Dienstag, 30. November 2021

"Es ist eine Seuchensaison" - Phönix Mannheim Trainer Nenad Kuko hat sich die Saison anders vorgestellt

erstellt am Dienstag, 26 Oktober 2021
Nenad Kuko Nenad Kuko Bild: Berno Nix

sport-kurier. In der letzten Saison war Phönix Mannheim ganz vorne mit dabei.

Als die Runde in der Kreisklasse A, Staffel II, nach 8 Spieltagen abgebrochen wurde, lag Phönix als Tabellenvierter mit 19 Punkten nur 2 Zähler hinter Spitzenreiter SKV Sandhofen.

Auch in dieser Saison rechnete man sich nun viel aus. "Wir sind vom Kader her eigentlich besser besetzt als in der Vorsaison", betont Nenad Kuko, der bei Phönix als Trainer arbeitet, "wir haben 2, 3 wirklich gute Spieler dazu bekommen."

In der Tabelle zeigt sich das momentan aber nicht. Die Mannheimer haben nach 10 Partien 7 Punkte gesammelt, was im Tableau den 12. Platz bedeutet. Ziel war eigentlich ganz oben dabei zu sein.
Die Frage ist nun, woran liegt es denn, dass es bis dato nicht klappt? Kuko: "Ich will jetzt hier nicht jammern, aber unser Verletzungspech ist wirklich enorm. Uns fehlt quasi die komplette erste Elf. Dass wir überhaupt antreten können, liegt nur daran, dass wir unsere Reserve abgemeldet haben, ansonsten hätten wir wirklich große Probleme, die nicht zu lösen wären."

Der Kader umfasst laut Kuko insgesamt 28 Mann, von denen sind nun schon seit Wochen nur noch 16 Spieler übrig. An eine schnelle Besserung ist nicht zu denken. Denn laut dem Coach sind einige schwere Verletzungen dabei. "Vom Kreuzbandriss bis hin zu einem Bruch im Schultergelenk ist alles dabei", berichtet er, "es ist eine Seuchensaison."

MFC Phoenix Mannheim - SKV Sandhofen, Kreisklasse A2, v.l. Sandhofens Ivan Sulic gegen Phoenix Hakan Girgin. 

Die Spieler, die aus der letztjährigen Reserve aushelfen, machen es laut Kuko dennoch gut. Es seien einige Jungs dabei, die sich wirklich bewährt hätten. Das Problem ist nur, dass Phönix sein eigentlich verinnerlichtes System nicht mehr so spielen kann, wie es Kuko gerne hätte. "Eigentlich haben wir mit einer Dreierkette und schnellen Außenspielern gespielt, das ist jetzt so aber nicht mehr möglich." Gute Leistungen kann man dennoch noch abrufen. Gerade am letzten Wochenende bei der 2:3-Niederlage gegen Käfertal z.B. "Da haben wir eine wirklich richtig starke 2. Halbzeit gespielt und bekommen dann in der letzten Minute das 2:3."

Eines hat sich ohnehin nicht geändert, bei Phönix stellt man sich nicht hinten rein. Man spielt stets auf Sieg und hat hier das nächste größere Problem. "Uns fehlt durch die vielen Verletzungen jemand, der im Sturm spielen kann, der das auch gelernt hat, denn wir nutzen unsere Chancen einfach nicht."

Die Leistung gegen Käfertal macht Kuko und seinen Spielern dennoch Mut und den brauchen sie auch. Denn die Tabelle lügt nicht, momentan muss man schauen, dass man nicht noch weiter unten rein rutscht. Von dem ursprünglichen Saisonziel, dass man oben dabei ist, hat sich Kuko verabschiedet. "Falls wir es schaffen könnten am Ende auf einem einstelligen Tabellenplatz zu landen, wäre es schon gut."

Um dies zu schaffen, sollten in den nächsten beiden Spielen Siege her. Zunächst geht es bei Türkspor Edingen um Zählbares und eine Woche später reist der SSV Vogelstang zu Phönix. Beide Gegner stehen auf einem Abstiegsplatz. Türkspor hat bislang alle 10 Spiele verloren. "Wir werden in beiden Spielen alles für einen Sieg tun, das ist immer so und der Gegner spielt dabei keine wirkliche Rolle", betont Kuko.

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 26 Oktober 2021

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