Sonntag, 29. November 2020

"Ich bin da zwiegespalten" - Yusuf Baran, der Trainer des KSC Schwetzingen, kann den Abbruch nicht zu 100 Prozent nachvollziehen

erstellt am Donnerstag, 19 November 2020
Archivbild. Der KSC Schwetzingen (in blau) kämpft mit vollem Einsatz um die Punkte Archivbild. Der KSC Schwetzingen (in blau) kämpft mit vollem Einsatz um die Punkte Bild: Lothar Fischer

sport-kurier. "Ich vertrete da eine klare Meinung: Die Gesundheit eines Menschen steht für mich immer an erster Stelle", betont Yusuf Baran, der Trainer des Mannheimer Kreisligisten KSC Schwetzingen.

Zu 100 Prozent glücklich ist er mit dem Abbruch trotzdem nicht. "Ich bin da schon etwas zwiegespalten. Denn wenn man sieht, dass der Schulsport nach wie vor stattfindet und das auch in der Halle, finde ich es nicht ganz so nachvollziehbar, dass wir dann nicht draußen Fußball spielen dürfen."

Ein weiteres Problem, das er hat, ist die große Ungewissheit darüber, wann es weitergeht. Baran würde es begrüßen, wenn da mal "Nägel mit Köpfen gemacht werden würde", wie er sagt.

"Auch beim Pfälzer Verband hat man sich ja jetzt dazu entschlossen, dass in 2020 nicht mehr gespielt wird, was aus meiner Sicht auch keinen Sinn mehr machen würde: Im Dezember wären maximal 1, 2 Spieltage drin und da ist man wirklich stark von der Witterung abhängig", erklärt Baran, der im Idealfall erst im neuen Jahr wieder mit der Punkterunde in der Kreisliga beginnen möchte.

Mit den eigenen Ergebnissen ist man beim Aufsteiger bis dato zufrieden. Mit 10 Punkten liegt man nach dem 8. Spieltag auf dem 10. Tabellenplatz. Baran: "Damit befinden wir uns voll im Soll. Unsere Spielweise gefällt mir, aber natürlich geht es immer besser und daran arbeiten wir."

Die Zielsetzung ist es, zunächst einmal so viele Punkte wie möglich zu holen, um nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu bekommen. Wenngleich Baran schon mehr im Sinn hat. "Ich bin von meiner Mannschaft überzeugt und bin der Meinung, dass wir uns zwischen Platz 6 und 10 einpendeln können." Gerne erinnert er sich an das Gastspiel seiner Mannschaft beim hoch gehandelten TSV Amicitia Viernheim zurück.

Dort hat man zwar mit 2:3 verloren, verkaufte sich laut Baran aber teuer. "Wir waren in dieser Begegnung ab der 55. Spielminute in Unterzahl, haben aber trotzdem noch den Ausgleich geschafft, ehe wir in der Schlussminute dann leider doch noch das 3.Tor bekommen haben", berichtet der Coach, der noch ein weiteres Highlight im Hinterkopf hat: Beim 6:1 gegen Kellerkind FV Hockenheim musste man auch lange in Unterzahl antreten, erzielte aber trotzdem noch 3 Treffer.

Geht es nach Baran, wird am Ende Rot-Weiß Rheinau das Titelrennen machen. "Sie haben mit Abstand den stärksten Kader", stellt er klar. Gefährlich werden könnten ihnen aus seiner Sicht Viernheim und die SpVgg Wallstadt.

 

 

Letzte Änderung am Donnerstag, 19 November 2020

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