie genau kennt. Er gibt während des Spiels die Anweisungen. Bevor es dann in die Halbzeitpause geht, sagt er mir noch, was ihm aufgefallen ist. Denn von der Seitenlinie aus hat man natürlich schon einen besseren Überblick.
 
Sie sprachen personelle Probleme an. Gibt es große Verletzungssorgen?

Ja, schon. Wir haben aktuell acht verletzte Spieler und noch zwei Männer, die aus beruflichen Gründen wohl erst nach der Winterpause wieder spielen können. Unser 25 Mann Kader ist demnach ziemlich ausgedünnt.
 
Mit welchen Zielen starten Sie denn als Trainer?

Zunächst einmal müssen wir so viele Punkte als möglich holen, um uns aus dem Tabellenkeller befreien zu können. Gleichzeitig wollen wir uns schon für die neue Runde einspielen, in der wir uns im Mittelfeld der Kreisliga etablieren möchten.
 
Kann es sein, dass im Winter nochmals personell nachgelegt wird. Gerade auch wegen der vielen Verletzten?

Ja, so zwei, drei Verstärkungen würden wir schon gerne dazu holen. Zuvor werden wir aber mit ein paar unserer Spieler sprechen, also mit denen, die schon länger ausfallen. Wir wollen hören, wie ihre Pläne aussehen. Aber im Winter ist es immer etwas kompliziert mit Neuzugängen, weil das auch immer Ablösesummen nötig sind.

Bild 2: DJK/Fortuna

Letzte Änderung am Mittwoch, 09 November 2016

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