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"Wenn die anderen schwächeln…" ++ Patrick Marschlich über die Ziele des TSV Amicitia Viernheim

erstellt am Donnerstag, 13 Februar 2020
Hat noch Lust auf Fußball. Patrick Marschlich vom TSV Amicitia Viernheim Hat noch Lust auf Fußball. Patrick Marschlich vom TSV Amicitia Viernheim Bild: Berno Nix

sport-kurier. Das Karriereende war schon fest geplant.

Im vergangenen Juni sollte mit dem auslaufenden Vertrag beim TSV Wieblingen eigentlich Schluss sein mit dem Fußballspielen, aber dann wurde Patrick Marschlich doch noch einmal "schwach". "Ich bekam eine Anfrage meines Heimatvereins TSV Amicitia Viernheim. Ich habe dann ein paar Trainingseinheiten absolviert und plötzlich wieder Lust bekommen", erinnert sich der mittlerweile 34-jährige zurück.

"Natürlich steht jetzt der Beruf und die Familie im Vordergrund. Ich bin verheiratet und habe zwei Kinder, die vier Jahre bzw. 4 Monate alt sind. Solange ich dies alles noch miteinander verbinden kann, kann ich dieses Hobby weiter betreiben", erzählt er dem sport-kurier.

Sportlich lief es auch gar nicht schlecht für die Viernheimer. Nach den finanziellen Kapriolen verbunden mit dem Absturz in die Kreisliga ist bei den Viernheimern wieder Ruhe eingekehrt. Der Sport steht wieder im Vordergrund und dies mit einer Mannschaft, der Marschlich einiges zutraut.

"Der Großteil des Teams besteht aus Spielern aus dem Ort, die teilweise schon vier Jahre oder länger zusammenspielen und auch in ihrer Freizeit immer zusammen unterwegs sind. Der Teamgeist ist wirklich groß. Ich selbst sehe mich als absoluten Führungsspieler in der jungen Truppe. Der zweitälteste Spieler ist ja fast sieben Jahre jünger als ich. Und es ist auch so, dass ich mal die ein oder andere Einheit im Training leite, wenn ein Trainer mal nicht da ist", beschreibt er seine Rolle.

Genügend Erfahrung bringt der Produktmanager in der Werkzeugbranche auch genügend mit. Nach drei Jahren in der damals viertklassigen Oberliga beim SV Waldhof und sogar fünf Jahre bei Regionalligist Sonnenhof Großaspach macht ihm keiner etwas vor. "Mit dem Sonnenhof haben wir damals als württembergischer Pokalsieger vor ausverkauftem Haus in Heilbronn gegen den benachbarten VfB Stuttgart im DFB-Pokal gespielt", zählt er dieses Spiel zu den Highlights seiner Karriere.

Und was ist noch drin für die Viernheimer in der Rückrunde? "Wir sind als Tabellenvierter nur knapp hinter den führenden Teams. Wenn die anderen schwächeln, ist für uns im Kampf um den Aufstieg noch was drin", will Marschlich mit den Südhessen den Druck auf die anderen Konkurrenten RW Rheinau, SpVgg Wallstadt und TSG Lützelsachsen hochhalten.

"Unsere Testspiele haben wir bis jetzt alle gewonnen bis auf eine Ausnahme. Beim Unentschieden gegen Fürth hat es auf Kunstrasen bei 0 Grad aber auch wirklich keinen Spaß gemacht", hat er diese Partie schon abgehakt. In der Kreisliga mithalten mit den anderen Spitzenteams könne man, glaubt der gebürtige Heppenheimer. "Nur gegen Lützelsachsen waren wir beim 1:5 in der Vorrunde richtig schlecht. Gegen Rheinau haben wir unglücklich verloren und gegen Wallstadt waren wir beim 1:1 die bessere Mannschaft", sieht er seine Truppe auf Augenhöhe mit der Konkurrenz.

Und wie lange will der bodenständige defensive Mittelfeldspieler noch auf dem Platz stehen? "Ich entscheide das Jahr für Jahr. Ich fühle mich derzeit topfit und bin in meiner Karriere von den ganz schweren Verletzungen auch verschont geblieben. Es spricht derzeit nichts dagegen, dass ich auch über das Jahr hinaus noch weitermache", blickt er vorsichtig voraus. Die Viernheimer Kameraden würde es sicher freuen.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 13 Februar 2020

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