Diese Seite drucken

Fünfmal am Ball, fünfmal ins Tor ++ Berkan Demiröz von Hochstätt Türkspor wurde zum Alptraum für den SC Reilingen

erstellt am Dienstag, 13 Oktober 2020
Archivbild: Berkan Demiröz hier noch im Trikot der Heddesheimer. Archivbild: Berkan Demiröz hier noch im Trikot der Heddesheimer. Bild: KraichgauSport / Lörz

sport-kurier. Mit 5:1 gewann der FC Hochstätt Türkspor am Wochenende gegen den zuletzt stark auftrumpfenden SC Reilingen.

Das Problem der Reilinger war: Sie bekamen in der eigenen Box einen Spieler des Gegners nicht unter Kontrolle. Berkan Demiröz traf für Hochstätt nach einem Eckball, nach einem Sololauf und auf drei Vorlagen von Hakan Ince und verdoppelte seine Torausbeute in dieser Saison von fünf auf zehn Treffer.

Den 30-jährigen Vollblutstürmer ganz auszuschalten geht offenbar nicht. "Viel mehr Ballkontakte hatte ich eigentlich gar nicht", muss er schmunzeln. "Das Problem ist, dass ich meistens drei Gegenspieler habe", weiß die Konkurrenz natürlich um seine Torgefährlichkeit. Für diese Saison war eine Vertragsverlängerung bei der SG Kirchheim eigentlich schon beschlossene Sache. "Wir waren uns einig", wollte er weiter für den Landesligisten stürmen.

Zurück zu seinem Jugendverein kam er auf Bitten seines Vaters Yilmaz, der im Vorstand des FC Hochstätt mitarbeitet. "Der Verein wäre wahrscheinlich abgestiegen und kaputtgegangen", verweist er auf zahlreiche Abgänge von Spielern nach dem Weggang des alten Trainers. Mit René Schwall und Ince bildet er nun das Gerüst der aktuellen Mannschaft.

Die nächsten fünf Jahre will er noch weiterspielen, aber dies nicht zwingend bei Hochstätt Türkspor. "Man hat mir hier auch angeboten, in den Trainerbereich mit einzusteigen, aber tendenziell möchte ich lieber noch einmal versuchen, ein bis zwei Klassen höher mein Können unter Beweis zu stellen, damit es nicht heißt, ich könne nur in der Kreisliga treffen."

Dass es bei Fortuna Heddesheim und SG Kirchheim nicht viele Tore von ihm zu bejubeln galt, begründet er auch mit gesundheitlichen Problemen. "Ich hatte zwei Muskelfaserrisse. Aber momentan bin ich verletzungsfrei und in einem körperlich guten Zustand."

Seine Bilanz nach fünf Einsätzen in der laufenden Runde kann sich sehen lassen, denn bis auf das erste Saisonspiel hat er immer mindestens ein Tor erzielt. "Vor der Saison haben wir uns vorgenommen, nicht abzusteigen, doch jetzt glaube ich, dass es aufgrund unseres Kaders auch für einen Platz in den Top 7 reichen könnte. Wir haben erst sieben Punkte, aber auch schon einige ambitionierte Spitzenteams als Gegner gehabt", erwartet er in den nächsten Wochen mehr Gegner auf Augenhöhe.

Und sein persönliches Ziel? "Beim FC St. Ilgen hatte ich in der Kreisliga Heidelberg 39 Tore in einer Saison. Ich werde versuchen, meinen persönlichen Rekord zu brechen. Wenn die 4 vorne steht, habe ich das Ziel erreicht."

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 13 Oktober 2020