Sonntag, 11. April 2021

Ein Mix aus Vorfreude und Wehmut - Marco Rocca über seinen Wechsel zur Spvgg. Ketsch

erstellt am Donnerstag, 04 Februar 2021
Ein Mix aus Vorfreude und Wehmut - Marco Rocca über seinen Wechsel zur Spvgg. Ketsch Bild: Berno Nix

Der Ball ruht derzeit - und auch abseits des Rasens tut sich nicht viel.

Bei der DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen ist das anders. Dort wird es im Sommer zu einer einschneidenden Veränderung kommen: Marco Rocca, der Cheftrainer des A-Ligisten wird den Verein nach 6 langen Jahren verlassen und zum Landesligisten Spvgg. Ketsch wechseln. Beerbt wird er in Neckarhausen von Antonio Ragusa. Wir berichteten bereits ausführlich über den Wechsel auf der Trainerbank und haben nun auch mit Rocca selbst gesprochen.

Hallo Herr Rocca, Sie werden im Sommer eine neue Herausforderung annehmen. Ist die Vorfreude schon groß?

Momentan habe ich gemischte Gefühle. Einerseits ist die Vorfreude natürlich schon da, anderseits fällt es mir aber auch sehr schwer, mich von dieser tollen Truppe zu trennen. Diese Aufgabe in Edingen war für mich immer eine Herzensangelegenheit. Ich war bzw. bin seit 6 Jahren hier im Verein. 4 Jahre davon als Cheftrainer. Gemeinsam haben wir viel aufgebaut und mittlerweile auch eine super Mannschaft mit guten Charakteren zusammen.

Was war denn letztlich der ausschlaggebende Grund für Ihren Wechsel nach Ketsch?

Natürlich die sportliche Perspektive. Es ist für mich eine tolle Sache, dass ich jetzt auch in der Landesliga als Trainer arbeiten kann. Ich habe in Ketsch früher ja auch selbst gespielt. Ich spüre schon immer eine Verbundenheit zu diesem Verein. Ich habe nicht lange gebraucht, um mich für diese Herausforderung zu entscheiden.

Wie kam es denn zum Kontakt untereinander?

Die Verantwortlichen hatten mich angerufen und wir haben darüber gesprochen. Samstags haben wir uns dann getroffen, natürlich mit Abstand untereinander. Sonntags haben wir es dann am Telefon fix gemacht.

Wenn Sie Ihre Zeit in Edingen-Neckarhausen Revue passieren lassen. Wie fällt Ihr Fazit aus?

Ich muss sagen, dass ich in diesem Verein von Beginn an einen großen Rückhalt und auch Vertrauen gespürt habe. Das war auch schon als Spieler so. Als man dann auf mich zu kam und mich gefragt hat, ob ich den Cheftrainerposten übernehmen möchte, war das eine super Sache für mich. Wir alle zusammen haben viel Leidenschaft in die Mannschaft gesteckt.

Das Ziel war die Rückkehr in die Kreisliga. Momentan steht Ihre Mannschaft in der A1 auf dem 3. Platz, hoffen Sie, dass die Saison fortgesetzt wird, um vielleicht doch noch als Aufstiegstrainer gehen zu können?

Natürlich wünsche ich mir, dass wir die Saison beenden oder zumindest die Vorrunde zu Ende spielen können. Das wäre ein schönerer Abschied als mit so einer komplett abgebrochenen Saison. Unsere Mannschaft spielt einen schönen Fußball. Den Aufstieg würden wir gerne schaffen, auch wenn wir ihn nicht mehr in der eigenen Hand haben.

Mit welchen Zielen treten sie in Ketsch an, die Mannschaft weiter in der Landesliga zu etablieren?

Ja, das wollen wir erreichen. Zunächst müssen die Dinge aber weiter Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Aktuell sprechen wir mit Spielern im Hinblick auf die neue Saison. Langfristig wollen wir uns auf einem einstelligen Tabellenplatz einordnen.

Wie sieht es denn aus, soll die Mannschaft im Kern zusammen bleiben?

Ja, das ist das Ziel und wir sind da auf einem guten Weg. Wir haben schon mit einigen Spielern gesprochen. Punktuell werden wir dann vielleicht noch neue Spieler dazu holen.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 04 Februar 2021

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