Sonntag, 11. April 2021

"Daran zu glauben, fällt schon etwas schwerer" ++ Rot-Weiß Rheinaus Trainer Peter Brandenburger hofft auf eine Fortsetzung der Kreisliga-Saison

erstellt am Freitag, 05 März 2021
"Daran zu glauben, fällt schon etwas schwerer" ++ Rot-Weiß Rheinaus Trainer Peter Brandenburger hofft auf eine Fortsetzung der Kreisliga-Saison Bild: Berno Nix

sport-kurier. Spielen oder weiter pausieren? Diese Frage stellt sich im Amateurfußball Bereich derzeit jeder.

Die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Saison stirbt bei jedem zuletzt. Auch bei Rot-Weiß Rheinau hofft man darauf, dass die Politik vielleicht doch noch ihr "Go" gibt.

Für die Mannheimer, die in der Kreisliga spielen, wäre ein Abbruch doppelt bitter, denn das Team von Trainer Peter Brandenburger hatte einen super Lauf zuletzt. Die letzten 5 Saisonspiele wurden allesamt gewonnen, was die Rheinauer auf den 2. Tabellenplatz gespült hat, wo sie punktgleich mit Spitzenreiter Enosis Mannheim stehen. Doch die gute Ausgangslage ist nicht der Hauptgrund für den Wunsch nach einer Fortsetzung der Saison in Rheinau. Wir sprachen mit Peter Brandenburger.

sport-kurier: Hallo Herr Brandenburger, glauben Sie noch an die Fortsetzung der Saison?
Peter Brandenburger: Sagen wir es mal so, wir hoffen darauf, dass die Hinrunde zu Ende gespielt werden kann. Das hängt jetzt aber auch davon ab, wie sich die Leute verhalten und sich die Inzidenzzahlen entwickeln. Hoffen ist deshalb das richtige Worte, denn so richtig daran zu glauben, fällt schon etwas schwerer.

Ein Abbruch wäre für Rheinau, das sehr gute Aufstiegschancen hat, sehr ärgerlich.
Ich sehe es ein wenig differenzierter. Eine Fortsetzung wäre wichtig für alle. Man muss einfach mal sehen, dass da noch viel mehr hinten dranhängt. Zum Beispiel viele Wirtshäuser, die seit Monaten geschlossen sind. Das normale Leben ist uns komplett verloren gegangen und dazu gehört es eben auch, dass man mal zusammen in der Vereinsgaststätte sitzt. Aber natürlich würden wir es auch gerne weiterspielen. Wir würden gerne wieder Spaß zusammen haben und auch gemeinsam trainieren können.

Vor dem Abbruch hatte Ihr Team einen sehr guten Lauf.
Ja, wir waren richtig gut drauf. In unserem letzten Spiel gegen Viernheim haben wir eine sehr gute Leistung gezeigt. Ehrlich gesagt hatten wir bereits vor diesem Spiel die Befürchtung, dass es gar nicht mehr gespielt werden kann. Wir haben relativ früh erkannt, was da auf uns zukommt. Es ist aber so, dass in der Kreisliga alles möglich ist. Man kann an einem schlechten Tag gegen jeden verlieren.

Ihre Spieler halten sich individuell fit. Oder?
Ja, wir haben ihnen Pläne gegeben und sie können sich immer bei mir melden, wenn sie etwas brauchen. Kontrollieren können wir ihr individuelles Training aber nicht, wir können nicht jeden mit einer Uhr oder ähnlichem ausstatten. Jeder ist da ein Stückweit für sich selbst verantwortlich. Wir haben ihnen gesagt, dass alles ganz schnell gehen kann und es plötzlich heißt, dass ab sofort wieder trainiert werden darf und es in 3 Wochen mit der Saison weitergeht.

Wie sieht es mit den Planungen für die neue Saison aus?
Gut. Wir sind da schon recht weit. Eine oder zwei Positionen sind noch offen, da würden wir uns gerne noch junge Spieler dazu holen, weil wir uns auf lange Sicht auch verjüngen möchten. Den Stamm der Mannschaft können wir halten. Bis auf zwei, drei Spieler bleibt der Kader zusammen.

In der nächsten Saison wird es dann - falls es nicht vielleicht doch schon in dieser klappt - wieder darum gehen, um den Aufstieg in die Landesliga mitzuspielen. Oder?
Wer mich kennt, weiß dass ich immer jedes Spiel gewinnen möchte und wenn uns das halbwegs gelingt, wären wir ganz gut vorne mit dabei. Es geht darum vorne mitzuspielen, der Aufstieg wäre das i-Tüpfelchen.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 05 März 2021

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