Sonntag, 23. Januar 2022

"Bis zum letzten Tag alles geben" - Kreisligist FV 08 Hockenheim steht mit dem Rücken zur Wand

erstellt am Donnerstag, 22 Oktober 2020
Spielszene FV Hockenheim - TSG Plankstadt. Spielszene FV Hockenheim - TSG Plankstadt. Bild: Lothar Fischer

sport-kurier. 7 Spiele und nur ein Punkt.

Der FV 08 Hockenheim ist einer der Vereine in der Mannheimer Kreisliga, um die man sich Sorgen machen muss. Die Rennstädter stehen derzeit auf dem letzten Platz und drohen so langsam aber sicher den Anschluss zu verlieren. Am letzten Wochenende setzte es eine 1:2 Heimniederlage gegen Friedrichsfeld, das als Drittletzter ebenfalls tief unten drinhängt, mittlerweile nun aber eben schon 6 Punkte auf dem Konto hat. "Das war so ein Spiel, das wir niemals verlieren dürfen", sagt Hockenheims Trainer Kay Gerwig, "wir sind wirklich 6 oder 7 Mal alleine aufs Tor zu gelaufen, haben die Dinger aber nicht gemacht und Friedrichsfeld macht aus 3 Chancen 2 Tore."

Ein Statement, aus dem man eine klare Botschaft heraus hört: Aufgegeben hat man sich bei den Hockenheimern noch lange nicht. "Warum auch? Ich sehe das wirklich nicht durch die rosarote Brille. Unser Problem ist die Abschlussschwäche, wäre die besser, hätten wir schon 2, 3 Spiele gewonnen. Es ist nicht so, dass wir in jedem Spiel gnadenlos abgeschossen werden." Und weiter: "Wir werden bis zum letzten Tag, an dem es rechnerisch noch möglich ist, alles geben, um die Klasse zu halten."

Genau das war auch das Ziel vor Saisonbeginn. Durch einen größeren Aderlass war an mehr eigentlich auch nicht zu denken. Eine bestimmte Punktzahl, die zum Klassenerhalt reichen würde, hat man nicht im Kopf. "In der Bundesliga spricht man bei 18 Punkten immer von dieser magischen 40-Punktemarke. Aber wir schauen wirklich nur von Spiel zu Spiel."

Die Wende könnte der erste Sieg bringen. Er könnte eine Art Befreiungsschlag sein. Das ist auch innerhalb des Teams ein Thema. Das ist nämlich absolut in Takt. In den Trainingseinheiten begrüßt man regelmäßig 15, 16 Spieler. Die Stimmung ist natürlich etwas gedrückt und auch das Selbstvertrauen kann nicht am Optimum sein, doch das Training macht laut Gerwig nach wie vor viel Spaß, weil "alle voll mitziehen."

Klar ist jedenfalls eins: Man kann sich da nur zusammen rausziehen und auch auf frische Kräfte in der Winterpause kann man nicht spekulieren. Dazu fehlt das nötige Kleingeld. "Wir haben keinen Sponsor in der Hinterhand, der uns da eindecken könnte. Unser Weg sind junge Spieler und den gehen wir konsequent weiter", betont Gerwig, der schon am Sonntag auf den Befreiungsschlag hofft. Dann geht es zum KSC Schwetzingen. Einem Aufsteiger, der aber längst in der Liga angekommen ist und immerhin schon 7 Punkte gesammelt hat. Gerwig: "Wir werden auch dort alles reinwerfen, um den ersten Dreier zu holen, denn der Druck wird natürlich nicht geringer für uns. So langsam müssen wir anfangen zu punkten."

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 22 Oktober 2020

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