Freitag, 27. November 2020

Fast nur noch Endspiele ++ A-Ligist SV Schriesheim hofft auf Trendwende

erstellt am Dienstag, 27 Oktober 2020
Archivbild aus 19/20. TSV Amicitia Viernheim II - SV Schriesheim, Kreisklasse A2. Marius Lohnert, li. Viernheims Felis Dewald, re. Viernheims Torwart Wladislaw Ruck. Archivbild aus 19/20. TSV Amicitia Viernheim II - SV Schriesheim, Kreisklasse A2. Marius Lohnert, li. Viernheims Felis Dewald, re. Viernheims Torwart Wladislaw Ruck. Bild: Berno Nix

sport-kurier. "Zufrieden sind wir nicht."

Karlheinz Lohnert, der langjährige Trainer des SV Schriesheim, hält nicht viel von Schönrederei. Ihm dürfte es schwer fallen, sich derzeit die Tabelle der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel II, anzuschauen. Denn mit 4 Siegen und 3 Niederlagen haben die Bergsträßer keinen guten Start erwischt.

"Wir hatten sicher den Anspruch zum jetzigen Zeitpunkt weiter vorne zu stehen", betont der Coach, "aber es ist so, wie es ist." Darüber, dass der Aufgalopp knifflig werden würde, war sich Lohnert aber bewusst. "Wir hatten sofort einige schwere Auswärtsspiele vor der Brust", erklärt er. "In Käfertal, bei DJK Feudenheim, bei Lützelsachsen II und Hohensachsen ist es immer schwer. Das sind sehr unbequem zu spielende Mannschaften."

Ein weiteres Problem: Die Defensive ist das große Sorgenkind. Lohnert muss auf 4 Langzeitverletzte verzichten. Beim kürzlichen 1:3 bei Hohensachsen hatte man nur noch einen einzigen Innenverteidiger im Kader. "Das soll jetzt alles keine Ausrede sein, denn auch andere Mannschaften haben Verletzungsprobleme, doch ich denke, dass wir mit den Vieren zum jetzigen Zeitpunkt anders dastehen würden. Leider werden sie uns noch eine Weile fehlen."

An der Tabellenspitze ziehen der SKV Sandhofen und der SC Käfertal derweil einsam ihre Kreise. Sind die überhaupt noch aufzuhalten? "Ich denke, dass Sandhofen einen Kader hat, der darauf schließen lässt, dass sie das durchziehen können. Bei Käfertal sieht es ein wenig anders aus, sollten sich dort ein paar Leistungsträger verletzen, könnten auch sie in Schwierigkeiten geraten. Was ich ihnen natürlich nicht wünsche." Aus den letzten Zeilen liest man es aber heraus, aufgegeben hat sich die Lohnert-Elf noch lange nicht. Schriesheim gibt weiter Gas und wer weiß, vielleicht kommt man so doch noch einmal oben ran: "Wir haben mittlerweile natürlich schon einen gewissen Rückstand, aber die Saison ist noch lang. Wir müssen jetzt in jedes Spiel gehen als wäre es ein Endspiel."

Die Trainingsbeteiligung ist derzeit eher durchwachsen. In der letzten Woche konnten 5 Spieler aus den ersten 10 nur einmal trainieren, weil es die Jobs nicht anders zugelassen haben. Für Lohnert ist es somit schwer, neue Dinge einstudieren oder Sachen, die noch nicht so gut klappen, zu optimieren.

Am Wochenende wartet ein weiteres Derby. Schriesheim empfängt die TSG Weinheim II. Das ist eine Mannschaft, von der Lohnert großen Respekt hat. "Ich habe sie zweimal beobachtet", berichtet er, "dass sie zu Saisonbeginn mehrfach Lehrgeld gezahlt haben, liegt an ihrem Defensivverhalten." Die Offensive der noch sehr jungen Mannschaft sei dagegen bereits brandgefährlich. Lohnert warnt: "Wenn sie die Probleme hinten in den Griff bekommen, ist das eine Mannschaft, die noch viele ärgern wird in dieser Liga."

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 27 Oktober 2020

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