Mittwoch, 27. Oktober 2021

"Wollen da nicht mehr weg" - Kreisligist TSV Amicitia Viernheim fühlt sich an der Tabellenspitze pudelwohl

erstellt am Dienstag, 12 Oktober 2021
Spielertrainer Patrick Marschlich will mit seinem Team weiterhin die Tabellenspitze behaupten. Spielertrainer Patrick Marschlich will mit seinem Team weiterhin die Tabellenspitze behaupten. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Dass der TSV Amicitia Viernheim in dieser Kreisliga Saison das Zeug dazu hat, oben dabei zu sein, war jedem klar, der sich ein wenig in der regionalen Fußball Szene auskennt.

Dass es nun aber so gut läuft, ist dann doch überraschend. Die Südhessen dominieren die Liga. Nach 9 Siegen am Stück mussten sie sich am letzten Wochenende bei Rot-Weiß Rheinau, das ebenfalls zu den Aufstiegskandidaten zählt, erstmals mit einem Punkt begnügen. Das Topspiel endete 1:1 Unentschieden.

Patrick Marschlich, der zusammen mit Timo Endres als Spielertrainer in Viernheim fungiert, überrascht der Höhenflug seiner Mannschaft selbst ein wenig. "Vor der Saison haben wir gesagt, dass wir unter die Top 4 der Liga wollen. Dass wir jetzt aber mit 9 Siegen aus 9 Spielen starten, damit haben wir natürlich nicht gerechnet", betont er.

Mittlerweile ist er sogar schon so weit, dass er den verlorenen 2 Punkten beim eigentlichen Topfavoriten Rheinau hinterher trauert. Marschlich erklärt: "Hätte mich vor der Saison jemand gefragt, dann hätte ich dieses 1:1 sofort unterschrieben, wenn man sich dieses Spiel jedoch im Nachhinein genauer ansieht, muss man schon sagen, dass wir den Sieg eigentlich verdient hätten." Und weiter: "Nach unserer 1:0 Führung haben wir 2 hundertprozentige Chancen liegen gelassen. Wir hätten den Sack früher zu machen können. Nach dem Ausgleich hatte Rheinau dann auch noch eine gute Phase. Ich würde aber schon sagen, dass wir dieses Spiel hätten gewinnen können."

Eine Platzierung unter den Top 4 scheint mittlerweile problemlos möglich zu sein. Doch mittlerweile hat man in Viernheim Blut geleckt. "Wenn man jetzt mit so einem Vorsprung vorne steht, will man da natürlich nicht mehr so gerne weg", lächelt Marschlich und stellt klar: "Wir würden mittlerweile schon ganz gerne auf einem der ersten beiden Plätze landen."

Ein wirkliches Erfolgsgeheimnis gibt es nicht. Man hat in dieser Saison jedoch einen nicht zu verachtenden Vorteil und der bezieht sich auf die Kaderbreite. War man in den Jahren zuvor eher dünn besetzt, kann das Trainerteam mittlerweile auch mal ein paar Verschnaufpausen verteilen. "Wir können jetzt auch mal 2, 3 Spieler draußen lassen, ohne dabei an Qualität zu verlieren. Den einen oder anderen stellen wir auch mal an die 2. Mannschaft ab, dass er etwas Spielpraxis sammeln kann."

Bezüglich des Systems hat man sich ebenfalls breiter aufgestellt. In der Sommerpause hat man viel herum experimentiert. Das 4-4-2-System einstudiert, es aber auch mal mit der Dreierkette probiert. Gespielt wird jetzt aber meist im 4-2-3-1. "In dieser Ausrichtung fühlen wir uns einfach am wohlsten", betont Marschlich, der ohnehin nichts davon hält, sich nach dem Gegner auszurichten: "Wir sind selbstbewusst genug, um sagen zu können, dass die Gegner sich nach uns richten sollen. Damit fahren wir bislang auch ganz gut."

Am Wochenende geht es nun gegen den KSC Schwetzingen. Ein Gegner, der derzeit auf dem 11. Platz steht und der geschlagen werden soll. "Wir spielen daheim und da wollen wir die 3 Punkte natürlich behalten." Viel wisse er nicht über den Kontrahenten, erklärt Marschlich, der sich aber bis zum Wochenende noch telefonisch bei Trainerkollegen über den KSC erkundigen möchte.

 

 

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