Mittwoch, 27. Oktober 2021

Kurskorrektur bei A-Ligist Pfingstberg - Trainer de Mingo will schnell raus aus dem Keller

erstellt am Donnerstag, 14 Oktober 2021
Miguel de Mingo befindet sich mit seiner Mannschaft im unerwarteten Abstiegskampf. Miguel de Mingo befindet sich mit seiner Mannschaft im unerwarteten Abstiegskampf. Bild: Berno Nix

sport-kurier. "So haben wir uns das ganz sicher nicht vorgestellt", sagt ein nachdenklicher Miguel de Mingo.

Der Trainer des SC Pfingstberg-Hochstätt kann es selbst nicht so ganz fassen, wenn er derzeit die Tabelle der Mannheimer Kreisklasse, A, Staffel 1, abschaut. Seine Mannschaft liegt auf dem vorletzten Platz und hat aus 8 Spielen nur 4 Punkte sammeln können.

Das Ziel war ein anderes. Man wollte auch in dieser Saison im oberen Drittel mitspielen. In der letzten Runde, die nach dem 8. Spieltag abgebrochen wurde, gelang das auch. Pfingstberg war Tabellenvierter und hatte 17 Punkte auf dem Konto, wurde von vielen Experten für ihre guten Leistungen gelobt. Und auch die Vorzeichen vor dieser Spielzeit sind eigentlich sehr gut gewesen. Denn der Kader ist identisch, man konnte seine Leistungsträger halten und war guten Mutes.

Dass es nun bislang nach hinten losgegangen ist, hat laut de Mingo insbesondere den Grund, dass man mit sehr vielen verletzten Spielern zu kämpfen hat. Zwischenzeitlich musste der Coach auf 9 Spieler gleichzeitig verzichten, was bei einem Kader von 21 Mann (19 + 2) schwierig ist. "So etwas habe ich selbst ehrlich gesagt noch nie erlebt", betont de Mingo, "ich habe mich auch schon mit anderen Trainerkollegen ausgetauscht, denen es ähnlich geht. Wir glauben, dass es mit der Coronapause zu tun hat, wenn man 7, 8 Monate gar nichts gemacht hat, kann sich das eben bemerkbar machen." De Mingo hat vor allem Ausfälle wegen muskuläre Probleme zu beklagen, es ist aber auch ein Kreuzbandriss dabei.

Immerhin lichtet sich das Lazarett so langsam. Allerdings kam am Donnerstag noch eine weitere Hiobsbotschaft hinzu: De Mingos Torhüter meldete sich mit einem Bandscheibenvorfall ab. "Er wird die ganze Hinrunde ausfallen. Wir werden verstärkt auf Spieler aus der A-Jugend setzen müssen."

Mut macht das letzte Wochenende. Da hatte sich das Lazarett erstmals wieder etwas gelichtet, was man gleich ausnutzen konnte. Beim 6:2 Heimsieg gegen Hirschacker glückte der erste Dreier in dieser Spielzeit. Am kommenden Wochenende geht es nun gegen die Viktoria aus Neckarhausen. De Mingo werden dann "nur" noch 6 Spieler fehlen. Er ist optimistisch und hofft erneut auf etwas Zählbares: "Um es vorneweg zu sagen, in dieser Liga gibt es für uns keine einfachen Spiele. Aber wir hatten schon ein recht schweres Auftaktprogramm. Jetzt kommen die Mannschaften, gegen die wir uns eher etwas ausrechnen können", erklärt er.

Doch die Viktoria wird man nicht im Vorbeigehen schlagen. Sie hat bis jetzt 9 Punkte gesammelt und auch schon 2 beeindruckende Siege geholt. Das Derby gegen die DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen gewann man mit 3:2 und auch die TSG Rheinau wurde mit 4:2 geschlagen. "Das sind schon Ergebnisse, die du erstmal holen musst", betont de Mingo. Er geht von einem echten Kampfspiel aus.

Bezüglich der eigenen Zielsetzung hat übrigens längst ein Umdenken stattgefunden. "Wir schauen nicht mehr nach oben. Wir haben eine Kurkorrektur vorgenommen, für uns geht es jetzt darum, so schnell wie möglich die nötigen Punkte gegen den Abstieg zu sammeln."

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 14 Oktober 2021

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