Freitag, 27. November 2020

"Ich habe ein ganz gutes Näschen" - Käfertals Denis Przybyla macht die Strafräume unsicher

erstellt am Dienstag, 20 Oktober 2020
"Ich habe ein ganz gutes Näschen" - Käfertals Denis Przybyla macht die Strafräume unsicher Bild: Berno Nix

sport-kurier. So richtig auf dem Schirm hatte den SC Käfertal vor Saisonbeginn kaum jemand.

Dass er in der Mannheimer Kreisklasse A, Staffel 2, eine gute Rolle spielen könnte, war klar, aber eben nicht in dieser Art und Weise: Nach 7 Spielen weist die Mannschaft von Trainer Uwe Bertsch die überragende Bilanz von 21 Punkten und 20:2 Toren auf.

Besser geht es eigentlich nicht, oder doch? Das "Problem" der Käfertaler ist, dass da noch eine Mannschaft ist, die derzeit die Nase vorne hat: Auch der SKV Sandhofen hat alle seine 7 Spiele gewonnen und kann eine noch schwindelerregendere Tordifferenz von 41:3 vorweisen.

Beide werden den Titel wohl unter sich ausmachen. Denis Przybyla wird alles dafür tun, dass seine Käfertaler am Ende das Rennen machen. Bislang hat er einen großen Anteil am Höhenflug. Bei 6 Einsätzen kann er schon 5 Tore vorweisen. "Damit bin ich natürlich sehr zufrieden", betont Przybyla. Das kann er auch sein, denn eigentlich ist der Sturm nicht seine Position. In den letzten Jahren lief er immer in der Abwehr auf. "Da wir in dieser Saison sehr gute Innenverteidiger dazu bekommen haben, hat mich unser Trainer nach vorne geschickt. Und Tore schießen macht natürlich auch Spaß", lacht der 30-Jährige.

Dass er die schießen kann, hat Przybyla in der Jugend bewiesen. Damals lief er als Stürmer auf und hat sich einen gewissen Killerinstinkt angeeignet. Gefährlich wird's vor allem, wenn er in der Box auftaucht. "Unser Trainer hat es kürzlich ganz gut formuliert: Ich habe ein ganz gutes Näschen und stehe oft richtig, gerade bei Abprallern zum Beispiel."

Er selbst sieht sich aber nicht als so wichtig an, laut ihm steht die Kameradschaft über allem: "Jeder läuft für den anderen, gönnt jedem alles. Wir freuen uns einfach, wenn wir zusammen auf dem Platz stehen", berichtet Przybyla, der aber noch einen anderen entscheidenden Faktor für den starken Saisonstart ausgemacht hat: "Wir spielen jetzt meistens mit einer Dreierkette hinten drin und 2 Stürmern. Dadurch haben wir nach vorne viel mehr Durchschlagskraft."

Vom Aufstieg redet in Käfertal trotzdem niemand. "Unser Saisonziel war es, dass wir nach den schlechten beiden letzten Jahren in die obere Tabellenhälfte kommen, wenn wir jetzt natürlich weiter so unsere Punkte sammeln sollten, könnten wir das Ziel irgendwann einmal korrigieren", erklärt er.

Sandhofen ist für ihn aber außer Reichweite. "Die sind wirklich bärenstark und ich bin mir sicher, dass sie durchmarschieren werden", sagt Przybyla, der als Maschinist im Drei-Schichtdienst arbeitet, das mit dem Fußball aber gut kombinieren kann.

Am 8. November muss Käfertal nach Sandhofen. Einen Gedanken verschwendet man daran noch nicht, laut Przybyla schaut man nur von Spiel zu Spiel. Die aktuelle Saison ist seine dritte in Käfertal. Zuvor kickte er schon bei 07 Mannheim, ASV Feudenheim und Rot-Weiß Rheinau. An einen neuerlichen Wechsel verschwendet er aber keinen Gedanken. In Käfertal fühlt er sich wohl - und wer weiß, vielleicht greift er mit dem SCR ja sogar schon bald eine Etage höher, in der Kreisliga an.

 

Letzte Änderung am Mittwoch, 21 Oktober 2020

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