Mittwoch, 01. Februar 2023

"Wir wollen uns nicht so einfach wieder wegstoßen lassen" - Käfertals Trainer Matthias Dehoust im Interview

erstellt am Freitag, 02 Dezember 2022
Matthias Dehoust (Vordergrund) steht mit seinem Team an der Tabellenspitze. Matthias Dehoust (Vordergrund) steht mit seinem Team an der Tabellenspitze. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Der SC Käfertal spielt in der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel II, bislang eine sehr gute Saison.

Die Mannschaft von Trainer Matthias Dehoust, der das Team im Sommer übernahm, führt das Tableau mit 6 Punkten Vorsprung auf die SG Mannheim an und hat dabei sogar noch ein Spiel in der Hinterhand.

Wir sprachen mit Dehoust.

Hallo Herr Dehoust, bislang kann man mit der Saison sehr zufrieden sein. Oder?

Das unterschreibe ich so natürlich. Dieser Ausrutscher am 2. Spieltag in Hohensachsen war absolut unnötig, aber aufgrund des Spielverlaufs eine verdiente Niederlage. Dort haben wir uns sehr dumm angestellt und dann auch noch 2 rote Karten kassiert. Doch ich will nicht jammern. Bisher, wir haben ja noch 3 Spiele bis zur Winterpause, ist es wirklich gut gelaufen für uns. Da sind nochmals 9 Punkte zu vergeben. Am Sonntag wartet noch ein echtes Highlight und eine Standortbestimmung auf uns, wenn wir beim Zweiten SG Mannheim antreten.

Hat man in Käfertal so einen guten Start erwartet? Oft dauert es ja ein bisschen bis man sich mit einem neuen Trainer gefunden hat.

Die Mannschaft ist bis auf zwei Spieler zusammengeblieben. Wir haben das ein oder andere geändert und ein paar andere Reize gesetzt, aber es sind die selben Jungs. Ich wusste vor der Runde von den Namen her, dass es eine gute Mannschaft ist, die zu mehr im Stande sein müsste. Aber ob das dann immer 1:1 so umzusetzen ist, weiß man nie. Das kommt eben immer darauf an, wie die Mannschaft das dann alles umsetzt.

Kann man sagen, dass das Ziel jetzt der Aufstieg ist?

Die Vorrunde ist gespielt und eine gewisse Tendenz ist da. Ich glaube, dass es mir wenige abkaufen würden, wenn ich jetzt sagen würde, dass wir unter die ersten 10 wollen. Wir haben uns diese Ausgangsposition erarbeitet. Uns ist sie nicht zugeflogen. Wir haben in der Vorbereitung hart gearbeitet und tun das weiterhin. Das ist jetzt der Lohn dafür. Wir wollen diese Position verteidigen. Wie es dann weiter läuft, muss man sehen. Bislang hatten wir im Großen und Ganzen Glück mit Verletzungen, das kann sich aber eben immer auch ändern. Unsere Sinne sind geschärft. Wir wollen uns nicht so einfach wieder von dem Platz wegstoßen lassen. Das ist Fakt.

Wer sind die größten Konkurrenten?

Ich denke, dass der FV Ladenburg noch nicht aus dem Rennen ist. Die SG Mannheim auch. Wir kennen sie aus dem ersten Spiel, aber die jetzige Mannschaft hat mit der von damals wohl nicht mehr allzu viel zu tun. Zu diesem Zeitpunkt waren bei ihnen viele Spieler im Urlaub. Nicht ganz verstehen kann ich, dass die SG Hemsbach etwas im Niemandsland der Tabelle steht. Sie haben uns das Leben richtig, richtig schwer gemacht. Wir hatten mächtig zu kämpfen, dass wir zuhause gegen sie zumindest einen Punkt holen konnten. Aber vielleicht starten die in der Rückrunde durch.

Wo kann man sich noch verbessern?

Verbesserungsmöglichkeiten gibt es immer. Das Abwehrverhalten ist nicht immer optimal. Da sind wir manchmal noch zu schläfrig. Denn wirklich rausgespielte Gegentore kassieren wir selten, es waren meist eher Verkettungen von Fehlern und Unkonzentriertheiten, die uns Probleme bereitet haben. Das wollen wir abstellen und arbeiten daran.

Kann es im Winter zu Veränderungen am Kader kommen?

Da weiß man nie, was noch so passiert. Der ein oder andere wird sicher unzufrieden sein, weil er auf nicht so viel Einsatzzeiten kam. Vielleicht äußern Spieler da Wechselwünsche. Wir werden dann schauen, was wir dann machen können. Ob wir Wechselwünschen zustimmen können oder nicht. Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir relativ stabil stehen und eine gute Trainingsbeteiligung haben. Aktuell ist bei Wechseln in beide Richtungen nichts geplant, wir werden schauen, was noch so auf uns zu kommt.

Gegen die SG Mannheim ist es am Sonntag ein absolutes Topspiel.

Natürlich. Der 1. gegen 2. - mehr Topspiel geht nicht. Sie werden motiviert sein, wissen wie das Spiel in der Hinrunde lief. Damals haben wir 3:0 gewonnen. Ich bin aber der Überzeugung, dass es gegen uns - wenn wir als Team an die Leistungsgrenze kommen - für jeden Gegner in dieser Liga schwer wird. Wir wollen jeden Sonntag das Maximum rausholen. Wir werden am Sonntag unseren Mann stehen und dann schauen wir mal, was am Ende dabei herauskommt.

 

 

 

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 02 Dezember 2022

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