Dienstag, 30. November 2021

"Ein Bollwerk ist wichtig" - Trainer Markus Urban mischt mit Gartenstadt in der Kreisliga vorne mit

erstellt am Montag, 08 November 2021
Gartenstädter Torjubel beim 4:1 Auswärtssieg beim TSV Neckarau. Gartenstädter Torjubel beim 4:1 Auswärtssieg beim TSV Neckarau. Bild: Berno Nix

sport-kurier. "In unserer Mannschaft steckt noch viel mehr, davon bin ich überzeugt", betont Markus Urban, der zusammen mit Valon Muja beim VfB Gartenstadt das Trainerduo bildet.

Das ist eine Aussage, die man durchaus als Kampfansage an die Konkurrenz verstehen kann, denn der VfB ist auch jetzt schon eine Hausnummer in der Kreisliga Mannheim. Das neuformierte Team rangiert momentan auf dem 4. Platz in der höchsten Mannheimer Spielklasse.

Urban ist damit hoch zufrieden. "Dass es gleich so gut läuft, war nicht unbedingt zu erwarten", erklärt er, "aber mittlerweile sind wir wieder komplett und können auf alle Spieler zurückgreifen. Das ist auch ein Grund dafür, dass es so gut läuft."

Am letzten Wochenende gelang ein 4:1 Erfolg gegen den TSV Neckarau, der ebenfalls zu den stärkeren Mannschaften in der Kreisliga gehört. "In den ersten 20 Minuten hatten wir ein paar Probleme", berichtet Urban, "danach haben wir das Spiel aber klar dominiert und Neckarau hätte sich nicht beschweren können, wenn wir noch 2 oder 3 Tore mehr geschossen hätten."

Bezüglich des Spielsystems ist man beim VfB selbstbewusst genug, um sagen zu können, dass man sich nie nach dem Gegner richtet. "Wir versuchen immer unser Spiel durchzudrücken", sagt Urban. In erster Linie wird hier Wert auf die eigene Defensive gelegt. Urban: "Ein Bollwerk ist wichtig, denn wenn wir hinten die Null halten, sind wir vorne immer für mindestens ein Tor gut". Und die Mannschaft scheint seine Vorgaben perfekt umzusetzen. Gartenstadt hat in bis dato 14 Spielen nur 13 Gegentore kassiert. "Die letzten Treffer, die wir bekommen haben, haben wir uns quasi selbst reingelegt", lächelt Urban, "ansonsten kann ich den Jungs nur ein Kompliment machen. Sie verteidigen das gut weg und lassen kaum etwas zu."

Die Gartenstädter Trainer Markus Urban (rechts) und Valon Muja (links). Bild: Berno Nix 

Vorne drückt hingegen noch etwas der Schuh. Zu viele Chancen werden laut dem Coach liegen gelassen und auch das Umschaltspiel nach vorne könnte nach seinem Geschmack noch ein wenig zackiger gehen. Insgesamt sei das aber meckern auf hohem Niveau. Ist vielleicht sogar der Aufstieg am Ende drin? "Unser Ziel war es, dass wir oben dabei sind und ab und an mal einen Großen ärgern können. Das gelingt uns bis jetzt gut. Aber klar ist, dass wir weiter oben dabeibleiben wollen. Wenn ich die Qualität in unserer Mannschaft sehe, muss ich auch sagen, dass die Top 5 absolut realistisch für uns sind."

Der Kader ist nicht der größte. Urban und Muja stehen 18 Mann inklusive Torhüter zur Verfügung. "Im Winter kommt möglicherweise noch einer dazu, aber uns reicht das auch schon so. Im Training sind wir immer um die 15 Mann, die Jungs ziehen wirklich super mit", lobt Urban sein Personal.

Im nächsten Spiel soll der positive Trend fortgesetzt werden. Gartenstadt empfängt am Sonntag den FV 03 Ladenburg. Die Zielsetzung ist dann wieder die gleiche. Urban: "Wir wollen gewinnen, das sage ich meinen Spielern immer freitags im Abschlusstraining. Wir treten gegen niemanden an um einen Punkt zu holen."

Gegen den souveränen Tabellenführer TSV Amicitia Viernheim, gegen den das Hinspiel mit 0:4 verloren wurde, wäre er im Rückspiel aber wohl mit einem Punkt zufrieden. "Vor der Saison war für mich Rot-Weiß Rheinau der Topfavorit auf den Titel, mittlerweile ist es Viernheim. Sie spielen derart konstant, dass sie aus meiner Sicht durchmarschieren werden."

 

 

Letzte Änderung am Montag, 08 November 2021

Kreisliga Mannheim