Sonntag, 23. Januar 2022

Der Kreisliga-Hinrunden-Rückblick 1. Teil 2015/2016 +++ Die Teams von Platz 1 bis 8

erstellt am Dienstag, 15 Dezember 2015
Plankstadt und Wallstadt stehen vorne. Den direkten Vergleich entschieden die Plankstädter im Hinspiel für sich. Spielszene aus Plankst.-Wallst. Plankstadt und Wallstadt stehen vorne. Den direkten Vergleich entschieden die Plankstädter im Hinspiel für sich. Spielszene aus Plankst.-Wallst. Bild: lofi

von Sportkurier. Auch in der Kreisliga Mannheim nimmt der SPORTKURIER die Hinrunde unter die Lupe.

Einiges zu den statistischen Werten:
In 136 Spielen fielen 532 Tore. Dies entspricht einer durchschnittlichen Trefferquote von 3,91 Treffern je Spiel.  
58 Heimsiegen stehen 51 Auswärtssiege gegenüber. 29 Mal trennten sich Teams mit einem Unentschieden. Also spiegelt sich auch in dieser Liga der Heimvorteil nur geringfügig wieder.
Den höchsten Heimsieg feierte die TSG Eintracht Plankstadt gegen die SpVgg. 03 Ilvesheim (9:1). Den höchsten Auswärtserfolg errang der FC Türkspor Mannheim mit 9:3 beim FC Germania Friedrichsfeld.  

Heimstärkstes Team ist Tabellenführer Plankstadt (7-1-1/30:8). Auswärts holte der SC Rot-Weiß Rheinau die meisten Punkte (6-1-2/17:8). Plankstadt holte die gleiche Anzahl an Punkten, hat jedoch das etwas schlechtere Torverhältnis (14:7), bei noch einer ausstehenden Partie.

Die stärkste Offensive stellt der FC Türkspor Mannheim (48 Tore) vor der TSG Plankstadt (44 Tore). Und genau die haben mit 15 Gegentreffern, die wenigsten der Liga kassiert. Plankstadt hat auch die meisten Saisonsiege (13) und die wenigsten Saisonniederlagen (2) vorzuweisen.

Die Torschützenliste führen Timo Endres (TSG Weinheim II) und Kajally Njie (SG Hemsbach-Sulzbach) mit jeweils 14 Toren an. Dicht gefolgt von Steffen Ruf (13 Tore/DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen) und Yusuf Erkan Cekemci (12 Tore/1. FC Turanspor Mannheim).

Rot-Weiß Rheinau (rot) hat sich durch eine Siegesserie wieder "ins Spiel" gebracht. Szene aus Plankstadt-Rheinau (0:1). Lofi

Die aktuelle Situation:

An der Spitze thront die TSG Eintracht Plankstadt (13-2-2/44:15). Souveräner geht es kaum. Der Vorsprung auf den Zweiten der Tabelle (Spvgg. Wallstadt) beträgt 9 Punkte und das deutlich bessere Torverhältnis. Mit Wallstadt kämpfen gleich weitere 6 Mannschaften um den 2. Tabellenplatz. Ob wirklich ein Team dem Tabellenführer aus Plankstadt näher auf die "Pelle" rücken wird/kann, scheint eher unwahrscheinlich.

Zu den heißesten Kandidaten auf den 2. Tabellenplatz zählt der SPORTKURIER die Wallstädter, den FC Türkspor Mannheim und Rot-Weiß Rheinau. Ob der MFC Lindenhof, Turanspor Mannheim und Ilvesheim da ganz oben reinstechen können, dazu bedarf es einer megastarken Rückserie, die man nicht so einfach mal spielt.

Bei drei Direktabsteigern und einem etwaigen vierten Kandidaten, kann es fast die halbe Liga treffen. Selbst der Tabellensechste aus Ilvesheim könnte bei nur 8 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz noch in Gefahr geraten. Es ist also alles noch offen.

 
TSG Eintracht Plankstadt 1. Platz  41 Punkte  44:15 Tore

Erst am 13. Spieltag erwischte es den Tabellenführer und Primus der Liga - und er verlor ein Punktspiel. Das war beim 2:1 in Hockenheim. Zuvor stand eine sensationelle Spielbilanz von 11-1-0! Die Woche darauf spielte der Fusionsclub wohl mit viel Wut im Bauch, denn diese Niederlage gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidaten hatte doch "gewurmt". Leidtragender war die SpVgg. 03 Ilvesheim, die gleich mit 9:1 Toren unter die Räder kam. Auf eigenem Platz ungeschlagen (6-1-0), die meisten Siege errungen (13), die wenigsten Gegentreffer kassiert (15). Plankstadt dominierte diese Hinserie nach Belieben. Erst in den letzten 5 Spielen gab die Elf von Trainer Frank Engelhardt einiges an Punkten ab (2-1-2). Wenn sich dieser Trend zu Beginn der Rückserie nicht fortsetzt, dann werden die Plankstadter in Richtung Landesliga Rhein-Neckar durchmarschieren.   


