Samstag, 08. Mai 2021

Eine Willensleistung beschert der Waldhöfer U17 den ersten Sieg seit einem halben Jahr

erstellt am Montag, 01 April 2019
Kollektiver Jubel nach dem Schlusspfiff. Der SV Waldhof bezwang den Karlsruher SC mit 1:0. Kollektiver Jubel nach dem Schlusspfiff. Der SV Waldhof bezwang den Karlsruher SC mit 1:0. Bild: AIL

Abstiegduell zwischen Mannheim und Karlsruhe

Mehr Druck geht fast nicht. Mit lediglich acht Punkten auf der Habenseite erwartete die U17 des „Anpfiff ins Leben“-Partnerverein SV Waldhof Mannheim den Karlsruher SC zum Kellerduell der B-Junioren-Oberliga. Danach jubelten die Blau-Schwarzen über elf Zähler. Die über 100 Zuschauer am Alsenweg sahen eine zerfahrene Partie, die mit den Waldhöfern einen Sieger fand, der es schlicht und ergreifend ein bisschen mehr wollte als sein Gegner.

„Das war eine absolute Willensleistung der Jungs heute“, hatte Waldhof-Trainer Thomas Reisch im Nachgang einen Grund tief durchzuatmen, „endlich haben wir mal wieder gewonnen, das ist das wichtigste überhaupt.“ Über ein halbes Jahr musste die U17 auf einen dreifachen Punktgewinn warten – am 15. September des vergangenen Jahres gab es einen 3:0-Heimsieg gegen den FC-Astoria Walldorf. Beim Blick auf den weiteren Saisonverlauf fällt auf: Hoch haben die Mannheimer fast nie verloren. Neben fünf Remis gab es fünf Pleiten mit lediglich einem Tor Unterschied.

Weiteren Mut machten die bisherigen beiden Auftritte nach der Winterpause. Gegen den Tabellenführer SC Freiburg (0:1) und bei den Stuttgarter Kickers (0:0) gelang zwar kein eigener Treffer, doch der Trainer war einverstanden mit der Art und Weise, wie seine Jungs agierten. „Vor allem gegen Freiburg hätten wir einen Punkt verdient gehabt“, blickte Reisch zurück.

Der SV Waldhof geht durch Mastrantonis mit 1:0 in Führung. Bild: Anpfiff ins Leben e.V.

Zurück zum Samstagmittag. Das Spiel verlief so, wie man ein Duell zweier Abstiegskandidaten erwartet. Beide waren auf Fehlervermeidung aus, zur Spieleröffnung musste häufig der unattraktive, aber gleichzeitig ungefährliche lange Ball herhalten. So endete die erste Hälfte ohne wirklich zwingende Gelegenheit hüben wie drüben. Etwas teurer verkaufte sich dabei der KSC, der vor allem nach Standardsituationen für Gefahr sorgte. Letztlich blieb Waldhofs Torhüter Leon Sobeloff bis zum Schluss extrem aufmerksam und erstickte eine Reihe möglicher Chance durch ebenso beherztes wie vorausschauendes Eingreifen.

Den zweiten Abschnitt begannen die Gastgeber genauso, wie sie es mussten. Zielstrebiger, weil mutiger und gedanklich schneller als die Gäste aus der Fächerstadt. Keine vier Zeigerumdrehungen hatte der tadellose Unparteiische Lukas Heim die zweiten 40 Minuten laufen lassen, als die Blau-Schwarzen vehement Elfmeter forderten. Die Pfeife blieb korrekterweise stumm, da ein KSC-Verteidiger erst den Ball klärte, ehe er seinen Gegenspieler traf. Kurz darauf brachte ein gewiefter Zuschauer die Situation, der sich beide Mannschaften stellen mussten, mit folgender Prognose auf den Punkt: „Wer hier das 1:0 schießt, gewinnt dieses Spiel.“ Er sollte Recht behalten.

Knapp 20 Minuten lang hatte sich die Führung für die Waldhöfer angedeutet, bis sie endlich Realität wurde. Bezeichnenderweise für den großen Kampf auf dem Kunstrasen fiel selbige nach einem Standard. Kapitän Leon Gelzenlichter schoss die Kugel vom Mittelkreis in den Sechzehner, wo Panagiotis Mastrantonis dem zu spät aus seinem Tor eilenden Keeper mit dem Kopf zuvorkam und mit Hilfe der Latte das 1:0 erzielte. Nimmt man die daraus resultierende Jubeltraube als Maßstab, kann man erahnen, wie wichtig dieser Treffer für den Waldhof gewesen ist.

Dichtes Gedränge im Strafraum der Waldhöfer. Bild: Anpfiff ins Leben e.V.

Anstatt die restliche Spielzeit den knappen Vorsprung zu verwalten, legten die Einheimischen sofort nach und drängten auf die Entscheidung. Folgerichtig drückte der aufgerückte Außenverteidiger Luca Siracusa den Ball aus dem Getümmel heraus über die Linie (75.). Wieder nach einer Standardsituation. Trotz weiterer wütender KSC-Angriffe samt vierminütiger Nachspielzeit geriet der 2:0-Sieg zu keiner Sekunde mehr in Gefahr.

„Das war heute vielleicht kein wirklich schönes Spiel, aber wir brauchen nun einmal die Punkte“, fasste Reisch den Kraftakt zusammen. Da sich später am Samstagnachmittag die beiden Konkurrenten Offenburger FV und Stuttgarter Kickers 1:1-Unentschieden trennten, hat der Waldhof gleich zwei Ränge in der Tabelle gutgemacht und die rote Laterne an die Offenburger abgegeben. Der KSC ist nun hinter den Waldhöfern platziert, die Buwe aus Mannheim sind jetzt Zehnter. Das rettende Ufer ist wieder fest im Blick.

Tore: 1:0 Panagiotis Mastrantonis (60.), 2:0 Luca Siracusa (75.).
Schiedsrichter: Lukas Heim (Wiesental)
Zuschauer: 120.

 

Artikel https://www.anpfiffinsleben.de/ Geschrieben von Christopher Benz / Bilder Anpfiff ins Leben e.V.

 

 

 

Letzte Änderung am Montag, 01 April 2019

Jugend Mannheim

Sponsor Wall

Transferbörse
Transferbörse

Die Transfer-Börse der Region Baden und Kraichgau

zur Auswahl

Eishockey
Eishockey

Alle aktuellen Nachrichten rund um die Adler Mannheim

zur Auswahl

Stellenangebote
Stellenangebote

sport-kurier - unsere Stellenangebote für Sie !

zur Auswahl

Ergebnisdienst
Ergebnisdienst

Alle Tabellen und Spieltage online beim Sportkurier

zur Auswahl