Freitag, 21. Januar 2022

Mit 4:1 Sieg in Armenien WM-Quali beendet

erstellt am Montag, 15 November 2021
Kai Havertz (Deutschland) erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torwart Stanislav Buchnev (Armenien). Kai Havertz (Deutschland) erzielt das Tor zum 1:0 gegen Torwart Stanislav Buchnev (Armenien). Bild: Marc Schüler Sportpics

sport-kurier. Mit einem souveränen 4:1 Sieg beendete die Deutsche Nationalmannschaft die WM-Qualifikation.

Bundestrainer Hansi Flick gewann somit auch das siebte Spiel nach Amtsantritt und baute seinen Startrekord aus.
Während für Deutschland die direkte WM-Qualifikation für Katar bereits Mitte Oktober feststand, hatte Armenien noch eine Minimalchance auf den zweiten Tabellenplatz und die Playoffrunde. Dazu hätte es einen eigenen Sieg und Ausrutscher von den Konkurrenten Rumänien und Nordmazedonien gebraucht.

Doch weder rutschte Deutschland aus, noch die beiden anderen Nationen und so darf nun EM-Teilnehmer Nordmazedonien in den Playoffs um das Recht spielen nach Katar zu fahren. Für die armenischen Fans und Pressevertreter ist ein "Schuldiger" schnell ausgemacht: Superstar Henrikh Mkhitaryan (AS Rom). Einig ist man sich, dass Mkhitaryan zwar eine große Verstärkung ist, die Mannschaft ohne ihn aber besser spielt. "Als er verletzt pausieren musste, haben wir aus den ersten vier Spielen 10 Punkte geholt und waren Tabellenführer. Mit ihm haben wir gegen Island und Lichtenstein nur Unentschieden gespielt und nichts mehr gewonnen. Die Mannschaft versucht ihn zu sehr einzusetzen, darunter leidet das Kollektiv", erklärte ein einheimischer Journalist die Situation der armenischen Elf.

Ilkay Guendogan (Deutschland) verwandelt den Elfmeter zum 0:2 gegen Torwart Stanislav Buchnev (Armenien).  Bild: Marc Schüler Sportpics

Mit Mkhitaryan trat Armenien an und hatte insgesamt nicht viel zu gewinnen. Von Beginn an machte die deutsche Elf viel Druck und verlagerte das Spielgeschehen in die Hälfte des Gegners. Immer wieder versuchte die Truppe von Hansi Flick es mit Hereingaben in die Mitte und brachte die Armenier in Bedrängnis. Bereits in der 15. Minute war Kai Haverts zur Stelle und verwandelte eine Hereingabe eiskalt zum 0:1.

Deutschland zeigte sich anschließend bemüht die Führung auszubauen, scheiterte aber immer wieder an der Abwehr oder Schlussmann Stanislav Buchnev. Verwirrung gab es kurz vor der Pause. Taron Voskanyan holte Florian Neuhaus im Strafraum im Zweikampf von den Beinen, Schiedsrichter Francois Letexier ließ jedoch weiterlaufen. Erst rund zwei Minuten später sorgte der Videoschiedsrichter für eine Unterbrechung und ließ den Unparteiischen die Szene überprüfen. Letexier revierte seine Entscheidung und zeigte auf den Punkt, von wo Ilkay Gündogan eiskalt gegen den sich zu früh bewegenden armenischen Schlussmann verwandelte.

Fast ein wenig wie Comedy wirkte das 0:3 in der 50. Minute. Der sonst hervorragend haltende Buchnev sieht den Schuss von Ilkay Gündogan aus 17 Metern kommen und war wohl gedanklich schon beim Abstoß, kaum anders ist es zu erklären, dass ihm der Ball durch Arme und Beine zum 0:3 ins Tor rutschte.

Kollektiver Torjubel beim DFB-Team. Bild: Marc Schüler Sportpics.

Hoffnung gab es für Armenien kurzzeitig nach dem 1:3 durch Mkhitaryan, der einen von Florian Neuhaus verursachten Elfmeter mit einem Schuss in die Mitte verwandelte. Doch Deutschland erhöhte anschließend wieder das Tempo. Bundestrainer Flick bringt nach einer Stunde Lukas Nmecha, Maximilian Arnold und Julian Brandt, vier Minuten später erzielt Jonas Hofmann das 1:4 nach einem schönen Alleingang.

Bundestrainer Hansi Flick hat nun bis kommenden März Zeit sich die Spieler in der Bundesliga anzusehen und zu entscheiden wer noch eine Chance für die WM 2022 in Katar bekommt. Zwei oder drei Testspiele soll es im März geben, Gegner stehen noch keine fest, sollen aber hochkarätiger sein als die Gruppengegner in der Qualifikationsgruppe.

 

 

Letzte Änderung am Montag, 15 November 2021