Spvgg. Wallstadt 2. Platz  32 Punkte  36:26 Tore

Nur knapp waren die Wallstadter in der vergangenen Spielzeit am Aufstieg in die Landesliga gescheitert. "Wir unternehmen einen neuen Anlauf", so Trainer Bernd Großmann vor dieser Saison. Mit Heinzelmann, Mnich, Pfeiffer, Kecskemeti, Lohnert, Lenhard, Hoffmann, Zwingenberger und Kempf hatte man einige Neuzugänge zu verzeichnen, darunter auch namhafte. Das erste Saisondrittel verlief durchschnittlich gut (5-1-3), aber danach stabilisierten sich die Leistungen der Spvgg. und die Großmann-Elf legte eine starke Serie hin (6-2-0). Als man am Tabellenführer Plankstadt dran war, kam der Einbruch in den letzten drei Ligaspielen (0-1-2). Dies war auch dem Verletzungspech geschuldet, denn den Wallstadtern fielen zeitweise 5-6 Spieler aus. "Ich denke zur Rückrunde wird sich die Lage wieder normalisiert haben, so dass wir weiter oben dran bleiben wollen und das auch können", bleibt Bernd Großmann weiter zuversichtlich.

Der Abwärtstrend wurde beim FC Türkspor Mannheim durch die beiden Siege vor der Winterpause, gestoppt. Hier bejubeln die Türken einen Treffer gegen die Spvgg. Wallstadt. Bild: Berno Nix


FC Türkspor Mannheim 3. Platz  30 Punkte  48:21 Tore

Die Türken starteten stark (5-0-0/23:6 Tore) und das erstaunte nicht wenige. Traditionell ist und war es immer so, dass die türkischen Teams eher Anfang der Saison so ihre Probleme haben. Langzeiturlauber und die damit verbundene fehlende Fitness, kosteten insbesondere zu Rundenbeginn meist Punkte. Diesmal war es anders, denn es war der Chef im Urlaub, Feytullah Genc. Bei keinem der fünf Auftaktsiege war er vor Ort - er verweilte in der Türkei. Vertreten wurde er durch Ugur Akyol und Yusuf Baran. Mit Erfolg! Als Genc zurückkam, riss auch die Erfolgsserie. Aber es wäre zu einfach, dies am Trainer auszumachen. Tatsache ist: Das Team spielte gut, meist überlegen, machte aber seine Tore nicht. Die Zwischenbilanz des Chefcoachs Genc (1-6-3) war ernüchternd. Durch die Punktverluste der Konkurrenz und der eigenen beiden Siege zum Hinrundenschluss, ist man jedoch wieder dran, an diesem begehrten 2. Tabellenplatz. Zur Rückrunde muss der FCT hellwach sein, ansonsten können Aufstiegsgedanken ganz schnell "ad acta" gelegt werden.


MFC 08 Lindenhof 4. Platz  30 Punkte 28:19 Tore

Mit vier Siegen in Folge und einem Remis, war das Team um Trainer Ralf Eckl in die Runde gestartet. Auf den Punkt da, könnte man da sagen. Erst am 6. Spieltag erwischte es den MFC bei der 2:0 Niederlage in Wallstadt. Danach kam die Durststrecke, man teilte sich zu oft die Punkte mit dem Gegner (1-5-1). Erst zum Saisonende hin waren die "Promenadenwegkicker" zwei Mal in Folge siegreich. Am letzten Spieltag vor der Winterpause wäre sogar der Sprung auf Platz 2 möglich gewesen, aber beim SC Rot-Weiß Rheinau unterlagen die Lindenhofer mit 3:0 Toren. Auf eigenem Platz blieb man ungeschlagen (4-5-0). Auswärts durfte man sich zwar vier Mal über einen Sieg freuen, aber drei Mal ging es auch als Verlierer vom Platz. Und das ausgerechnet gegen die Spitzenteams der Liga (Wallstadt, Plankstadt und Rheinau). Kann der MFC seine Leistung aus der Hinrunde konstant abrufen und auch im direkten Vergleich mit den Spitzenteams punkten, dann sind die Chancen auf den 2. Platz da.

Der Aufsteiger 1. FC Turanspor Mannheim hat sich auch in der Kreisliga Mannheim in der Tabelle nach oben gearbeitet. Bild: Berno Nix


1. FC Turanspor Mannheim 5. Platz  29 Punkte  37:26 Tore

Sie stiegen über die Relegationsspiele gegen den FV 03 Ladenburg in die Kreisliga auf. Eine spiel- und kampfstarke Mannschaft, die sich jedoch erst an die Liga gewöhnen musste. Aber nach Anlaufschwierigkeiten steigerte sich die Mannschaft von Trainer Mehmet Ali Topal. Aus den letzten 11 Begegnungen ging man nur zwei Mal als Verlierer vom Platz (7-2-2), wobei vor allem die Niederlage beim MFC Phönix (3:2) für "lange Gesichter" sorgte. Im Mannheimer Kreispokal hat der 1. FC Turanspor das Kreispokalfinale erreicht. Mit einem nie gefährdeten 1:4 Auswärtssieg gegen den SC Olympia Neulußheim sicherten sich die Türken das Finalticket. Yusuf Erkan Cekemci (12 Saisontore) führt die interne Torschützenliste an. Aufgrund der Ausgeglichenheit im vorderen Tabellendrittel, hat der 1.FCT weiter gute Chancen, am Ende doch überraschend auf dem Relegationsplatz zu stehen.


