Montag, 19. Oktober 2020

"Wir sind in der Liga angekommen" - Der KSC Schwetzingen ist in der Kreisliga seit 3 Spielen ungeschlagen

erstellt am Freitag, 16 Oktober 2020
Yusuf Baran ist mit den ersten Spielen in der neuen Spielklasse durchaus zufrieden. Yusuf Baran ist mit den ersten Spielen in der neuen Spielklasse durchaus zufrieden. Foto: Berno Nix

sport-kurier. Als Aufsteiger verfolgt man in der Regel immer das gleiche Ziel.

Es gilt, irgendwie die Klasse zu halten, sich zu stabilisieren, um dann irgendwann vielleicht mal nach mehr schielen zu können. Beim KSC Schwetzingen, der in der Vorsaison in der Kreisklasse A, Staffel I, als Tabellenerster über die Ziellinie gestürmt war, ist das nicht anders.

"Unser Ziel ist der Klassenerhalt", betont Trainer Yusuf Baran, "falls noch etwas mehr drin sein sollte, würden wir uns aber auch dagegen nicht wehren."

Momentan steht man über dem Strich. Der KSC ist derzeit Tabellenzwölfter. Nach 5 Spielen hat man 7 Punkte auf dem Konto stehen. Keine schlechte Bilanz, die man in den letzten 3 Spielen kräftig aufpoliert hat. Seitdem ist man nämlich ungeschlagen: Einem 1:1 gegen den VfB Gartenstadt 2, folgte ein 3:2 Sieg in Plankstadt und ein 2:0 Erfolg gegen die SG Hemsbach. "Ich würde sagen, dass wir so langsam in der Liga angekommen sind und die Intensität angenommen haben. Der Unterschied zur A Klasse ist einfach groß", erklärt Baran, der am Mittwoch allerdings wieder einen kleinen Rückschlag hat hinnehmen müssen. Im Kreispokal kam der K.o. im Viertelfinale beim A Ligisten SG Oftersheim.

"Das ist sehr ärgerlich, aber kein Drama", sagt der Coach, der sich trotzdem aufregt: "Der Verein wäre sehr gerne ins Halbfinale eingezogen." Dass es letztlich nicht gereicht hat, hing auch damit zusammen, dass der KSC rotiert hat: "Solche Spiele sind eine gute Gelegenheit, um Spielern eine Chance zu geben, die ansonsten nicht so häufig auf dem Platz stehen. Und ich muss sagen, dass wir das Spiel auch kontrolliert haben. Oftersheim war 2, 3 Mal vor unserem Tor und im Abschluss eiskalt."

Baran kann in Schwetzingen auf 20 Feldspieler und 3 Torhüter bauen. Mit ihnen verfolgt er folgende Spielidee: Aggressiv den Ball erobern und schnell nach vorne spielen. Umsetzen lässt sich das aber nicht immer. "In der Kreisliga müssen wir uns eben manchmal auch nach den Gegnern richten, da muss man auch improvisieren können", berichtet Baran.

Am Sonntag um 16 Uhr wartet nun so ein Gegner, der recht dominant auftritt. Die Rede ist von Enosis Mannheim, das überraschend die Kreisliga anführt. Überraschend, weil es dort einen großen Umbruch im Sommer gab und man viel Qualität verloren hat. "Ich kenne ihren Trainer sehr gut. Wir tauschen uns regelmäßig aus", verrät Baran, "er ist selbst ein wenig überrascht, dass es so gut läuft. Ich denke aber, dass es am Ende Mannschaften wie Rot-Weiß Rheinau, Amicitia Viernheim oder SpVgg Wallstadt sein werden, die die Nase vorne haben."

Doch auch Enosis ist nicht zu verachten. Baran weiß das, sein Respekt ist groß. "Ich denke, dass sie derzeit einfach auch einen Lauf und sehr viel Selbstvertrauen haben. Andererseits muss ich aber auch sagen, dass ich glaube, dass wir aufgrund unserer Kaderstärke durchaus mit ihnen mithalten können. Und das würden wir gerne am Sonntag beweisen."

 

Letzte Änderung am Freitag, 16 Oktober 2020

Kreisliga Mannheim