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"Eine stabile Truppe" - Nenad Kuko, Trainer von Phönix Mannheim, im Interview

erstellt am Sonntag, 16 Februar 2020
Nenad Kuko (Trainer MFC Phönix Mannheim). Nenad Kuko (Trainer MFC Phönix Mannheim). Bild: Berno Nix

sport-kurier. Es war eine Aufgabe, die man eigentlich nur mit einem Wort umschreiben konnte: schwierig.

Nach dem letztjährigen Abstieg aus der Mannheimer Kreisliga stand man bei Phönix Mannheim quasi vor dem Nichts. Nur zwei Spieler hielten dem Verein die Treue, somit mussten Trainer Nenad Kuko und sein Co-Trainer Sebastian Fischer komplett umdenken.

Mittlerweile kann man sagen, dass ihnen das erfolgreich gelungen ist. Anstatt komplett durchgereicht zu werden, hat man sich längst gefestigt und überwintert mit 18 Punkten auf dem 11. Tabellenplatz. Wir sprachen mit Trainer Nenad Kuko.

Hallo Herr Kuko, wie zufrieden sind Sie denn mit dem bisherigen Saisonverlauf?

Eigentlich sehr zufrieden. Denn wir hatten ja wirklich keine Mannschaft mehr. Wir haben von Beginn an hauptsächlich auf Spieler gesetzt, die aus unserer Reserve oder der eigenen A-Jugend kamen. Hinzu kamen auch noch ein paar Neuzugänge. Mittlerweile kann man wirklich sagen, dass wir da eine stabile Truppe beisammenhaben.

Was ist denn das Ziel in dieser Saison? Der Nicht-Abstieg?

Anfangs war das schon so, denn da war es wirklich hart für uns. Unser Torhüter hatte sich die Kreuzbänder angerissen und wir hatten dann in den ersten paar Spielen gar keinen Torhüter mehr. Dadurch haben wir teilweise hohe Niederlagen kassiert. Doch dann kam Adnan Masic, der ja auch schon in der 2. Liga gespielt hat, dazu. Er ist mittlerweile schon etwas älter, hat uns aber natürlich extrem verstärkt. Mittlerweile haben wir nun sogar noch zwei weitere Torhüter. Es geht vorwärts (lacht). Unser Ziel ist mittlerweile deshalb etwas ehrgeiziger. Wir möchten am Ende möglichst auf einem einstelligen Tabellenplatz landen, was auch machbar seine müsste.

Wann begann die Vorbereitung?

Wir haben Ende Januar losgelegt. Wegen des Wetters läuft es aber nicht optimal, anderen Vereinen geht es da ja aber genauso. Am Freitag hatten wir unser erstes Freundschaftsspiel, das wir gegen Enosis Mannheim mit 1:6 verloren haben. Ich weiß, das Ergebnis hört sich krass an, aber wir haben in der ersten Halbzeit wirklich gut mitgespielt und hatten auch unsere Chancen. Als wir dann gegen Ende alle 17 Spieler gebracht hatten, ging der Rhythmus etwas verloren und wir sind eingebrochen.

Wie läuft die Vorbereitung bei Phönix denn ab, wird viel mit dem Ball gearbeitet?

Ja, wir sind keine Mannschaft, die sich im Wald trifft und dann einfach mal drauf losrennt. Ich bin ein Trainer, der viel mit dem Ball arbeiten lässt. Deshalb haben wir auch viele Testspiele ausgemacht.

Bislang war es nur eins, allzu viel Zeit bleibt nicht mehr bis zum Start?

Das stimmt, aber wir testen noch gegen Anatolia Birkenau, Blumenau, Pfaffengrund, Bürstadt und Türkspor Hochstätt. In diesen Spielen wollen wir uns fit für die Punktspiele machen.

 

SG Viernheim - MFC Phoenix Mannheim, Kreisklasse A2, v.l. Viernheims Marco Buttler gegen Phoenix Charles Ambrose. Bild: Berno Nix

Im ersten Punktspiel geht es gegen Schlusslicht TSV Amicitia Viernheim 2.

Ja, aber da müssen wir richtig aufpassen. Das Hinspiel haben wir mit 9:1 gewonnen, das haben die sich natürlich gemerkt. Sie haben noch eine Rechnung mit uns offen. Für sie geht es gegen den Abstieg und sie werden alles geben, da bin ich mir sicher.

Wie ist denn das Verhältnis zur 2. Mannschaft bei Phönix und zur Jugend? Wird sich da viel ausgetauscht?

Ja, natürlich. Ich schaue mir viele Spiele der 2. Mannschaft selbst an. Die Jungs sollen sehen, dass wir an ihnen interessiert sind. Ich war selbst Trainer bei der 2. Mannschaft hier und früher war das eben nicht so. Die Spieler aus der Reserve sollen die Wertschätzung bekommen, die sie verdienen. Das ist mir wichtig. Und wir setzen in den Testspielen momentan ja auch immer wieder welche von ihnen ein.

Einige Stammspieler ihrer A-Klassenmannschaft haben letztes Jahr ja ebenfalls noch in der Reserve gespielt.

Das stimmt. Die Mannschaft ist eigentlich aus der Not geboren und mittlerweile verkauft sie sich immer besser. Wir haben mehrere Spieler im Team, die immer noch in der A-Jugend spielen könnten. Anfangs war ich wirklich skeptisch bei ihnen, aber das war völlig unbegründet. Das sind richtig gute Jungs, die immer alles geben.

Das hört sich doch sehr gut an. Demnach könnte man sich im nächsten Jahr fast schon höhere Ziele setzen. Oder?

So ist auch der Plan. Falls wir die Mannschaft so beisammenhalten können und vielleicht noch zwei Spieler von außerhalb dazu holen, werden wir versuchen in der A-Klasse oben mitzuspielen.

 

 

Letzte Änderung am Sonntag, 16 Februar 2020

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