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500 Euro für 14 Tore - Leutershausens Stürmer Louis Leistikow hat eine Wette am Laufen

erstellt am Mittwoch, 09 Oktober 2019
Louis Leistikov (schwarz) gegen Simon Schuhmacher (FV Hockenheim) Louis Leistikov (schwarz) gegen Simon Schuhmacher (FV Hockenheim) Bilder: Philipp Reimer

sport-kurier. Eigentlich ist sein Job recht simpel: Louis Leistikow ist immer der, der ganz vorne steht, auf Zuspiele wartet und die dann im Idealfall ins gegnerische Tor knallt.

Doch so simpel wie sich das vielleicht anhört, ist es nicht. Wer selbst schon mal im Sturm gespielt hat, weiß das ganz genau. Auch Leistikow, der im Sommer von der TSG Weinheim 2 zum FV Leutershausen gewechselt ist, trifft nicht immer - aber fast immer.

Am letzten Wochenende gelangen dem 21-Jährigen, der in Heidelberg Biologie und Sport auf Lehramt studiert, vier Treffer in einem Spiel (7./50./53./68.). Auch für ihn kein alltägliches Erlebnis: "Seit ich im Erwachsenenbereich spiele, ist mir so etwas noch nie gelungen", lacht der Torjäger von Bergstraße, "in der Jugend kann es schon mal vorgekommen sein, erinnern kann ich mich daran aber nicht mehr."

Insgesamt hat er für seinen neuen Club nun 6 Tore geschossen. Und da dürften noch ein paar dazu kommen, denn Leistikow hat schon mehrfach bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht. In der letzten Saison waren es für Weinheim 2 17 Treffer. Den Abstieg konnte er dennoch nicht verhindern. Der war letztlich auch mit entscheidend, dass er nach Leutershausen gewechselt ist. "Zuerst hatte ich mir eigentlich überlegt, dass ich in Weinheim bleibe, aber Leutershausens Trainer Stefan Matthes hat mich letztlich in den Gesprächen überzeugt", berichtet Leistikow.

 

Louis Leistikov hier im Zweikampf mit Faruk Yalman (FV Hockenheim)

Für ihn war es ohnehin eher eine Rückkehr als ein Wechsel, schließlich hat er schon in der Jugend für den FVL gespielt. Doch damals war noch vieles anders, es war eine Zeit, in der der heutige Knipser eher in der Defensive zum Einsatz kam. Mit dem Positionswechsel hat sich dann auch das Vorbild geändert: War er einst glühender Fan von Philipp Lahm, ist es jetzt Serge Gnabry, dem er nacheifert. Hauptsache Bayern München könnte man nun meinen und liegt damit auch nicht so ganz verkehrt: Leistikow ist ein großer Fan des deutschen Rekordmeisters.

Allerdings ist er selbst eher kein Gnabry, Leistikow ist vielmehr der Typ Brecher, der in der ersten Reihe sofort ins Auge fällt, was an seiner Statur liegt. Er ist 1,91 Meter groß und verfügt somit über ein gutes Kopfballspiel. "Ich selbst sehe meine körperliche Präsenz und meine Kaltschnäuzigkeit als meine größten Stärken an", betont er.

Doch es gibt auch Dinge, die er gerne noch verbessern würde. Leistikow: "Ich bin nicht der Allerschnellste und manchmal fehlt mir auch noch etwas die Ruhe am Ball, in diesen Bereichen würde ich gerne noch etwas zulegen."

Ein spezielles Torziel verfolgt er nicht. Trotzdem hat er eine Wette am Laufen. "Als ich nach Leutershausen gewechselt bin, habe ich mit einem AH-Spieler gewettet, dass ich 14 Tore in dieser Saison schaffe, klappt das, muss er uns 500 Euro in die Mannschaftskasse zahlen. Und da arbeite ich jetzt natürlich drauf hin." Gleichzeitig hofft er mit dem FVL am Saisonende auf einem der ersten 5 Plätze landen zu können.

 

 

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 09 Oktober 2019

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