Donnerstag, 11. August 2022

"Uns fehlt derzeit die "Geilheit" ein Spiel gewinnen zu wollen" +++ Wallstadt-Coach Großmann wird deutlich

erstellt am Dienstag, 13 September 2016
SpVgg Wallstadt - SC RW Rheinau, Kreisliga, v.l. Rheinaus Philipp Barancek-Fischer gegen Wallstadts Marcel Reich. SpVgg Wallstadt - SC RW Rheinau, Kreisliga, v.l. Rheinaus Philipp Barancek-Fischer gegen Wallstadts Marcel Reich. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Als Sympathisant der SpVgg Wallstadt fällt es derzeit nicht leicht, sich die Tabelle der Kreisliga Mannheim anzuschauen:

Nach vier Spieltagen hat die SpVgg, die in der letzten Saison in der Relegation zur Landesliga gescheitert ist, nur drei Punkte auf dem Konto. Macht Platz 14.

Wobei man die aktuelle Konstellation auch nicht überbewerten darf, denn bis dato hat Wallstadt nur Schwergewichte vor der Brust gehabt: Gegen Türkspor Mannheim (0:6), Srbija Mannheim (0:2) und Rot-Weiß Rheinau (0:2) setzte es Niederlagen. Gewonnen wurde gegen Phönix Mannheim am zweiten Spieltag (2:0).

Der Sportkurier sprach mit Wallstadts Trainer Bernd Großmann.

Hallo Herr Großmann, wie beurteilen Sie denn den Saisonstart Ihrer Mannschaft?

Das ist ein klassischer Fehlstart. Da braucht und kann man nichts schönreden. Nun müssen wir schauen, dass wir schnellstmöglich drei Mannschaften hinter uns lassen und dass wir uns nach und nach in der Tabelle hoch arbeiten. Aber von ganz oben brauchen wir nicht mehr zu reden.
 
In der Vorbereitung lief es gegen Ende nicht optimal. Hat es sich da vielleicht schon angedeutet, dass es schwierig werden könnte mit dem Saisonstart?

Ja, das kann man so sagen. Der Anfang der Vorbereitung lief wirklich noch richtig gut. Wer weiß, vielleicht hat sich da bei manchem schon so eine Art Selbstzufriedenheit eingeschlichen. Dann sind wir im Pokal ausgeschieden und es lief nicht mehr. Auf Veränderungen am Kader kann man es auch nicht schieben. Wir sind ja eigentlich zusammengeblieben. Wobei wir schon etwas Verletzungspech haben. Gerade Sebastian Baßler fehlt uns nach seinem Schlüsselbeinbruch schon.
 
Panik macht sich aber noch keine breit, oder?

Was heißt Panik? Wir haben beispielsweise erst zwei Tore geschossen, schlechter ist in der Liga niemand. Und auch mit den zehn Gegentoren liegen wir mit am unteren Ende.

In den letzten beiden Jahren wurde Bernd Großmann mit seinem Team Vizemeister der Kreisliga, scheiterte aber in den Aufstiegsspielen. Diese Saison legten die Wallstadter einen Fehlstart hin. Bild: Berno Nix
 
Mittlerweile lässt sich festhalten, dass die Kreisliga stärker ist als in den letzten Jahren. Würden Sie das auch unterschreiben?

Ich würde sagen, dass die Spitze ausgeglichener ist, also breiter aufgestellt. Bislang hatten wir ja auch die Gegner, die oben stehen. Srbija ist ein richtig starker Aufsteiger und mit Rheinau haben wir in den letzten Jahren ja immer oben gekämpft.
 
Sie begeben sich ja sicher bereits auf Ursachenforschung. Woran liegt es denn, dass Ihre Mannschaft noch nicht so in Tritt ist?

Klar ist, dass das Selbstvertrauen mittlerweile nicht mehr sonderlich groß ist. Ich vermisse aber auch gewisse Tugenden wie Laufbereitschaft oder den Einsatz an sich. Wir haben sicher nicht die schlechteren Fußballer. Aber ehrlich gesagt sehe ich derzeit bei uns auch wirklich nicht diese Geilheit, ein Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Ich würde sagen, dass es für uns nun bereits fünf vor zwölf ist. Und die Gegner werden nicht wirklich leichter,
 
Nun wartet die SG Hemsbach/Sulzbach...

Das ist eine Mannschaft, die auch in dieser Saison wieder überraschend stark ist. Wir haben im Pokal dort nur hauchdünn im Elfmeterschießen gewonnen. Wer jetzt nicht weiß, was Sache ist, der hat auf dem Platz eigentlich nichts verloren.

Letzte Änderung am Dienstag, 13 September 2016

Kreisliga Mannheim