Sonntag, 23. Januar 2022

"Der Blick geht voraus" - Beim Kreisligisten SG Hemsbach kann man mit der bisherigen Saison gut leben

erstellt am Mittwoch, 25 November 2020
Archivbild 2019/2020 - FC Germania Friedrichsfeld - SG Hemsbach, Kreisliga, v.l. Friedrichsfelds Mert Altinisik gegen Hemsbachs Fofana Pa Malick. Archivbild 2019/2020 - FC Germania Friedrichsfeld - SG Hemsbach, Kreisliga, v.l. Friedrichsfelds Mert Altinisik gegen Hemsbachs Fofana Pa Malick. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Wäre da nicht dieses letzte Spiel gewesen, würde Michael Saager wohl ein komplett zufriedenes Fazit ziehen.

Doch dieses 2:8 gegen den VfR Mannheim II wurmt den Trainer des Mannheimer Kreisligisten SG Hemsbach nach wie vor. "Leider hat in diesem Spiel etwas die nötige Grundeinstellung gefehlt", betont Saager, "das hat der Gegner dann ausgenutzt."

Ansonsten war man laut dem Coach in jedem Spiel in einem Bereich, in dem man auch hätte gewinnen können. Dass das mit dem Siegen trotzdem nicht ganz gelungen ist, lässt sich auch an der Tabelle ablesen. Hemsbach liegt aktuell auf dem 13. Platz und hat 9 Punkte aus 8 Spielen geholt. 2 Siegen stehen 3 Unentschieden und 3 Niederlagen gegenüber.

Doch es fehlte nicht viel und die Bilanz würde jetzt besser aussehen. Saager: "Wir haben wirklich sehr gute Spiele gemacht, am Ende dann aber nicht gewonnen." Exemplarisch steht dafür das 3:3 gegen den FV Leutershausen. Wo man zuhause bereits mit 3:0 geführt hatte. "Bis zur 60. Spielminute haben wir in dieser Begegnung sicher unser bestes Saisonspiel gezeigt, aber wir müssen noch lernen, dass wir solche Führungen dann besser ausspielen", stellt der Coach klar.

Ähnlich war es auch gegen Hockenheim. Auch in diesem Spiel führte man bereits mit 3:1, musste in der Schussphase aber noch den Ausgleich zum 3:3 hinnehmen. "Selbst gegen den VfR II waren wir mit 2:1 vorne", berichtet Saager, der gerne offensiven und schnörkellosen Fußball spielen lässt. "Möglichst mit wenigen Kontakten vor das gegnerische Tor kommen, das ist unser Ziel."

 

Archivbild: FC Germania Friedrichsfeld - SG Hemsbach, Kreisliga, v.l. Friedrichsfelds Hakan Girgin gegen Hemsbachs Veysel Beyazal. Foto: Berno Nix

Beim Saisonziel könnte er es sich einfach machen und nach der katastrophalen Vorsaison einfach den Klassenerhalt als Vorgabe ausgeben. Aber das macht er nicht. "Ich denke, dass unser Blick eher voraus geht. Wir würden gerne den Anschluss nach weiter oben herstellen. Denn wir haben gezeigt, dass wir eigentlich mit allen Gegnern mithalten können, dennoch verlieren wir die Situation hinter uns natürlich nicht aus den Augen."

Neuzugänge könnten im Winter dazu kommen. Falls es denn überhaupt ein Transferfenster geben sollte. Mit Florentin Isa steht zudem aber auch schon eine Art Neuzugang fest. Er ist eigentlich schon seit dem Sommer im Kader, wurde aber durch einen Kreuzbandriss ausgebremst und ist mittlerweile wieder ins Lauftraining eingestiegen.

Der momentane Saisonabbruch erfreut Saager nicht, nur zu gerne würde er mit seiner Mannschaft weiter auf Punktejagd gehen. Dass dies derzeit aber nicht möglich ist, dafür hat er Verständnis. "Das wurde ja bundesweit so entschieden und es ist aus meiner Sicht auch die richtige Entscheidung. Man muss ja auch sehen, dass wir Spieler im Kader haben, die berufstätig sind. Und sie sollen sich von ihren Arbeitgebern aus teilweise passiv in dieser Phase verhalten. Fußballspiele passen da nicht ganz so gut."

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 25 November 2020

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