Montag, 23. September 2019

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Deutschland Tabellenführer - 0:2-Sieg in Nordirland

erstellt am Dienstag, 10 September 2019
Tor zum 0:2 von Serge Gnabry gegen Nordirlands Torwart Bailey Peacock-Farrell   Tor zum 0:2 von Serge Gnabry gegen Nordirlands Torwart Bailey Peacock-Farrell Bilder: Marc Schüler

sport-kurier. "Fußball ist ein Spiel, wo 22 Personen gegen den Ball treten und am Ende die Deutschen gewinnen", lautet der bekannte Spruch des englischen Stürmerstars Gary Lineker.

Diese Erfahrung machten die Nordiren bei ihrer 0:2 Niederlage gegen die Deutsche Nationalmannschaft am vergangenen Montag in Belfast.

Über weite Strecken präsentierten sich die "Ulster Boys" als die aggressivere, spielfreudigere Mannschaft, am Ende triumphierten jedoch die Deutschen dank Treffern von Marcel Halstenberg und Serge Gnabry. Für die Deutsche Nationalmannschaft war der Sieg gegen die Nordiren wichtig und ein großer Schritt in Richtung EM Teilnahme.

Da die Truppe von Bundestrainer Joachim Löw auf einen Ausrutscher der Holländer hoffen müssen, um den Gruppensieg der Gruppe C zu erlangen, gilt die Konzentration nun der Sicherung des 2. Platzes der Qualifikationsgruppe, der ebenfalls zur EM-Teilnahme berechtigt. Auch als Dritter hätte Deutschland noch Chancen, allerdings würde dann das Rechnen anfangen aufgrund des neuen Qualifikationsmodus und der über die Nations League vergebenen Plätze.

"Dreikampf" mit Kai Havertz und Lukas Klostermann gegen Jamal Lewis

Gänsehautatmosphäre herrschte im Windsor Park in Belfast, als das ganze Stadion zunächst "Sweet Caroline" anstimmte und dann die britische Nationalhymne "God save the Queen". Ein wenig beeindruckt von der Atmosphäre präsentierten sich die Deutschen, die zunächst gar nicht in die Partie fanden. Clever hingegen agierten die Gastgeber, die immer wieder über frühes Stören und aggressives Pressing tief in der Deutschen Hälfte den Gegner zu Fehlern zwangen.

Torwart Manuel Neuer war es sogar zu verdanken, dass das DFB-Team nicht zur Halbzeit schon zurücklag. Hervorragend klärte er zweimal gegen Conor Washington und bewahrte das torlose Unentschieden. "Wir sind in einer Phase des Lernens", erklärte Bundestrainer Joachim Löw nach der Partie, doch war dies nur die halbe Wahrheit. Anstatt den Kampf der Nordiren anzunehmen, spielte die Löw-Truppe zu ängstlich und immer wieder zu Torwart Manuel Neuer zurück.

Kein Durchkommen gibt es für Timo Werner, Julian Brandt, Marco Reus und Serge Gnabry, die zwar immer wieder versuchen den Ball nach vorne zu tragen, sich aber spätestens am Strafraum wieder mit zwei bis drei Gegenspielern konfrontiert sehen. Zu behäbig wirkte das Deutsche Aufbauspiel, anders die Nordiren, die direkt den Zug zum Tor suchen und auch mal aus unmöglicher Position einen Abschluss probieren.

Nordirlands Torwart Bailey Peacock-Farrell hält gegen Julian Brandt

Nach der Pause ist es auch etwas Glück, das zum Tor für Deutschland führt. Lukas Klostermann flankt in der 48. Minute in den Strafraum, Julian Brandt kommt nicht an den Ball und Marcel Halstenberg hält einfach drauf - 0:1. Nordirland etwas geschockt und braucht lange, bis die Mannschaft von Nationaltrainer Michael O'Neill wieder ordentlich Druck aufbauen kann. Chancen gab es auf beiden Seiten, Zählbares sprang nicht dabei hinaus.

So dauerte es bis zur Nachspielzeit ehe Serge Gnabry die deutschen Fans mit seinem Treffer zum 0:2 erlöst. Bereits zum fünften Mal traf der Außenstürmer des FC Bayern in der laufenden EM-Qualifikation, eine gute Quote und ein weiteres Argument für den Bundestrainer auch weiterhin auf Gnabry zu setzen.

 

 

 

Letzte Änderung am Dienstag, 10 September 2019