Donnerstag, 26. Mai 2022

"Wir planen aktuell für die Kreisliga" - Rot-Weiß Rheinau-Coach Peter Brandenburger im Interview

erstellt am Donnerstag, 12 Mai 2022
Rechts Cheftrainer Peter Brandenburger, links Maurice Hirsch. Rechts Cheftrainer Peter Brandenburger, links Maurice Hirsch. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Die Meisterfrage ist in der Mannheimer Kreisliga längst geklärt.

Der TSV Amicitia Viernheim wird einen Startziel-Sieg feiern. Die Südhessen haben die Liga in einer beeindruckenden Art und Weise dominiert.

Um den 2. Platz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigen wird, kämpfen hingegen noch mehrere Mannschaften. Die besten Karten hat derzeit der VfB Gartenstadt, der mit 67 Punkten auf dem 2. Rang liegt. Dahinter folgen Rot-Weiß Rheinau (64 Punkte), der MFC Lindenhof (62) und die SpVgg Wallstadt (62).

Vor allem die Rheinauer, die für viele als Topfavorit in die Saison gingen, schielen noch auf den 2. Platz. Wir sprachen mit Rheinaus Trainer Peter Brandenburger.

Hallo Herr Brandenburger, wie sehen Sie denn die Chancen Ihrer Mannschaft im Hinblick auf den 2. Platz?

Eine Chance ist sicherlich noch da, aber dazu müssen wir unsere letzten fünf Spiele wohl alle gewinnen. Und gleichzeitig auf einen Ausrutscher der Gartenstädter hoffen. Der muss aber erst einmal passieren, denn sie machen derzeit auch noch ganz spät ihre Tore. Zuletzt gegen Wallstadt haben sie in der 96. Minute den 2:1 Siegtreffer erzielt. Sie haben einfach einen sehr guten Lauf, falls sie nochmals verlieren sollten, könnten wir dann aufgrund unseres Torverhältnisses wohl vorbeiziehen.

Wenn man sich das Restprogramm von Rheinau anschaut, könnte man sagen, dass es nicht ganz so schwer ist. Wobei es in dieser Saisonphase eigentlich ohnehin keine leichten Spiele mehr gibt. Oder?

Ja, das sehe ich ähnlich. Das zeigt sich gegen Saisonende ja auch immer in den Profiligen. Für viele unserer Gegner geht es noch um den Abstieg und absteigen will keiner. Da hängt sich jeder nochmals anders rein. Da warten wirklich noch anspruchsvolle Aufgaben auf uns. Aber wir werden nichts unversucht lassen und wollen möglichst nochmals Druck nach oben aufbauen.

Der nächste Gegner heißt Ilvesheim. Was erwarten sie da für ein Spiel?

Spiele gegen Ilvesheim sind immer schwer. Das haben die letzten Jahre gezeigt. Schaut man sich die Tabelle an, könnte man meinen, dass dies in dieser Saison nicht der Fall sein kann. Doch das täuscht. Ilvesheim hat einen Kader, mit dem sie gegen spielstarke Mannschaften sehr gut mithalten können. Das haben sie kürzlich ja auch gegen Viernheim bewiesen. Da hat Ilvesheim zwar mit 2:4 verloren, sich aber sehr gut verkauft.

Angenommen es klappt in dieser Saison nicht mit dem Aufstieg, wird es in der neuen Runde dann den nächsten Anlauf geben?

Für die neue Runde sind wir schon voll in der Planung. Wir planen aktuell primär für eine weitere Saison in der Kreisliga, weil wir den Aufstieg eben nicht mehr in der eigenen Hand haben. Haben aber natürlich auch die Landesliga noch im Hinterkopf. Klar ist, dass wir auch in der nächsten Saison wieder in jedes Spiel gehen werden, um es zu gewinnen. Aber in der kommenden Saison wird es wohl noch schwerer mit dem Aufstieg, weil die Liga noch stärker sein wird. Es deutet ja vieles darauf hin, dass Srbija Mannheim und die TSG Lützelsachsen runter kommen werden. Auch beim FV Brühl muss man abwarten, ob er sich in der Landesliga halten kann.

Und wie sieht es in Sachen Kader aus, steht der auch schon?

Ja, ein großer Teil steht. Wir haben viele Gespräche geführt. Wir werden auch einige junge Spieler hochziehen und da sind wirklich einige dabei, die sich nach einer relativ kurzen Zeit integrieren können. Da ist wirklich viel Qualität dabei.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 12 Mai 2022

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