Sonntag, 29. November 2020

"Erst im neuen Jahr wieder beginnen" - Gabriel Reiß, Trainer von Viktoria Neckarhausen, hat eine klare Meinung

erstellt am Freitag, 20 November 2020
DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen - FC Viktoria Neckarhausen, Kreisklasse A1, v.l. Neckarhausens Daniel Zimmer gegen Edingens Aaron Schwarz. DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen - FC Viktoria Neckarhausen, Kreisklasse A1, v.l. Neckarhausens Daniel Zimmer gegen Edingens Aaron Schwarz. Bild: Berno Nix

sport-kurier. Das Ziel ist klar: Für die Viktoria aus Neckarhausen zählt in der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel I, nur eins und das ist der Klassenerhalt.

"Dieses Ziel haben wir schon zu Saisonbeginn ausgegeben und daran hat sich auch nichts geändert", betont Gabriel Reiß, der Trainer der Neckarhäuser. Und dass dies kein Selbstläufer wird, lässt sich am aktuellen Tabellenbild der A1 ablesen. Die Victoria belegt derzeit den 14. Tabellenplatz und hat 4 Punkte aus 8 Spielen geholt.

Das hört sich recht dürftig an, doch Reiß ist nicht komplett unzufrieden. Denn man hat auch schon einige gute Leistungen gezeigt. Allen voran beim 1:1 Remis gegen den SV Rohrhof, der als Tabellenzweiter zu den Topteams der Liga zählt. "Da haben wir kämpferisch und spielerisch über 90 Minuten wirklich toll mitgehalten", lobt Reiß seine Jungs, die auch bei der knappen 1:2 Niederlage im Derby gegen die DJK/Fortuna Edingen-Neckarhausen einen starken Auftritt hingelegt haben. Reiß: "In diesem Spiel haben wir erst sehr spät das 1:2 bekommen. Da hatten wir uns nichts vorzuwerfen. Es ist nur schade, dass es am Ende nicht zu einem Punkt gereicht hat."

3 Zähler sind es gegen Schlusslicht SV Altlußheim geworden, das bei der 0:7 Auswärtspleite chancenlos war. Es war der bislang einzige Sieg. Weniger schön: Das 1:3 gegen den TSV Neckarau II und das 1:8 bei der SpVgg Ketsch II. "Gerade die 2. Halbzeit gegen Ketsch war wirklich in allen Belangen miserabel. Aber auch gegen Neckarau waren wir nicht gut und haben deshalb auch verdient verloren."

Da dies auch noch ausgerechnet die letzten beiden Partien vor dem neuerlichen Lockdown waren, wirken sie logischerweise noch nach. Nur zu gerne hätte man sich anders in die Zwangspause verabschiedet. "Wir befinden uns mitten in einem Prozess", erklärt Reiß, "und da würde uns derzeit natürlich jedes einzelne Training gut tun."

Man hört es schon raus, Reiß würde insgeheim am liebsten weiter spielen, doch das täuscht: "Wir sind ja alles Fußballer und die wollen spielen. Und wenn dann nach gerade mal 8 Spielen schon wieder abgebrochen wird, ist das natürlich nicht so optimal. Aber wenn man auf der anderen Seite sieht, dass diese Krise Existenzen bedroht, dann wäre es aus meiner Sicht nicht die richtige Entscheidung, wenn man im Amateurbereich Fußball spielt. Und somit ist der Abbruch für mich die logische Konsequenz."

An eine Fortsetzung der Runde im Dezember glaubt Reiß nicht. "Wir müssten uns auf diese Spiele ja auch vorbereiten, was nicht möglich ist. Ich wäre deshalb dafür, dass wir erst im neuen Jahr wieder beginnen. Vielleicht ja schon früher, z.B. Ende Januar oder Anfang Februar. Eben dann, wenn es die Infektionszahlen zulassen sollten."

Nun wünscht er sich noch eine klare Entscheidung des Verbandes, nachdem in Südbaden ja bereits klar ist, dass 2020 nicht mehr gespielt wird. "Eigentlich dachte ich, dass man da einheitlich eine Entscheidung trifft und nicht, dass einfach einer vorprescht", bemängelt Reiß.

 

 

Letzte Änderung am Freitag, 20 November 2020

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