Freitag, 21. Januar 2022

"Schiedsrichter fährt in der Halbzeit weg" - Spielabbruch in der Kreisklasse A II zwischen der SG Hohensachsen und SG Viernheim

erstellt am Mittwoch, 10 November 2021
"Schiedsrichter fährt in der Halbzeit weg" - Spielabbruch in der Kreisklasse A II zwischen der SG Hohensachsen und SG Viernheim Bild: Red/i stock

sport-kurier. Ein Spielabbruch der etwas anderen Art, fand am Sonntag in der Mannheimer Kreisklasse statt.

Beim A-Liga Spiel zwischen der SG Hohensachsen und der SG Viernheim ging die Begegnung zur 2. Halbzeit nicht mehr weiter, der Schiedsrichter hatte ohne weitere Rücksprache mit der Heim- und Auswärtsmannschaft mit seinem Fahrzeug das Sportgelände verlassen. Somit konnte die Partie nicht mehr fortgeführt werden.

Was war passiert? Der Schiedsrichter stellte einen Viernheimer Akteur in der 39. Minute wegen einer vermeintlichen Notbremse mit Rot vom Platz.

Ralf Dalmus: "Sicher kann man darüber diskutieren, ob das Rot war. Aber es war nicht so, dass es deshalb Tumulte gegeben hätte. Das Spiel lief weiter. In der 42. Minute sagte der Schiedsrichter nach einem unterbrochenen Zweikampf gegenüber einem unserer Spieler und einem Hohensachsener Akteur, dass er die 2. Halbzeit sowieso nicht mehr anpfeifen würde", so ein auch im Nachhinein verdutzter Viernheimer Trainer.

Der Referee ließ laut Dalmus das Spiel 51 Minuten laufen in Durchgang eins. "Mit der letzten Aktion entschied er auf Freistoß, aber den ließ er nicht ausführen, sondern ging vom Platz", so Dalmus weiter.

Während der Halbzeitpause bemerkten Verantwortliche der Hohensachsener, dass der Schiedsrichter umgezogen zu seinem Fahrzeug lief. Auf die Frage eines Zuschauers, warum er ginge, soll er keine Antwort gegeben haben. Auch die Hohensachsener konnten sich nicht erklären, warum die Partie beendet sein sollte. So sagte Hohensachsens Abteilungsleiter Steffen Janke gegenüber der Presse, es habe sich in dieser Richtung nichts angedeutet, es müsse wohl eine Sache zwischen einem Viernheimer Spieler und dem Schiedsrichter gewesen sein. "Wir hätten gerne weitergespielt", so Janke.

Dalmus: "Ich habe in der Kabine alle Spieler gefragt, ob es einen Vorfall gab, von dem wir nichts mitbekommen haben. Aber auch hier "tapsen" wir im Dunkeln."
Nach einem Anruf der Hohensachsener beim Verband, warum der Schiedsrichter den Sportplatz in der Halbzeit verlassen hat, wurde mitgeteilt, dass sich der Schiedsrichter wohl von Viernheimern bedroht gefühlt hat.

Schiri-Obmann Ivo Leonhardt war auf Anfrage der Redaktion telefonisch nicht erreichbar.

 

 

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