Samstag, 08. Mai 2021

Walldorfs U19 schlägt den Waldhof dank Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte

erstellt am Montag, 08 April 2019
Walldorfs U19 schlägt den Waldhof dank Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte Foto: Anpfiff ins Leben e.V.

Eine Halbzeit lang benötigten die U19-Teams des FC-Astoria Walldorf und des SV Waldhof Mannheim Anlaufzeit, ehe sie sich einen offenen Schlagabtausch lieferten.

Gegen Ende ging es hitzig zu zwischen den beiden Anpfiff ins Leben-Partnervereinen, schlussendlich jubelten die Gastgeber über einen 3:1-Erfolg, der ihnen nach wie vor große Chancen auf die Meisterschaft und den gleichbedeutenden Bundesliga-Aufstieg lässt.

Die Ausgangslage sah bereits im Vorfeld nach einem spannungsgeladenen Derby aus. Walldorf startete als Zweiter mit nur drei Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter SSV Ulm 1846 und gleichzeitig mit der besten Offensive der Liga (48 Treffer). Der Waldhof musste sich mit fünf Zählern weniger keinesfalls verstecken und hatte mit lediglich 18 Gegentoren sogar zwei weniger zu verzeichnen als der FCA. Im vergangenen Oktober lieferten sich die beiden Anpfiff-Klubs ein bis zum Ende packenden Duell, das die jungen Astorstädter trotz zwischenzeitlichem Rückstand mit 2:1 für sich entschieden.

„Vor allem in der ersten Halbzeit war es das erwartete Geduldsspiel“, erklärte Walldorfs Trainer Roberto Pinto im Nachgang, „entscheidend war dann, dass wir die Viertelstunde nach Wiederanpfiff bestimmt haben.“ Sein Waldhöfer Kollege Reiner Hollich schlug in seiner Analyse in dieselbe Kerbe: „Wir wussten wie gut die Walldorfer sind, deshalb lief es in der ersten Hälfte ordentlich, da habe ich keine Chance unseres Gegners gesehen. Wir hätten dafür bei zwei Aktionen mit etwas mehr Glück in Führung gehen können.“

Unterm Strich wäre jedes andere Ergebnis als das 0:0 zur Pause unverdient gewesen. Wenn beide Mannschaften nichts zulassen, spricht man gerne davon, dass sie sich neutralisieren. Genau das traf auf die erste Halbzeit dieses Derbies zu. Zwei ähnlich eingestellte Teams setzten eher auf lange Bälle, um dem Druck auf die jeweilige Abwehrreihe zu entfliehen. Als Folge gab es viele Luftzweikämpfe, die hart aber fair geführt wurden. Was dabei komplett ausblieb, waren klare Gelegenheiten. Waldhofs Keeper musste lediglich zwei „Schüsschen“ entschärfen (17./28.). Sein behandschuhter Kollege auf der Gegenseite hatte einmal großes Glück, als ein Gästeakteur eine scharfe Hereingabe um Haaresbreite verpasste (30.).

Waldhof-Keeper Pedretti pariert den Strafstoß. Bild: Anpfiff ins Leben e.V.

Die zweite Hälfte bringt Tempo

Zur Freude der circa 80 Zuschauer rund um den Walldorfer Kunstrasenplatz legten beide Mannschaften mit Beginn der zweiten Hälfte ihre Zurückhaltung ab. Die Zweikämpfe blieben hart, fanden nun aber mehr in Tornähe statt, was der Attraktivität der Partie enorm zu Gute kam. Keine fünf Minuten zeigte die Uhr seit Wiederbeginn an, als dem souveränen Unparteiischen Florian Kuppinger nichts anderes übrigblieb, als auf Elfmeter für den FCA zu entscheiden. Kapitän Andreas Müller schnappte sich die Kugel, scheiterte jedoch an Luca Pedretti, der sich in die linke Ecke warf und den nicht ideal platzierten Strafstoß zur Seite abwehren konnte.

„Es spricht für Andi, dass er sich dadurch nicht entmutigen ließ, sondern die Jungs nur noch mehr pushte, weil er den Sieg unbedingt wollte“, sprach Pinto ein Extralob für seinen defensiven Mittelfeldspieler aus. Das Missgeschick vom Punkt schien paradoxerweise den Einheimischen in die Karten zu spielen. Daher fielen die Tore zum 1:0 und 2:0, jeweils durch Simon Maier, folgerichtig nach 71 beziehungsweise 76 Minuten in der Art und Weise, wie ein Torjäger eben trifft.

Walldorf bleibt mit dem Sieg im Meisterrennen. Bild: Anpfiff ins Leben

Die Waldhöfer ließen sich allerdings nicht entmutigen. Eduard Mahmuti verkürzte mit einem platzierten Flachschuss ins lange Eck auf 2:1 (84.). Aufgrund dreier Tore und einer langen Verletzungspause zeigte der Schiedsrichter sechs Minuten Nachspielzeit an. Verständlicherweise warfen die Blau-Schwarzen alles nach vorne und liefen deshalb in einen Konter, der mit einem Foul gestoppt wurde. Es gab den zweiten Elfmeter für Walldorf, Müller bewies Mut, schnappte sich wieder die Kugel und traf dieses Mal für seine Farben. Das 3:1 in der dritten Minute der Nachspielzeit sollte die endgültige Entscheidung sein. Danach gab es eine kleine Rudelbildung, die mit einer Roten Karte für Walldorf unschön endete.

„Unsere Devise lautet, wie man so schön sagt, ´wir schauen von Spiel zu Spiel´“, hat Pinto mit seiner Elf in den letzten sechs Saisonspielen noch einiges vor. Mit dem Derbysieg scheint jedenfalls klar zu sein, dass für die Meisterschaft nur noch die jungen Astorstädter und der SSV Ulm in Frage kommen.

Hollich gab folgendes Fazit zu Protokoll: „Jetzt ist es sehr unwahrscheinlich, dass wir in der Tabelle nochmal an Walldorf rankommen. Der erste Platz ist definitiv weg. Wir wollen nun ein ordentliches Saisonfinale abliefern und planen gleichzeitig für die neue Runde.“

 

Tore: 1:0 Simon Maier (71.), 2:0 Simon Maier (76.), 2:1 Eduard Mahmuti (84.), 3:1 Andreas Müller (90+3./FE).
Schiedsrichter: Florian Kuppinger.
Zuschauer: 80.
Besondere Vorkommnisse: Pedretti hält FE von A. Müller (50.)

 

Pressemitteilung www.anpfiffinsleben.de
von Christopher Benz

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 08 April 2019

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