Samstag, 26. September 2020

"Mein Stuhl wackelt noch nicht" ++ Germania Friedrichsfeld-Coach Matthias Dehoust wähnte sich nach dem 0:10 im falschen Film

erstellt am Dienstag, 15 September 2020
Ohne Worte. Matthias Dehoust, der Trainer von Germania Friedrichsfeld Ohne Worte. Matthias Dehoust, der Trainer von Germania Friedrichsfeld Bild: Berno Nix

sport-kurier. Zumindest den Humor hatte Trainer Matthias Dehoust vom Kreisligisten Germania Friedrichsfeld nach der 0:10-Pleite seiner Mannschaft am Sonntag bei der SpVgg Wallstadt noch nicht verloren.

"Das Ergebnis ist eine Falschmeldung. Wir haben wegen Corona gar nicht gespielt", scherzte er.

Doch im Ernst, das Ergebnis nagt an ihm. "Am ersten Spieltag war ich nicht da, habe aber von den Verantwortlichen des Clubs und Zuschauern nach dem Sieg über den VfR Mannheim II sehr viel positives über den Auftritt des Teams gehört. Daher war ich sehr gespannt, wie wir uns in Wallstadt schlagen werden", war er vor dem Anpfiff noch guten Mutes.

Was dann passierte, verschlug ihm fast die Sprache. "Ist das real?", fragte er sich die Augen reibend. Schon zur Halbzeit lag die in jeder Beziehung unterlegene Germania mit 0:3 zurück. "In der Halbzeit haben wir uns noch einmal besprochen, wir wollten wenigstens die zweite Hälfte offen gestalten und möglichst für uns entscheiden", war der Plan. Das Ergebnis war, dass es noch weitere sieben Mal im eigenen Kasten einschlug.

"Läuferisch, kämpferisch und vom spielerischen her war da gar nichts. Ich kann eigentlich keinen Spieler nennen, der sich da etwas positiv hervorgehoben hätte", lautete sein Urteil. In der Vorbereitung gab es zwar auch einmal eine hohe Niederlage gegen den FV Brühl, die Dehoust aber nicht überbewerten wollte. "Das war nach einer anstrengenden Trainingswoche ein Spiel gegen einen Landesligisten", erklärte er.

Die Mannschaft hat schon am Donnerstag, da steht um 19.30 Uhr das Drittrundenspiel im Kreispokal gegen den FC Hochstätt Türkspor an, die Chance sich zu rehabilitieren. "Zumindest kämpferisch erwarte ich da einen ganz anderen Auftritt", hofft er, dass seine Spieler die richtigen Lehren gezogen haben.

Auf Strafmaßnahmen verzichtete er. "Die Spieler werden ja sicherlich auch von vielen anderen auf so ein 0:10 angesprochen", denkt er, dass dies als Strafe reicht. Auch er selbst hat nichts zu befürchten. "Mein Trainerstuhl wackelt noch nicht. Ich glaube auch nicht, dass es je zu einer Entlassung kommen wird. Wenn ich sehen würde, dass es keinen Sinn macht, wäre ich der letzte, der dann im Amt kleben bleiben würde", verweist er auf die gute Zusammenarbeit im Verein.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 15 September 2020

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