Sonntag, 04. Dezember 2022

"Es wurde eine Euphorie bei uns entfacht" - Trainer Jürgen Knoll vom TSV Schönau im Interview

erstellt am Donnerstag, 24 November 2022
Schönaus Trainer Jürgen Knoll an der Seitenlinie in Aktion. Schönaus Trainer Jürgen Knoll an der Seitenlinie in Aktion. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Der TSV Schönau ist die Überraschungsmannschaft im bisherigen Saisonverlauf der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel II.

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Knoll rangiert als Aufsteiger momentan auf dem 4. Tabellenplatz und befindet sich in Schlagdistanz zum zweiten Rang, der am Ende zur Aufstiegsrelegation berechtigen würde. Wir haben uns mit Jürgen Knoll unterhalten.

Hallo Herr Knoll, wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Wir sind natürlich sehr zufrieden, denn wenn man ehrlich ist, hat keiner damit gerechnet, dass wir da oben mitmischen können. Für unsere erste gespielte Vorrunde in der A-Klasse passt das doch sehr gut.

Als Aufsteiger hat man in der Regel das Ziel die Klasse zu halten…

Vor der Runde hatten wir auch genau dieses Ziel. Wir wollten uns schnellstmöglich ein Polster nach unten erarbeiten. Mittlerweile haben wir das wohl erreicht. Ich für mich glaube nicht, dass wir in der Rückrunde noch etwas mit dem Abstieg zu tun haben werden. Jetzt muss man schauen, dass man andere Ziele ausgibt. Eben dass wir nun versuchen, so lange wie möglich oben dran zu bleiben, um dann eben mal zuschauen was noch so passiert.

Träumt man vielleicht schon sogar etwas vom nächsten Aufstieg?

Unser Ziel ist das sicher nicht, ein Aufstieg ist ohnehin kaum planbar. Wir wollen einfach schauen, was möglich ist für uns.

Gibt es ein Erfolgsgeheimnis?

Die Jungs sind eingespielt. Viele Neuzugänge sind nicht dazu gekommen und die, die neu dabei sind, kennen unseren Verein sehr gut, weil sie in der Vergangenheit alle schon auf der Schönau gespielt haben. Wir haben da eine wirklich gute und junge Truppe beisammen, in der noch viel Potential steckt. Es macht einfach Spaß mit den Jungs. Sie saugen alles auf wie einen Schwamm. Natürlich gibt es auch noch Schwankungen, das hat sich bei unserer letzten 1:4 Niederlage gegen die SG Mannheim gezeigt. Sie waren uns körperlich überlegen und auch im Zweikampfverhalten präsenter als wir. Das gilt es jetzt für die Rückrunde zu verbessern.

Verstecken braucht man sich aber vor keinem Gegner. Oder?

Nein, wir wurden noch von niemandem abgeschossen oder an die Wand gespielt. Eigentlich sind wir es immer, die das Spiel bestimmen. Aber es klappt eben noch nicht immer über die kompletten 90 Minuten. Auch die Konsequenz vor dem Tor ist noch nicht immer so da.

SC Blumenau - TSV Schoenau, Kreisklasse A2, Schoenaus Marco Alex (re.) scheitert hier an Blumenaus Keeper Michael Polte (li.), dazwischen Blumenaus Tobias Halter.  Bild: Berno Nix

Wie groß ist der Kader?

Wir wollen nicht jammern, weil die Jungs, die zuletzt gespielt haben, es gut gemacht haben, aber wir hatten und haben schon ein paar Verletzte. Momentan fehlen 4 Mann. Der Kader besteht aus 24, 25 Spielern.

Man hat auch viele Eigengewächse im Kader...

Ja, das stimmt. Sie kennen den Verein. Sie wissen, wie der TSV tickt.

Der Verein war lange etwas in der Versenkung verschwunden. Wie kommt dieser Aufschwung derzeit zustande?

Die Jungs kennen sich von früher. Und es ist eben so, dass wenn einer den ersten Schritt macht, andere nachziehen. Das spricht sich rum. Über die Jahre hat sich das entwickelt. Wir haben aber auch eine super Vereinsführung. Beim TSV wird alles für die 1. Mannschaft getan. Das ist schon top.

Richtet man sich nach dem Gegner. Oder zieht man bezüglich der Spielidee immer sein eigenes Ding durch?

Eigentlich wollen wir unser Programm durchziehen. Aber natürlich schauen wir uns vorher auch die Gegner an und stellen uns entsprechend auf sie ein.

Am Wochenende ist man spielfrei. Danach geht es gegen die SG Hohensachsen. Was für ein Spiel ist da zu erwarten?

Das gibt ein kampfbetontes Spiel. Der Gegner ist nicht so schlecht wie es die Tabelle aussagt. Das Hinspiel haben wir knapp mit 4:3 gewonnen. Das ist eine gute Truppe. Es ist nicht so, dass wir da jetzt hinfahren und locker die Punkte holen. In Hohensachsen wird auf Kunstrasen gespielt. Zudem ist der Platz auch etwas kleiner.

Das Zuschauerinteresse soll groß sein beim TSV Schönau. Können Sie das bestätigen?

Ja, durch den Aufstieg wurde schon eine kleine Euphorie bei uns entfacht. Manche Zuschauer hat man jahrelang nicht mehr auf der Schönau gesehen und jetzt sieht man sie wieder. Das freut uns sehr. Unsere Zuschauer drücken den Jungs die Daumen, sie kennen sie noch als sie kleine Buben waren. Auch bei den Auswärtsspielen werden wir von einem ganzen Haufen begleitet. Wir haben so einen Heimschnitt, der zwischen 200 und 250 Zuschauern liegt.

 

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 24 November 2022

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