Rot-Weiß Rheinau 6. Platz  29 Punkte  31:21 Tore

Lange Zeit schienen die Rheinauer "weg vom Fenster", denn der Saisonstart war alles andere als verheißungsvoll. Dabei galt die Elf von Coach Peter Brandenburger als einer der Topfavoriten auf den Aufstieg. "Wir können mit der bisherigen Spielzeit nicht zufrieden sein, das ist eindeutig zu wenig, was wir da auf den Platz bringen", zeigte Brandenburger zwischenzeitlich seine Unzufriedenheit. Manchmal genügen auch erst einmal schwer erkämpfte Siege, um sich das erforderliche Selbstbewusstsein zu holen. Bei Rot-Weiß war es der 3:2 Sieg über Hemsbach-Sulzbach und der damit verbundene Einzug ins Mannheimer Kreispokal-Finale. Es folgten fünf Siege in Folge (14:3 Tore), darunter auch zwei Erfolge gegen Spitzenteams der Liga (Plankstadt, Lindenhof). Der "Schuh drückt" bei den Rheinauern in der Offensive. Mit nur 31 erzielten Treffern, belegen die Rot-Weißen in dieser Statistik nur Platz 10. Vielleicht findet sich ja unter dem Weihnachtsbaum ein "Knipser" für die Rückrunde. Das könnte die Aufstiegschancen durchaus verbessern.

 


Spvgg 03 Ilvesheim  7. Platz  26 Punkte  33:41 Tore

Der Aufsteiger aus Ilvesheim hat positiv überrascht, auch wenn Trainer Hilbert grundsätzlich die Messlatte hochlegt und entsprechende Erwartungen an sein Team hat. Mit nur sechs Punkten Rückstand auf den Zweiten der Liga, gehören die Insulaner "auf dem Papier" auf jeden Fall noch zu den Aufstiegsaspiranten, wie 6-7 weitere Teams auch. Die Spielbilanz der Ilvesheimer ist im Verhältnis Heimstatistik (4-1-3) und Auswärtsspiele (4-1-4) nahezu identisch. Gegen die besseren Teams der Liga (Plankstadt, Wallstadt, Lindenhof, Turanspor, Rheinau) gab der Aufsteiger, bis auf den Sieg beim FC Türkspor (2:3) immer die Punkte ab. Gegen die vermeintlich Kleineren wurde hingegen fleißig gepunktet. Da war also noch wesentlich mehr drin, wenn man dem einen und anderen Team aus dem ersten Tabellendrittel hätte mehr Punkte abknöpfen können. Für ganz oben wird es nicht reichen, aber das war auch nicht der Anspruch des Aufsteigers.


DJK-Fortuna Edg-N'hausen  8. Platz 24 Punkte  32:33 Tore

Trainer Christian Emig (Foto rechts) war vor der Saison wahrlich nicht zu beneiden. Aus komplett "NEU" - mache ein "TOPTEAM". So einfach geht das nicht, auch wenn man nicht wenige namhafte Akteure in seinen Reihen hat. Die Fluktuation im Kader ist einfach zu groß gewesen. Bis auf vier Spieler, gingen die Akteure des letztjährigen Kaders zu anderen Vereinen. Niels Gremm und Christian Haas kamen von Heddesheim und hatten Aufstiegserfahrung. Serdar Özbek war Top-Torjäger der Heidelberger Kreisliga und mit Steffen Ruf hatte man ohnehin einen verbandsligaerprobten Torjäger in seinen Reihen. Patrick Schreiner kam von Hemsbach-Sulzbach, ein Marco Rocca von Oftersheim. Das neue Team musste sich finden, dazu kam auch nicht gerade wenig Verletzungspech hinzu. Die Bilanz der Edingen-Neckarhausener liest sich daher durchschnittlich. Sieben Siegen, stehen auch sieben Niederlagen entgegen. An guten Tagen kann die Emig-Elf auch die Spitzenteams bezwingen, aber an weniger guten, verliert man gegen vermeintlich schwächere Gegner. Alles in allem ist noch etwas "Luft nach oben" vorhanden. Und bei "nur" 8 Punkten Rückstand auf den Zweiten, darf man die DJK/Fortuna noch nicht abschreiben. Den Blick nach unten sollte man aber auch nicht verlieren, denn auf einen Abstiegsplatz sind es auch nur 6 Zähler.

Letzte Änderung am Dienstag, 15 Dezember 2015

Kreisliga Mannheim