Donnerstag, 11. August 2022

FC Türkspor Mannheim rauscht durch die Kreisliga +++ Trainer Genc hält jedoch "den Ball flach"

erstellt am Montag, 24 Oktober 2016
FC Türkspor Mannheim - 1. FC Turanspor, Kreisklasse, v.l. Murat Efe und Taner Dönmez freuen sich über einen Türkspor-Treffer. FC Türkspor Mannheim - 1. FC Turanspor, Kreisklasse, v.l. Murat Efe und Taner Dönmez freuen sich über einen Türkspor-Treffer. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Sieben Siege, drei Unentschieden und keine einzige Niederlage, das ist eine Bilanz, von der wohl so ziemlich jeder Verein träumt.

Bei Türkspor Mannheim leben sie diesen Traum momentan, genießen ihn in vollen Zügen.

Abheben ist trotzdem verboten. Dafür sorgt der Chef, Feytullah Genc höchstpersönlich. Der Trainer des Tabellenführers der Kreisliga Mannheim hält den Ball flach. Daran änderte auch der neuerliche 6:1-Triumph über den spielstarken Aufsteiger SC Neulußheim nichts, was gleichzeitig der fünfte Sieg in Serie war.

"Ich bin davon überzeugt, dass es in der Kreisliga Mannheim nach wie vor Mannschaften gibt, die uns schlagen können. Gerade wenn wir selbst mal einen schlechten Tag erwischen", erklärt Genc.
Aktuell ist dies jedoch schwer vorstellbar. Es läuft einfach bei Türkspor. Da kann auch der Trainer nicht widersprechen: "Wir haben wirklich momentan einen Lauf und den gilt es nun so lange als möglich zu halten", sagt er und übt sich dann doch ein wenig in Understatement: "Man muss jedoch auch zugeben, dass wir derzeit schon ein wenig Glück haben, wir machen eben genau zum richtigen Zeitpunkt die Tore."

Ganz so überraschend ist der starke Start der "Halbmondkicker" jedoch nicht

Schließlich wurde bei der Kaderplanung vor allem auf eins gesetzt: Kontinuität. Türkspor hat den kompletten Kader gehalten und nur zwei frische Kräfte für die Innenverteidigung und das offensive Mittelfeld dazu geholt. Das zahlt sich nun aus: "Die Jungs kennen sich mittlerweile untereinander, wissen um die Laufwege. Da sind Automatismen entstanden."

Doch da gibt es noch einen anderen Erklärungsansatz für den Höhenflug: Anders als in den letzten Jahren glänzt man nicht nur vor des Gegners Tor, sondern macht auch hinten dicht. Was auch mit der eigenen Offensive zusammenhängt. "Zurzeit arbeitet jeder nach hinten mit, dadurch werden die Räume sehr eng. Früher war das noch anders, da haben wir zwar auch viele Tore geschossen, aber eben auch viele bekommen", blickt Genc zurück und freut sich über den Wandel seiner Elf, die momentan eine Tordifferenz von 30:8 vorweisen kann.

Das nennt man meisterlich. Genc selbst hört das hingegen nicht so gerne - noch nicht wohlgemerkt. "Wir haben doch erst zehn Spieltage absolviert, da kann noch so viel passieren. Verlierst du zweimal, rutschst du ab", stellt er klar. Und die Konkurrenz schläft tatsächlich nicht.

Türkspor-Trainer Feytullah Genc leistet tolle Arbeit beim türkischen Club. Mit dem FCT stieg er vor Jahren in die Kreisliga auf - diese Saison könnte ev. der Sprung in die Landesliga gelingen. Bild: Berno Nix

 

Feytullah Genc sieht noch einige hartnäckicge Verfolger

Der hartnäckigste Verfolger ist aktuell die TSG Lützelsachsen, die 20 Zähler auf dem Konto hat, und damit vier weniger als Türkspor. Auf der Rechnung im Titelrennen hat Genc zudem noch die TSG Weinheim II (19 Punkte), die SpVgg Ketsch (19) und Hemsbach/Sulzbach (18). Deshalb gilt es hellwach zu bleiben. Denn schon am Sonntag wartet Schwerstarbeit. Es geht gegen Lützelsachsen im Topspiel.

"Wenn der Erste auf den Zweiten trifft, ist das natürlich ein besonderes Spiel", betont Genc, "das ist ein Gegner, der sich in den letzten zwei, drei Jahren enorm weiterentwickelt hat. Wir sind gewarnt und müssen hellwach sein, um bestehen zu können." Aber ein Sieg ist das Ziel, oder? "Natürlich, wir wollen immer gewinnen, da ist es eigentlich egal, gegen wen wir spielen."

Letzte Änderung am Montag, 24 Oktober 2016

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